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“LÜTTJE GALLMARKT” — Rede der Bür­ger­meis­te­rin Bea­trix Kuhl

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Rede der Bür­ger­meis­te­rin Bea­trix Kuhl zur Dis­kus­si­on um den “Lütt­je Gall­markt” aus der Sit­zung des Feu­er­wehr- und Markt­aus­schus­ses am 30.09.2020

Und daher mei­ne Fra­ge und mein Appell an Sie alle heu­te: Wie kön­nen Sie heu­te den Frei­zeit­park in sei­nen engen Begren­zun­gen zur Dis­kus­si­on stel­len und glau­ben, dass wir dann als Ver­wal­tung den Weih­nachts­markt und ande­re Ver­an­stal­tun­gen genehmigen??

Die­ses wer­den wir nicht tun – die­se Ver­ant­wor­tung wer­den wir nicht über­neh­men. Im Rah­men des Gleich­heits­grund­sat­zes sind nach dem Gesetz alle gleich zu behan­deln. Mit dem Beschluss gegen den Frei­zeit­park gibt Rot/Grün die Rich­tung vor.

Ich mache mir Sor­gen. Ich mache mir Sor­gen, weil mei­ne Toch­ter in einer WG lebt, in Qua­ran­tä­ne – dort blei­ben muss! — zusam­men mit zwei posi­tiv getes­te­ten Mit­be­woh­nern. Ich ken­ne auch Bil­der von jun­gen Men­schen, die schwer erkrankt sind.

Ich mache mir Sor­gen um mei­ne Mit­ar­bei­te­rin­nen, die im Span­nungs­feld arbei­ten zwi­schen Kon­tak­ten mit Bür­ge­rin­nen und ihrer eige­nen Angst, sich mit Coro­na zu infi­zie­ren, nicht nur für sich sel­ber, son­dern für Part­ner, Eltern, Freun­de, die sie anste­cken könnten.

Ich mache mir Sor­gen um mei­ne Freun­din, die als Ärz­tin jeden Tag in ihrer Pra­xis steht, im Übri­gen von Anfang an, als es noch kei­ne Schutz­aus­rüs­tung gab. Ich mache mir Sor­gen, weil Pati­en­tin­nen dort ein und aus­ge­hen mit ihren Krank­hei­ten und nie­mand weiß, ob und wann Coro­na in die Pra­xis getra­gen wird.

Ich mache mir auch Sor­gen um mich selbst: ganz ehr­lich, ich brau­che die Krank­heit nicht, ich will das Schick­sal nicht herausfordern!

Und trotz aller die­ser Sor­gen, mei­nem Ver­ständ­nis für Fami­lie, Mit­ar­bei­ter, Freun­de haben wir hier in der Ver­wal­tung Ent­schei­dung zu tref­fen, die den Lock­down wei­ter öff­nen, die die Rege­lung von Land und Bund umset­zen. In der Lee­ra­ner Stadt­ver­wal­tung fin­den die Sor­gen der Ein­zel­händ­ler, der Gewer­be­trei­ben­den, der Unter­neh­men, aller Men­schen genau­so Berück­sich­ti­gung wie bei allen ande­ren Ent­schei­dungs­fin­dern, die sich zur­zeit mit Coro­na beschäf­ti­gen müssen.

Mit den Mit­ar­bei­tern zusam­men ent­schei­den wir im Kri­sen­stab, wel­chen Weg durch die Coro­na Zeit wir gemein­sam gehen. Wir müs­sen Ent­schei­dun­gen tref­fen ent­lang der Richt­li­ni­en von Bund, Land und Land­kreis, ent­lang unter­schied­li­chen Bedürf­nis­se von Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern, Bür­ge­rin­nen und Bür­gern, Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer, alles Men­schen deren Gesund­heit und Wohl es zu schüt­zen gilt und es ande­rer­seits dar­um geht, wirt­schaft­li­che Fol­gen abzumildern.

Kei­ne Ent­schei­dung der Bür­ger­meis­te­rin im Übri­gen, kei­ne Ent­schei­dung eines Ein­zel­nen, son­dern Ent­schei­dun­gen nach inten­si­ven Dis­kus­sio­nen des Ver­wal­tungs­kri­sen­stabs. Wobei der Mit­ar­bei­ter, der viel stär­ker dar­auf drängt, noch nicht zu öff­nen, noch nicht die Richt­li­ni­en von Bund und Land umzu­set­zen genau­so ernst genom­men wird, wie der Mit­ar­bei­ter, der mit­teilt, doch stär­ker Öff­nun­gen zu zulassen.

