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„Hit the Trog“: Emden wird zur dauerhaften Open‑Air‑Galerie
Drei Tage lang machte „Hit the Trog“ die Emder Trogstrecke zum Schauplatz internationaler Street‑Art: Vom 14. bis 16. August 2026 verwandelten rund 80 Künstlerinnen und Künstler Betonwände auf etwa 2.100 Quadratmetern in eine großflächige, dauerhaft sichtbare Open‑Air‑Galerie. Das Festival verband Live‑Malen, Kulturprogramm und Debatte über Kunst im öffentlichen Raum und hinterlässt der Stadt ein neues, farbenprächtiges Gesicht.
Aus Beton wird Kunst: Das Festival und seine Wirkung

Die normalerweise grauen Wände entlang der Trogstrecke nahe der Straße „Zur alten Brikettfabrik“ wurden an diesem August‑Wochenende zu weitläufigen Leinwänden: Schriftzüge, großformatige Figuren und fantasievolle Kompositionen entstanden in mehreren Schichten direkt vor den Augen des Publikums. Besucherinnen und Besucher konnten den Arbeitsprozess von der Skizze bis zur finalen Farbschicht verfolgen und so live erleben, wie urbane Kunst entsteht. Dadurch wurde das Festival nicht nur zum Ziel für Graffiti‑Fans, sondern auch zu einem öffentlichen Ereignis für Familien, Nachbarinnen und Nachbarn sowie Touristinnen und Touristen.
Internationales Line‑up und vielfältiges Begleitprogramm

Rund 80 Artists aus Deutschland und weiteren europäischen Ländern — nach Medienberichten auch aus den USA — brachten unterschiedliche Stilrichtungen, Techniken und Themen nach Emden. Begleitend zum Live‑Malen sorgten DJs, Livemusik, Foodtrucks und Aktionen für Kinder und Familien für Festivalatmosphäre. Der freie Zugang machte „Hit the Trog“ zu einem niedrigschwelligen Kulturangebot: Schlendern, schauen, ins Gespräch kommen und sich inspirieren lassen waren ausdrücklich erwünscht.
Dauerhafte Gestaltung statt temporärem Spektakel
Anders als viele kurzlebige Street‑Art‑Events zielte „Hit the Trog“ auf Nachhaltigkeit: Die entstandenen Arbeiten bleiben dauerhaft sichtbar und prägen künftig das Stadtbild der Trogstrecke. So wird aus einem Bauabschnitt ein langfristiger kultureller Ort, der Emden um einen öffentlichen Kunststandort reichert. Die Projektidee verknüpft Kunst, Teilhabe und Stadtentwicklung, indem ehemals unscheinbare Infrastruktur zu einem kulturellen Anziehungspunkt wird.
Begeisterung und Kritik: Reaktionen aus der Stadtgesellschaft
Die Resonanz in den sozialen Medien und vor Ort war breit: Viele Besucherinnen und Besucher lobten die Qualität und Farbenpracht der Arbeiten und wünschten sich ähnliche Projekte an weiteren Orten Emdens. Besonders betont wurde die Möglichkeit, Künstlerinnen und Künstler direkt anzusprechen und Entstehungsprozesse mitzuerleben. Gleichzeitig äußerten manche Stimmen Kritik: Einige hätten sich lokalere Motive gewünscht oder hinterfragten grundsätzlich die Notwendigkeit einer flächendeckenden Gestaltung der Trogwände. Diese unterschiedlichen Reaktionen zeigen, wie persönlich und kontrovers Wahrnehmungen öffentlicher Kunst sein können.
Die Debatte um ein “politisches” Motiv

Während des Festivals entzündete sich an einem Werk eine intensive Diskussion: Ein großflächiges Motiv zeigte unter anderem das Peterke‑Denkmal sowie Abbildungen von Unternehmenslogos wie Thyssen und VW. Da im Vorfeld vereinbart worden sein soll, dass das Festival keine politischen oder parteipolitischen Botschaften transportieren solle, wurde das betreffende Bild lt. Veranstalter nach Rücksprache mit den beteiligten Künstlern übermalt bzw. verändert. Kultur‑Events Emden erklärte, die Maßnahme diene der Einhaltung der gemeinsamen Regeln — nicht als generelles Plädoyer gegen politische Kunst. Die sichtbaren schwarzen Übermalungen erinnern nun an diese Debatte und sind Teil der Festival‑Erinnerung. Stellungnahmen der direkt beteiligten Künstlerinnen und Künstler lagen unserer Redaktion zuletzt nicht vor.

