Anzeige

Hoff­nung für Stra­ßen­hun­de: Der Ver­ein „Leucht­turm­hun­de e. V.” schlägt eine Brü­cke von Ost­fries­land nach Rumänien

Veröffentlicht

am

Foto: Leucht­turm Hun­de e.V. -

Wenn es um den Tier­schutz geht, machen Not und Leid an Lan­des­gren­zen nicht halt. Mit viel Herz­blut, Enga­ge­ment und einem kla­ren Leit­bild setzt sich der noch jun­ge Ver­ein Leucht­turm­hun­de e. V. mit Sitz in der Krumm­hörn für Hun­de in Not ein. Gegrün­det im Janu­ar 2026 von erfah­re­nen Tier­schüt­ze­rin­nen und Tier­schüt­zern, zählt der gemein­nüt­zi­ge Ver­ein heu­te rund 20 enga­gier­te Mit­glie­der, die alle ein gemein­sa­mes Ziel ver­fol­gen: Vier­bei­nern aus dem städ­ti­schen Tier­heim im rumä­ni­schen Suce­ava eine siche­re Zukunft und ein lie­be­vol­les Zuhau­se zu ermöglichen.

Qua­li­tät vor Quan­ti­tät und geprüf­ter Tierschutz

Serio­si­tät und das Tier­wohl ste­hen bei der Arbeit der Leucht­turm­hun­de an ers­ter Stel­le. Der Ver­ein ist offi­zi­ell beim Amts­ge­richt Aurich ein­ge­tra­gen und als gemein­nüt­zig aner­kannt. Die ers­te und zwei­te Vor­sit­zen­de ver­fü­gen über den behörd­li­chen Sach­kun­de­nach­weis nach § 11 des Tier­schutz­ge­set­zes. Zudem besitzt der Ver­ein die Erlaub­nis des zustän­di­gen Vete­ri­när­am­tes in Aurich, jähr­lich bis zu 50 Hun­de legal und ver­ant­wor­tungs­voll nach Deutsch­land ein­zu­füh­ren und zu ver­mit­teln. Seit Mai 2026 konn­ten auf die­sem Weg bereits zwölf Vier­bei­ner nach Deutsch­land reisen.

Dabei gilt das kla­re Prin­zip: Kei­ne Ver­mitt­lung um jeden Preis. Die Hun­de rei­sen ent­we­der direkt zu fes­ten Adop­tan­ten, die im Vor­feld sorg­fäl­tig geprüft wur­den, oder kom­men zunächst auf ver­eins­ei­ge­nen Pfle­ge­stel­len unter. Dort erhal­ten sie die nöti­ge Zeit, um nach den Stra­pa­zen der Stra­ße und des Tier­heim­all­tags zur Ruhe zu kom­men und schritt­wei­se an ihr neu­es Leben her­an­ge­führt zu werden.

Die Situa­ti­on im städ­ti­schen Tier­heim Suceava

Part­ner des ost­frie­si­schen Ver­eins ist das öffent­li­che Tier­heim (Ada­pos­tul Public) in Suce­ava, einer Stadt mit rund 85.000 Ein­woh­nern im Nord­os­ten Rumä­ni­ens. Dort leben der­zeit mehr als 700 Hun­de. Seit der Über­nah­me durch die Stadt­ver­wal­tung im Herbst 2024 hat sich die Situa­ti­on vor Ort spür­bar ver­bes­sert: Die Grund­ver­sor­gung mit Fut­ter ist gesi­chert, hygie­ni­sche Stan­dards wur­den ange­ho­ben und kon­se­quen­te Kas­tra­ti­ons­pro­gram­me – auch kos­ten­los für pri­va­te Haus­hal­te – wir­ken der unkon­trol­lier­ten Ver­meh­rung entgegen.

Beson­ders her­vor­zu­he­ben ist, dass in Suce­ava im Gegen­satz zu vie­len ande­ren Regio­nen des Lan­des kei­ne sys­te­ma­ti­sche Eutha­na­sie gesun­der Tie­re statt­fin­det. Das bedeu­tet jedoch auch, dass das Tier­heim dau­er­haft an sei­nen Kapa­zi­täts­gren­zen arbei­tet. Immer wie­der wer­den Wel­pen in Kar­tons aus­ge­setzt oder im Müll ent­sorgt und von auf­merk­sa­men Men­schen im Tier­heim abgegeben.