Wir alle in der Ver­wal­tung sind uns bewusst, dass wir eine Pan­de­mie mit vie­len Toten durch­lau­fen. Es macht jedem von uns Magen­schmer­zen Ent­schei­dung ent­lang der Richt­li­ni­en zu tref­fen, des­sen Ergeb­nis und Fol­gen nicht bekannt sind.

Ich bin als Bür­ger­meis­te­rin dank­bar, ver­ant­wor­tungs­be­wuss­te Mit­ar­bei­ter zu haben, die sich im Coro­na-Kri­sen­stab aus­tau­schen und dann gemein­sam ent­schei­den mit Ers­tem Stadt­rat und Bür­ger­meis­te­rin, wel­chen Weg wir gehen wol­len — schwer genug in allen Abwä­gun­gen mit allen Unsi­cher­hei­ten, die blei­ben!!! Schwer genug vor dem Hin­ter­grund der Pan­de­mie Entwicklung.

Ich habe gro­ßes Ver­trau­en in die Mit­ar­bei­ter des Hau­ses.
Ver­trau­en ist hier das Schlüs­sel­wort für mich. Ver­trau­en ist so wichtig.

Ver­trau­en ist etwas, dass uns als Ver­wal­tung von Ihnen nicht ent­ge­gen­ge­bracht wird. Sie als kom­mu­na­le Ver­tre­ter teil­ten mir in der letz­ten Rats­sit­zung mit, dass Sie eini­ge Kom­pe­ten­zen an sich zie­hen wol­len, und Geneh­mi­gun­gen coro­nabe­dingt nicht Geschäft der lau­fen­den Ver­wal­tung sei­en. Eini­ge war­fen mir vor, die Gesund­heit mei­ner Bür­ge­rin­nen und Bür­ger aufs Spiel zu set­zen und dafür ver­ant­wort­lich zu sein, wenn Lee­ra­ner zukünf­tig nicht mehr in den Urlaub fah­ren kön­nen, falls hier ein Hot­spot ent­steht. Gro­ßer öffent­lich­keits­wirk­sa­mer Auf­tritt, der die Bür­ger­meis­te­rin tref­fen soll und trifft.

Und jetzt neh­men Rot und Grün für sich in Anspruch über die Pres­se uns mit­zu­tei­len, den längst gefäll­ten Beschluss, den Lütt­je Gall­markt durch­zu­füh­ren, wie­der aufzuheben.

Mei­ne Fra­ge: Den­ken Sie bei die­ser Vor­ge­hens­wei­se an die Konsequenzen?

Ich rede nicht vom wirt­schaft­li­chen Scha­den für alle Betrof­fe­nen, son­dern ledig­lich über die Art und Wei­se des Tuns. Über die Ost­frie­sen Zei­tung, nicht über Anträ­ge oder Gesprä­che. Ver­wal­tungs­re­ak­ti­on, die Sie auch in der Vor­la­ge fin­den, dass dies für uns Signal­wir­kung haben wird, wird von Ihnen Herr Schach­ner als Kin­der­gar­ten zurückgewiesen!!

Ich bemü­he mich die­se Art der Kom­men­tie­rung nicht zu kom­men­tie­ren, tei­le Ihnen aber unmiss­ver­ständ­lich die Kon­se­quen­zen sei­tens der Ver­wal­tung mit:

Die­se Ent­schei­dung heu­te hat für uns Signal­wir­kung!
Sie wol­len nur über den Lütt­je Gall­markt reden? War­um? Nen­nen Sie mir einen Grund, war­um Sie die­sen her­aus­he­ben! Sie reden davon, Scha­den von der Stadt abzu­wen­den! War­um der Park?

Also: wenn es für Sie Grün­de gibt den Frei­zeit­park zu unter­sa­gen, dann sagen wir in der Ver­wal­tung uns ganz klar: die ande­ren Ver­an­stal­tun­gen wer­den wir dann auch absagen!!!

