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Poli­zei­be­richt: Betrü­ger­ban­den neh­men Bor­kum mit Schock­an­ru­fen ins Visier und Phis­hing-Wel­le per QR-Code im Land­kreis Leer

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Erneu­te Anru­fe fal­scher Poli­zei­be­am­ter auf der Nord­see­insel Bor­kum sowie eine per­fi­de Betrugs­ma­sche mit­tels QR-Codes („Quis­hing“) zum Nach­teil regio­na­ler Bank­kun­den im Land­kreis Leer beschäf­ti­gen die Prä­ven­ti­ons­exper­ten der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden. In bei­den Fäl­len warnt die Poli­zei ein­dring­lich vor den Vor­ge­hens­wei­sen der Kri­mi­nel­len und gibt wich­ti­ge Ver­hal­tens­emp­feh­lun­gen zum Schutz vor Vermögensschäden.

Bor­kum – Angeb­li­che Ein­bruchs­se­rie als Vor­wand: Fal­sche Poli­zis­ten fra­gen nach Gold und Bargeld

Auf der Insel Bor­kum regis­triert die Poli­zei der­zeit eine geziel­te Serie betrü­ge­ri­scher Tele­fo­na­te. Die Täter geben sich am Hörer als Poli­zei­be­am­te aus und kon­fron­tie­ren die Ange­ru­fe­nen mit einer frei erfun­de­nen Geschich­te: Auf der Insel sei es zu zahl­rei­chen Ein­brü­chen gekom­men, wobei man einen Ver­däch­ti­gen fest­ge­nom­men habe, bei dem eine Lis­te mit wei­te­ren poten­zi­el­len Ein­bruchs­op­fern auf­ge­fun­den wor­den sei. Unter dem Vor­wand, dass die Ange­ru­fe­nen nun akut gefähr­det sei­en, erkun­di­gen sich die Kri­mi­nel­len gezielt nach vor­han­de­nem Bar­geld sowie Gold­schmuck und bie­ten an, die­se Wer­te zur angeb­li­chen Siche­rung poli­zei­lich in Ver­wah­rung zu neh­men. Bis­lang kam es dank der Auf­merk­sam­keit der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zu kei­nen Ver­mö­gens­schä­den. Die Poli­zei stellt unmiss­ver­ständ­lich klar, dass ech­te Ein­satz­kräf­te unter kei­nen Umstän­den Wert­sa­chen oder Bar­geld zur Ver­wah­rung abho­len oder tele­fo­nisch nach Ver­mö­gens­wer­ten fra­gen. Ver­däch­ti­ge Anru­fe soll­ten sofort been­det und der Vor­fall der ört­li­chen Dienst­stel­le oder über den Not­ruf 110 gemel­det werden.

Land­kreis Leer – Vor­sicht vor „Quis­hing“: Gefälsch­te Bank­schrei­ben for­dern Daten­ab­gleich per QR-Code

Im Zeit­raum zwi­schen dem 13. und 19. Okto­ber 2026 erhiel­ten zahl­rei­che Kun­den eines regio­na­len Geld­in­sti­tuts im Land­kreis Leer pos­ta­li­sche Anschrei­ben, die schein­bar von ihrer Bank stamm­ten. Dar­in wur­den die Emp­fän­ger auf­ge­for­dert, ihre per­sön­li­chen Daten über einen abge­druck­ten QR-Code zu bestä­ti­gen. Die­se Angriffs­me­tho­de, im Fach­be­reich als „Quis­hing“ (Kom­bi­na­ti­on aus QR-Code und Phis­hing) bezeich­net, lei­tet Betrof­fe­ne beim Ein­scan­nen mit dem Smart­phone auf täu­schend echt nach­ge­bil­de­te Web­sei­ten wei­ter. Dort abge­frag­te Zugangs­da­ten zum Online-Ban­king, PINs oder per­sön­li­che Anga­ben gera­ten direkt in die Hän­de der Betrü­ger und ermög­li­chen unbe­rech­tig­te Trans­ak­tio­nen oder Kon­to­zu­grif­fe. Die beson­de­re Gefahr besteht dar­in, dass QR-Codes optisch unver­däch­tig wir­ken und die eigent­li­che Ziel-URL vor dem Scan­vor­gang nicht les­bar ist. Die Poli­zei rät, Bank­por­ta­le grund­sätz­lich nur über die manu­el­le Ein­ga­be bekann­ter Web­adres­sen oder offi­zi­el­le Ban­king-Apps auf­zu­ru­fen und kei­nes­falls sen­si­ble Daten über abge­druck­te Codes zu veri­fi­zie­ren. Bei Ver­dachts­fäl­len soll­te unver­züg­lich das Kre­dit­in­sti­tut zur Sper­rung des Zugangs kon­tak­tiert und Anzei­ge bei der Poli­zei erstat­tet werden.

Poli­zei Leer 0491–976900
Poli­zei Emden 04921–8910
Auto­bahn­po­li­zei Leer 0491–960740
Poli­zei­sta­ti­on Bor­kum 04922–91860
Poli­zei­sta­ti­on Bun­de 04953–921520
Poli­zei­sta­ti­on Fils­um 04957–928120
Poli­zei­sta­ti­on Hesel 04950–995570
Poli­zei­sta­ti­on Jem­gum 04958–910420
Poli­zei­sta­ti­on Moorm­er­land 04954–955450
Poli­zei­sta­ti­on Ost­rhau­der­fehn 04952–829680
Poli­zei­sta­ti­on Rhau­der­fehn 04952–9230
Poli­zei­sta­ti­on Uple­n­gen 04956–927450
Poli­zei­sta­ti­on Wee­ner 04951–914820
Poli­zei­sta­ti­on Wes­t­ov­er­le­din­gen 04955–937920

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Redak­ti­on: Lese­r­ECHO Emden
Quel­le: Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden (ots)

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