Foto: Leucht­turm Hun­de e.V.

Groß­pro­jekt vor Ort: Ein „Wel­pen­dorf” soll Leben retten

Die anhal­ten­de Über­be­le­gung birgt vor allem für die jüngs­ten Bewoh­ner immense Gefah­ren: In man­chen Mona­ten ver­lie­ren bis zu 50 Wel­pen ihr Leben durch das hoch anste­cken­de Par­vo­vi­rus, da sich Infek­tio­nen unter Hun­der­ten Tie­ren rasend schnell ausbreiten.

Um die­sen Teu­fels­kreis zu durch­bre­chen, kon­zen­triert der Ver­ein Leucht­turm­hun­de e. V. sei­ne Spen­den­gel­der aktu­ell auf ein lebens­wich­ti­ges Bau­pro­jekt vor Ort: Bis zum kom­men­den Win­ter soll in Suce­ava ein geschütz­tes „Wel­pen­dorf” mit eige­nem Qua­ran­tä­ne­be­reich in Form eines spe­zi­el­len Wohn­con­tai­ners errich­tet wer­den. Eine räum­li­che Tren­nung ist für die Abwehr von Virus­er­kran­kun­gen und das Über­le­ben der Wel­pen die wich­tigs­te Voraussetzung.

Ehren­amt­li­cher Ein­satz mit Herz

Hin­ter dem Ver­ein steht ein ein­ge­spiel­tes Vor­stands­team um Sabri­na Goos, Jan Mücher und Mai­ke Drae­ger sowie vie­le hel­fen­de Hän­de, die sich neben Beruf und Fami­lie ehren­amt­lich ein­brin­gen. Das Spek­trum der Auf­ga­ben reicht von der Betreu­ung der Pfle­ge­stel­len und der Vor­kon­trol­le über die Orga­ni­sa­ti­on von Sach- und Geld­spen­den bis hin zu regel­mä­ßi­gen Tier­schutz­rei­sen nach Rumä­ni­en, die von den Mit­glie­dern voll­stän­dig aus eige­ner Tasche finan­ziert werden.

Wer die wich­ti­ge Arbeit der Leucht­turm­hun­de unter­stüt­zen möch­te – sei es durch eine Mit­glied­schaft, Spen­den für das Wel­pen­dorf, die Bereit­stel­lung einer Pfle­ge­stel­le oder die Adop­ti­on eines Hun­des –, fin­det wei­te­re Infor­ma­tio­nen direkt beim Verein.

Per­sön­li­ches Ken­nen­ler­nen: Info­stand am 5. Sep­tem­ber in der Brückstraße

Wer sich per­sön­lich ein Bild von der Ver­eins­ar­beit machen, Fra­gen zu den Ver­mitt­lungs­hun­den stel­len oder das Pro­jekt „Wel­pen­dorf” unter­stüt­zen möch­te, hat dazu schon bald die Gele­gen­heit mit­ten in Emden: Am kom­men­den Sams­tag, den 5. Sep­tem­ber 2026, stellt sich der Ver­ein Leucht­turm­hun­de e. V. mit einem eige­nen Infor­ma­ti­ons­stand in der Brück­stra­ße vor. Die Mit­glie­der freu­en sich auf vie­le inter­es­sier­te Tier­freun­din­nen und Tier­freun­de, net­te Gesprä­che und einen regen Austausch.

Kon­takt und Information

  • Ver­ein: Leucht­turm­hun­de e. V.
  • Sitz: Krumm­hörn (Amts­ge­richt Aurich, VR201349)
  • E‑Mail: leuchtturmhunde@gmail.com
  • Tele­fon: 0170 8173109
  • Schwer­punk­te: Trans­pa­renz, Hil­fe vor Ort in Suce­ava, Ret­tung von Wel­pen und Ver­mitt­lung über Pflegestellen


Redak­ti­on: Lese­r­ECHO Emden

Zum Kommentieren klicken
Die mobile Version verlassen