Kunst im öffentlichen Raum: Chancen und Fragen
„Hit the Trog“ hat gezeigt, dass Street‑Art Städte sichtbar verändern kann — nicht nur ästhetisch, sondern auch sozial und kulturell. Das Festival schuf Begegnungsräume, förderte den Austausch zwischen internationalen Kreativen und lokalen Besucherinnen und Besuchern und regte Diskussionen über Themen wie Themenwahl, Lokalkolorit und Grenzen künstlerischer Freiheit an. Zentral bleibt die Frage, wie öffentliche Beteiligung, Qualitätssicherung und thematische Ausrichtung künftig miteinander verknüpft werden sollen, damit solche Formate möglichst breit tragen.
LeserECHO‑Emden‑Gewinnspiel

LeserECHO Emden beteiligt sich an der Erinnerung: Wir verlosen ein Plakat von „Hit the Trog“, handsigniert von 25 Künstlerinnen und Künstlern. Informationen zur Teilnahme finden Sie auf hier.
Unsere Eindrücke:
Eindrücke vom Festival haben wir zudem in einem Video zusammengestellt — hier geht’s zum Clip:
Faktenbox: „Hit the Trog“ im Überblick
- Veranstaltung: Internationales Graffiti‑ und Street‑Art‑Festival „Hit the Trog“
- Zeitraum: 14. – 16. August 2026
- Ort: Trogstrecke (nahe Straße „Zur alten Brikettfabrik“), Emden
- Gestaltete Fläche: rund 2.100 m²
- Beteiligte Künstlerinnen und Künstler: etwa 80 aus Deutschland, Europa und (medienberichten zufolge) den USA
- Rahmenprogramm: Live‑Malen, DJs, Livemusik, Foodtrucks, Kinder‑ und Familienangebote
- Zugang: frei, öffentlich zugänglich
- Besonderheit: Dauerhafte Gestaltung der Betonwände; Diskussion und Übermalung eines politisch konnotierten Motivs
Fazit: Ein dauerhaftes Zeichen für urbane Kultur in Emden
„Hit the Trog“ hat der Trogstrecke ein neues, dauerhaft sichtbares Gesicht gegeben und Emden kurzfristig wie langfristig um einen Kulturort bereichert. Das Festival vereinte internationale künstlerische Positionen und bot Raum für Begegnung und Debatte. Ob als Schaufenster für Street‑Art, als Impulsgeber für weitere Projekte oder als Ausgangspunkt für eine verstärkte Diskussion über städtische Gestaltung — „Hit the Trog“ hat in jedem Fall Spuren hinterlassen.
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Redaktion: LeserECHO Emden
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Herbstferien in Emden: Ausflugstipps für freie Tage – bei Sonne und Regen
Die Herbstferien haben begonnen – und für erlebnisreiche Ferientage muss es keineswegs immer die weite Reise sein. Auch direkt vor der Haustür in Emden gibt es zahlreiche Möglichkeiten, gemeinsam Zeit zu verbringen, Neues zu entdecken und den freien Tagen eine besondere Note zu geben: von der entspannten Grachtenfahrt über Badespaß in der Friesentherme bis hin zum Bummel über den Wochenmarkt.
Emden vom Wasser aus entdecken
Wer die Seehafenstadt aus einer ganz anderen Perspektive erleben möchte, sollte die Ferien für eine Grachtenfahrt durch das weit verzweigte Emder Kanalnetz nutzen. Die Ausflugsfahrten auf dem Wasser werden noch bis Ende Oktober angeboten und bieten gerade an goldenen Herbsttagen mit bunt gefärbtem Baumbestand am Ufer ein lohnendes Erlebnis. Nicht nur für auswärtige Besucher, sondern auch für Einheimische lohnt sich dieser Perspektivwechsel: Statt vertraute Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad abzufahren, gleitet man entspannt mit dem Boot durch die Wasserstraßen und sieht bekannte Winkel mit neuen Augen.
Bewegung und Wasserspaß an Schietwettertagen
Sollte das typisch ostfriesische Herbstwetter einmal nicht mitspielen und dunkle Regenwolken über die Küste ziehen, müssen die Ferientage nicht auf dem heimischen Sofa verstreichen. Im örtlichen Freizeitcenter finden Kinder und Jugendliche verschiedene Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten, um sich auch bei anhaltendem Schmuddelwetter ordentlich auszupowern und gemeinsam Spaß zu haben.
Eine weitere wetterfeste Adresse ist die Friesentherme Emden am Theaterplatz. Ob Bahnen ziehen zur sportlichen Betätigung, vergnügtes Planschen im Erlebnisbecken oder wohltuende Entspannung im warmen Wasser: Ein Besuch im Schwimmbad lässt sich unkompliziert in den Ferienplan integrieren und sorgt verlässlich für gute Laune, wenn es draußen stürmt und regnet.
Die eigene Stadt mit neuem Blick erkunden
Wann habt ihr eigentlich zuletzt an einer klassischen Stadtführung durch Emden teilgenommen? Die unterrichtsfreie Zeit bietet den perfekten Anlass, sich ganz bewusst Zeit für die Geschichte und Besonderheiten der eigenen Heimatstadt zu nehmen. Bei einem geführten Rundgang erfahren nicht nur Feriengäste, sondern auch langjährige Emderinnen und Emder spannende Hintergründe zu historischen Bauwerken, alten Wallanlagen und maritimen Geheimnissen.
