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Unternehmensinsolvenzen in Deutschland: Ein wachsendes Warnsignal — der Weg ist riskant
Die Unternehmensinsolvenzen steigen weiter: 24.064 beantragte Fälle 2025 zeigen eine beschleunigte Entwicklung, die Beschäftigte, Zulieferer und ganze Branchen vor ernste Risiken stellt. Jetzt ist Handeln gefragt, um Kaskadeneffekte zu verhindern.
Lage in Zahlen: Höchststand seit 2014
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes meldeten die deutschen Amtsgerichte im Jahr 2025 insgesamt 24.064 beantragte Unternehmensinsolvenzen — ein Anstieg von 10,3 % gegenüber 2024. Über den Zeitraum 2022–2025 stieg die Zahl der registrierten Insolvenzen um rund 64,9 %. Diese Dynamik markiert den höchsten Stand seit 2014 und deutet auf anhaltenden Stress in vielen Wirtschaftsbereichen hin.
Beschleunigung statt Abschwächung: Warum die Entwicklung alarmiert
Besorgniserregend ist nicht nur die absolute Zahl, sondern vor allem die Beschleunigung. Nach Jahren, in denen staatliche Hilfen und Sonderregelungen Insolvenzen gedämpft hatten, wirken nun mehrere Belastungsfaktoren zusammen: das Auslaufen von Unterstützungsmaßnahmen, höhere Zinsen, steigende Energiepreise und strukturelle Anpassungszwänge in zahlreichen Branchen. Diese Kombination erhöht das Risiko schneller, weitreichender Kaskadeneffekte.
Branchen besonders gefährdet
Die Insolvenzhäufigkeit unterscheidet sich stark zwischen den Sektoren. Bezogen auf jeweils 10.000 Unternehmen lagen die Raten 2025 besonders hoch in:
- Verkehr und Lagerei: 133 Fälle
- Gastgewerbe: 108 Fälle
- Baugewerbe: 104 Fälle
- Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen: 100 Fälle
Gerade in diesen Bereichen kann der Ausfall einzelner Firmen rasch zu Lieferengpässen, fehlenden Subunternehmerkapazitäten und gestörten Auftragsketten führen.
Mehr Fälle, geringere Forderungssumme — keine Entwarnung
Die gemeldete Forderungssumme der Gläubiger sank 2025 auf etwa 47,9 Milliarden Euro (2024: ca. 58,1 Mrd. Euro). Grund: Es gab vergleichsweise weniger sehr große Insolvenzen. Das geringere Volumen darf jedoch nicht beruhigen — die wachsende Anzahl betroffener kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) erhöht die Fragilität des Systems, da diese Betriebe meist geringere finanzielle Puffer besitzen.
Was die Statistik nicht abbildet — und warum das gefährlich ist
Offizielle Zahlen erfassen Insolvenzanträge zu bestimmten Zeitpunkten; stille Betriebsaufgaben bleiben unberücksichtigt. Viele Unternehmen nutzen Fristverlängerungen, Nachverhandlungen oder Liquiditätsmaßnahmen, um Probleme hinauszuschieben. Solche Verzögerungen können zu plötzlichen Anstiegen führen, wenn Puffer aufgebraucht sind — ein Risiko, das die Lage zusätzlich verschärft.
Handlungsbedarf: Was jetzt wichtig ist
Die Zahlen sind ein klares Warnsignal. Entscheidend ist ein schnelles, koordiniertes Handeln:
- Frühzeitige Restrukturierungsberatung und Insolvenzprävention für gefährdete Unternehmen stärken.
- Gezielte Liquiditätshilfen oder Überbrückungsinstrumente für kritische Zulieferer und KMU prüfen.
- Branchenfokussierte Maßnahmen für besonders betroffene Sektoren (Gastgewerbe, Bau, Verkehr) entwickeln.
- Kreditgeber dazu befähigen, Risiken früher zu erkennen und konstruktiv zu begleiten.
- Lieferketten überwachen und durch Diversifizierung sowie Vorratspolitik Engpässe mindern.
Ohne solche Maßnahmen droht aus vielen kleinen, zunächst überschaubaren Fällen langfristig eine größere, schwerer kontrollierbare Krise zu entstehen.
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Redaktion: LeserECHO Emden
Quellen: Statistisches Bundesamt (Destatis), Insolvenzen nach Jahren; Pressemitteilung „Unternehmensinsolvenzen 2025“ (13. März 2026)
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25. Gedenktag der Anschläge vom 11. September: Gedenken an drei zentralen Orten in den USA
Am 11. September 2026 jährt sich der Tag der Terroranschläge in den Vereinigten Staaten zum 25. Mal. An den drei zentralen Gedenkorten in New York, am Pentagon und am Absturzort von Flug 93 in Pennsylvania finden offizielle Zeremonien statt, bei denen die fast 3.000 Opfer der Anschläge im Mittelpunkt stehen.
