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Whisky oder Whiskey? Ein Streifzug durch die Welt des „flüssigen Goldes“
Emden. Ob rauchig-torfig von einer stürmischen schottischen Insel, mild-süß aus den Weiten der USA oder präzise ausbalanciert aus Japan – Whisky ist weit mehr als nur eine Spirituose. Es ist ein Handwerk, eine Wissenschaft und für viele eine echte Leidenschaft. Doch worauf kommt es beim Genuss eigentlich an, und warum schreiben die einen es mit „e“ und die anderen ohne? Wir haben die wichtigsten Fakten für alle Einsteiger und Kenner zusammengetragen.
Zuerst klären wir das wohl am häufigsten diskutierte Detail: die Schreibweise. Ob Whisky oder Whiskey, ist kein Qualitätsmerkmal, sondern eine reine Herkunftsbezeichnung. Als Faustregel gilt: Länder mit einem „e“ im Namen schreiben auch ihren Whiskey meist mit „e“ (IrEland, UnitEd States). Schottland, Japan, Kanada und auch Deutschland verzichten hingegen traditionell auf den zusätzlichen Vokal.
Eine Weltreise im Glas
Jede Nation verleiht ihrem Destillat einen ganz eigenen Charakter. Schottland gilt als die unangefochtene Whisky-Nation. Von den kräftig-würzigen Highlands bis hin zu den extrem rauchigen und salzigen Tropfen der Insel Islay bietet der Scotch für jeden Gaumen das Richtige. Irland hingegen setzt oft auf eine dreifache Destillation, wodurch Irish Whiskeysals besonders weich und mild gelten – ideal für Einsteiger.
In den USA dominiert der Bourbon, der zu mindestens 51 % aus Mais bestehen muss. Die Reifung in frischen, ausgekohlten Eichenfässern verleiht ihm typische Vanille- und Karamellnoten. Japan wiederum hat sich stark von der schottischen Tradition beeinflussen lassen und steht heute für extreme Präzision und eine feine Ausgewogenheit der Aromen.
Was macht einen guten Tropfen aus?
Vier Faktoren entscheiden über den Geschmack: die Rohstoffe wie Gerste, Mais oder Roggen, die Qualität des Wassers, die Art der Destillation und – am wichtigsten – die Reifung. Bis zu 70 % des Aromas stammen aus dem Fass. Ob ein Whisky zuvor in Ex-Bourbon-Fässern (Vanille, Kokos) oder in Ex-Sherry-Fässern (Trockenfrüchte, Schokolade) lagern durfte, prägt sein Profil entscheidend. Ein spannendes Detail am Rande: Pro Jahr verdunsten etwa 2 % des Inhalts durch das Holz – der sogenannte „Angel’s Share“ (Schluck für die Engel).
Wer Whisky wirklich verstehen will, sollte auf den klassischen Tumbler verzichten und zu einem tulpenförmigen Nosing-Glas greifen, da es die Aromen bündelt. Experten raten dazu, erst die Farbe zu prüfen, dann vorsichtig zu riechen (Nosing) und schließlich einen kleinen Schluck im Mund zu verteilen. Ein paar Tropfen Wasser können helfen, verschlossene Aromen zu öffnen, während Eis die Nuancen oft zu stark abkühlt.
Experten-Tipp: Genusswelt Klus in Emden
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Redaktion: LeserECHO Emden