Ebenso lässt sich ein freier Vormittag wunderbar für einen ausgedehnten Besuch auf dem Emder Wochenmarkt nutzen. Ohne den üblichen Zeitdruck des Schul- und Arbeitsalltags bleibt reichlich Muße, zwischen den Marktständen zu flanieren, frische regionale Spezialitäten zu probieren und den Einkauf mit einem gemütlichen Spaziergang durch die Fußgängerzone oder rund um das Ratsdelft zu verbinden.
Erholung im kleinen Rahmen genießen
Ein gelungener Ferientag verlangt nicht zwingend einen vollgepackten Terminkalender oder stundenlange Vorbereitungen. Oft reicht schon eine kleine gemeinsame Unternehmung – sei es eine Runde auf dem Grachtenboot, ein Vormittag im Schwimmbecken oder ein spontaner Abstecher ins Eiscafé nach dem Marktbesuch –, um dem Alltag zu entfliehen und schöne Erinnerungen zu schaffen.
Vor dem Aufbruch empfiehlt sich ein kurzer Blick auf die jeweiligen Internetseiten der Einrichtungen, um aktuelle Öffnungszeiten, genaue Abfahrtszeiten der Rundfahrten sowie eventuelle Ticketreservierungen abzugleichen. Zusätzliche Inspirationen und tagesaktuelle Termine hält zudem der offizielle Veranstaltungskalender von Emden Touristik bereit.
— Redaktion: LeserECHO Emden
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Blutspende und Stammzelltypisierung im DollartCenter: Mitmachen und Leben retten
Foto: DOC Emden
Am Freitag, den 9. Oktober 2026, macht der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes Station im DollartCenter (DOC) in Emden. Von 13:00 bis 18:00 Uhr können Besucherinnen und Besucher vor Ort Blut spenden und sich parallel beim Verein Leukin e. V. als potenzielle Stammzellspender registrieren lassen. Als Dankeschön erhalten alle Blutspendenden einen kostenfreien Imbiss und ein Getränk.
Lebenswichtige Hilfe für Patientinnen und Patienten
Spenderblut wird in den Kliniken Tag für Tag dringend benötigt – sei es bei unvorhergesehenen Notfalleinsätzen, planmäßigen Operationen oder im Rahmen langfristiger Therapien schwerer Erkrankungen. Da Blutpräparate nur begrenzt haltbar sind und künstlich nicht hergestellt werden können, sichern regelmäßige Spenden die kontinuierliche Versorgung der Krankenhäuser im gesamten Nordwesten. Der DRK-Blutspendedienst NSTOB baut seine mobile Spendenstation direkt in den wetterunabhängigen Passagen des Einkaufszentrums auf, sodass der Aderlass unkompliziert mit dem Alltagseinkauf verbunden werden kann. Wer gesund ist und die medizinischen Voraussetzungen erfüllt, kann mit vergleichsweise geringem Zeitaufwand einen entscheidenden Beitrag leisten.
Typisierung gegen Blutkrebs: In wenigen Minuten zum Lebensretter
Neben der klassischen Blutspende bietet der Aktionstag eine weitere wichtige Möglichkeit, sich für schwerkranke Menschen einzusetzen: Der Verein Leukin – Verein zur Hilfe leukämiekranker Kinder e. V. ist mit einem eigenen Informations- und Typisierungsstand im Center vertreten. Über einen einfachen Wangenabstrich können sich Interessierte unkompliziert und schmerzfrei als Stammzellspender in die weltweite Datenbank aufnehmen lassen.
Die Typisierung nimmt lediglich wenige Minuten in Anspruch, kann jedoch für Menschen mit Leukämie oder anderen bösartigen Erkrankungen des blutbildenden Systems den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten. Viele Betroffene finden eine Heilungschance einzig durch eine exakt passende genetische Stammzellspende.
Stärkung für Spenderinnen und Spender
Die gemeinsame Aktion des Deutschen Roten Kreuzes und des Vereins Leukin findet am Freitag, den 9. Oktober 2026, durchgehend von 13:00 bis 18:00 Uhr im DollartCenter (DOC) an der Thüringer Straße statt. Zur Stärkung nach dem Aderlass stellt das DRK für alle Spenderinnen und Spender einen kostenlosen Imbiss sowie erfrischende Getränke bereit. Auch wer Fragen zum Ablauf einer Stammzellspende hat oder sich vorerst unverbindlich beraten lassen möchte, ist am Stand von Leukin willkommen.
Termin auf einen Blick
- Veranstaltung: Blutspendeaktion und Stammzelltypisierung
- Organisation: DRK-Blutspendedienst NSTOB und Leukin e. V.
- Datum: Freitag, 9. Oktober 2026
- Uhrzeit: 13:00 bis 18:00 Uhr
- Veranstaltungsort: DollartCenter (DOC), Thüringer Straße 9, 26723 Emden
- Verpflegung: Kostenfreies Essen und Getränk für alle Blutspendenden
— Redaktion: LeserECHO Emden