Die Ereignisse des 11. September 2001
Am 11. September 2001 entführten Terroristen vier Passagierflugzeuge. Zwei Maschinen wurden in die Türme des World Trade Centers in New York gelenkt, eine traf das Pentagon in Arlington im Bundesstaat Virginia. Das vierte Flugzeug stürzte nahe Shanksville in Pennsylvania ab, nachdem Passagiere und Besatzung versucht hatten, die Kontrolle zurückzugewinnen.
Die Gedenkveranstaltungen 25 Jahre später erinnern nicht nur an die Opfer, sondern auch an die langfristigen Folgen der Anschläge, die Arbeit der Einsatzkräfte und die gesundheitlichen Belastungen vieler Überlebender und Helfer.
Gedenken am World Trade Center in New York
Im Zentrum von New York fand die zentrale Gedenkveranstaltung am 9/11 Memorial am Ground Zero statt. Angehörige der Opfer lasen die Namen der Menschen vor, die bei den Anschlägen ums Leben kamen. In das Gedenken einbezogen wurden auch die Opfer des Bombenanschlags auf das World Trade Center aus dem Jahr 1993.
Mehrere Schweigeminuten markierten die wichtigsten Zeitpunkte des damaligen Geschehens. Dazu gehörten die Einschläge der Flugzeuge, der Einsturz der Türme, der Angriff auf das Pentagon und der Absturz von Flug 93. Eine zusätzliche Schweigeminute erinnerte an Menschen, die in den Jahren danach an den Folgen ihres Einsatzes starben.
Die Veranstaltung auf dem Memorial Plaza war vor allem den Angehörigen vorbehalten und wurde online übertragen. Das 9/11 Memorial Museum blieb am Vormittag für die Öffentlichkeit geschlossen.
„Tribute in Light“ als sichtbares Zeichen
Zu den bekanntesten Elementen des Gedenkens in New York gehört die Lichtinstallation „Tribute in Light“. Zwei starke Lichtstrahlen werden senkrecht in den Nachthimmel gerichtet und erinnern an die beiden zerstörten Türme des World Trade Centers.
Die Installation sollte am Abend des 11. September bis zum Morgen des folgenden Tages leuchten, sofern die Wetterbedingungen dies zulassen. Für den Jahrestag wurden zudem Straßensperrungen und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen im Bereich von Lower Manhattan angekündigt.
Zeremonie am Pentagon
Auch am Pentagon in Arlington wurde eine Gedenkveranstaltung abgehalten. Bei dem Angriff auf das US-Verteidigungsministerium kamen 184 Menschen ums Leben. Die Zeremonie fand am National 9/11 Pentagon Memorial statt.
Angehörige der Streitkräfte lasen die Namen der Opfer vor, es folgte eine Kranzniederlegung. An der Veranstaltung nahm auch US-Präsident Donald Trump teil. Das Pentagon Memorial erinnert mit einzelnen Gedenkeinheiten an jede Person, die bei dem Anschlag ums Leben kam.
Gedenken am Flight 93 National Memorial
Am Flight 93 National Memorial nahe Shanksville in Pennsylvania stand die Besatzung und die Gruppe der Passagiere im Mittelpunkt, die sich gegen die Entführer zur Wehr gesetzt hatte. Alle 40 Passagiere und Besatzungsmitglieder kamen bei dem Absturz ums Leben.
Der National Park Service plante ein morgendliches Gedenken an der Wall of Names und auf dem Memorial Plaza. Zum Programm gehörten die Verlesung der Namen, musikalische Beiträge, das Läuten von Gedenkglocken und Kranzniederlegungen. Am Nachmittag folgte eine weitere Veranstaltung mit Redebeiträgen, unter anderem vom Gouverneur von Pennsylvania, Josh Shapiro.
Weitere Gedenkveranstaltungen in den USA
Neben den drei zentralen Orten fanden in zahlreichen US-Städten eigene Veranstaltungen statt. Dazu gehörten Gedenkgottesdienste, Kranzniederlegungen, Glockenzeremonien und öffentliche Schweigeminuten. Feuerwehren, Polizei und Rettungsdienste beteiligten sich vielerorts mit eigenen Beiträgen.
In einigen Städten wurden sogenannte Stair Climbs durchgeführt, bei denen Teilnehmende Treppen hinaufstiegen, um an die Rettungskräfte zu erinnern, die 2001 in die Türme liefen. Ergänzt wurden die Programme durch Ausstellungen, Konzerte und Hilfsaktionen unter dem Motto „Honor Through Action“.
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Redaktion: LeserECHO Emden
Quellen:
- National September 11 Memorial & Museum – Veranstaltungen zum 25. Jahrestag
- National September 11 Memorial & Museum – Informationen zum 25. Jahrestag
- National Park Service – Programm am Flight 93 National Memorial
- PBS NewsHour – Übersicht über die Gedenkveranstaltungen
- Gothamist – Veranstaltungen, Straßensperrungen und Zeremonien in New York
- Washingtonian – Gedenkveranstaltungen im Raum Washington
- San Antonio News 4 – Lokale Gedenkveranstaltungen und Treppenlauf
- Tallahassee Democrat – Veranstaltungen zum 25. Jahrestag
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Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Vorläufiges Ergebnis nach Wahl am 6. September
Die Bürgerinnen und Bürger in Sachsen-Anhalt haben am Sonntag, 6. September 2026, einen neuen Landtag gewählt. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis lag die Wahlbeteiligung bei rund 77,8 Prozent. Die AfD wurde demnach stärkste Kraft, während CDU, SPD, Grüne, Linke und das Bündnis Sahra Wagenknecht ebenfalls den Einzug in den Landtag schaffen.
Mit der Landtagswahl wird festgelegt, wie sich das Landesparlament in den kommenden Jahren zusammensetzt. Der Landtag von Sachsen-Anhalt beschließt Landesgesetze, entscheidet über den Haushalt des Bundeslandes und wählt außerdem die Ministerpräsidentin oder den Ministerpräsidenten.
Die Wahlbeteiligung lag nach den vorläufigen Zahlen bei etwa 77,8 Prozent. Damit beteiligten sich deutlich mehr Wahlberechtigte an der Abstimmung als bei der vorherigen Landtagswahl im Jahr 2021.
Zwei Stimmen entscheiden über Wahlkreis und Sitzverteilung
Bei einer Landtagswahl haben Wählerinnen und Wähler zwei Stimmen. Mit der Erststimme wird jeweils eine Kandidatin oder ein Kandidat im eigenen Wahlkreis gewählt. Die Zweitstimme ist grundsätzlich entscheidend für die Verteilung der Sitze auf die Parteien im Landtag.
Nach dem vorläufigen Gesamtergebnis der Zweitstimmen entfielen auf die AfD 43,8 Prozent. Die CDU erreichte 17,2 Prozent, die SPD kam auf 9,3 Prozent. Die Grünen erzielten 8,9 Prozent, die Linke 8,6 Prozent und das Bündnis Sahra Wagenknecht 5,3 Prozent. Die FDP lag mit 2,6 Prozent unter der Fünf-Prozent-Hürde.
Damit zieht die FDP nach dem vorläufigen Ergebnis nicht in den neuen Landtag ein. AfD, CDU, SPD, Grüne, Linke und BSW haben die Fünf-Prozent-Hürde hingegen überwunden und werden im Parlament vertreten sein.
83 Abgeordnete im neuen Landtag
Der neue Landtag von Sachsen-Anhalt umfasst nach dem vorläufigen Ergebnis insgesamt 83 Abgeordnete. Die Sitzverteilung stellt sich wie folgt dar: Die AfD kommt auf 39 Sitze, die CDU auf 15 Mandate. SPD, Grüne und Linke erhalten jeweils acht Sitze. Das BSW zieht mit fünf Abgeordneten in den Landtag ein.
Für eine absolute Mehrheit wären bei insgesamt 83 Sitzen mindestens 42 Mandate erforderlich. Keine Partei erreicht diese Zahl nach dem vorläufigen Ergebnis allein. Damit beginnt nun die Phase, in der mögliche Konstellationen für eine Regierungsbildung ausgelotet werden.
AfD gewinnt 38 von 41 Direktmandaten
Neben den Zweitstimmen spielten die Direktmandate in den Wahlkreisen eine wichtige Rolle. Von insgesamt 41 Wahlkreisen gewann die AfD nach den vorläufigen Angaben 38 Direktmandate. Die drei übrigen Direktmandate gingen an Kandidatinnen oder Kandidaten der Linken in Magdeburg und Halle.
Die Direktmandate spiegeln die Ergebnisse der Erststimmen in den jeweiligen Wahlkreisen wider. Die endgültige Zusammensetzung des Landtags ergibt sich jedoch aus dem Zusammenspiel von Direktmandaten und dem landesweiten Zweitstimmenergebnis.
Gespräche zur Regierungsbildung beginnen
Mit der Bekanntgabe des vorläufigen Ergebnisses beginnt nun die politische Phase der Regierungsbildung. Die Parteien, die künftig im Landtag vertreten sind, werden in den kommenden Wochen entscheiden, ob und in welcher Konstellation sie Gespräche über eine Zusammenarbeit aufnehmen.
Anschließend wird sich der neue Landtag konstituieren und eine Landesregierung wählen. Die genannten Werte beruhen auf dem vorläufigen amtlichen Endergebnis. Die endgültige Feststellung erfolgt nach der Prüfung durch den zuständigen Landeswahlausschuss.
Quellen:
- Landeswahlleiterin Sachsen-Anhalt – Wahlergebnisse und Downloads zur Landtagswahl 2026
- tagesschau.de – Bericht zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
- DIE ZEIT – Ergebnisse und Wahlkreise der Landtagswahl Sachsen-Anhalt
— Redaktion: LeserECHO Emden