DENN: die­ser Park ist eine Ver­an­stal­tung, die unter frei­em Himmel/draußen statt­fin­det, mit Ein­gangs- und Aus­gangkon­trol­len, Per­so­nen­be­schrän­kung (7 (!) Qua­drat­me­ter pro Per­son), stren­gen Auf­la­gen für Hygie­ne und Sicher­heit, ohne Alko­hol­an­ge­bo­te – übri­gens einem Antrag der SPD, der mit Mehr­heit der Stim­men ange­nom­men wur­de, kurz mit einem Kon­zept, dass in Papen­burg, Lin­gen, Olden­burg, Bre­men und vie­len Städ­ten mehr ange­bo­ten und mit Erfolg durch­ge­führt wird.

Und geneh­mi­gungs­fä­hig ist!!!

War­um soll­ten wir also Ver­an­stal­tun­gen, die nach glei­chen Regeln beur­teilt wer­den, bei denen die­se stren­gen Vor­keh­run­gen ent­we­der iden­tisch sind oder aber auch schlech­ter! War­um sol­len wir die­se geneh­mi­gen? Sagen Sie uns einen Grund!

Und dazu gehö­ren in die­sem Jahr:

  • Antik­markt am 03.10.20
  • Floh­markt Außen­ge­län­de Ost­fries­land­hal­le im Oktober
  • Floh­märk­te Ost­fries­land­hal­le im Novem­ber und Dezember
  • Madame Floh am 25.10.20 in der Ostfrieslandhalle
  • Klein­tier­schau am 10.+11.10.20 in der der Geflügelzüchterhalle
  • Hob­by & Frei­zeit am 07.+08.11.20
  • Advents­aus­stel­lun­gen im November/Dezember

Glaubt denn einer der hier Anwe­sen­den, dass die Zah­len der Coro­na Infek­tio­nen im Dezem­ber abge­nom­men haben? Ca. 16 Infi­zier­te (Stand 13 Uhr) haben wir jetzt im Land­kreis Leer auf 165.000!!

Was ist denn dann mit dem Weihnachtsmarkt?

Übri­gens, den Weih­nachts­markt hat die Ost­frie­sen­zei­tung ins Spiel gebracht, den hat­ten wir gar nicht erwähnt, weder im Gespräch, noch in der Vor­la­ge, wir haben nur von einer Signal­wir­kung des heu­ti­gen Beschlus­ses geschrieben:

Aber jetzt tei­le ich Ihnen mit: Der Weih­nachts­markt ist nach Ihren Defi­ni­ti­on nicht geneh­mi­gungs­fä­hig. Er fin­det zwar drau­ßen statt, aber beim Weih­nachts­markt in der Fuß­gän­ger­zo­ne kön­nen wir Eines ganz und gar nicht garan­tie­ren: dass genug Abstand für die Besu­che­rin­nen vor­han­den ist, das wür­den wir sogar kri­tisch sehen.

Und daher mei­ne Fra­ge und mein Appell an Sie alle heu­te: Wie kön­nen Sie heu­te den Frei­zeit­markt in sei­nen engen Begren­zun­gen zu Dis­kus­si­on stel­len, und glau­ben, dass wir dann als Ver­wal­tung den Weih­nachts­markt und ande­re Ver­an­stal­tun­gen genehmigen???

Die­ses wer­den wir nicht tun — die­se Ver­ant­wor­tung wer­den wir nicht über­neh­men. Im Rah­men des Gleich­heits­grund­sat­zes sind nach dem Gesetzt alle gleich zu behan­deln. Mit dem Beschluss gegen den Frei­zeit­park gibt Rot/Grün die Rich­tung vor!

Und zwar nur auf­grund Ihres Beschlus­ses: Denn Bund und Land machen mit ihren Coro­na Richt­li­ni­en die­se Geneh­mi­gun­gen mög­lich und Sie stel­len sich dabei mit Ihren bis­he­ri­gen Aus­sa­gen gegen die­se Mög­lich­kei­ten.
Ihre Hal­tung ist legi­tim, tun Sie das, aber erwar­ten Sie dann nicht von uns als Ver­wal­tung, dass wir ande­re Ver­an­stal­tun­gen geneh­mi­gen, die die glei­chen Grund­la­gen haben.
Dem setz­ten wir uns nicht mehr aus.

Und jetzt mein Appell an Sie Alle!!!!!! Das habe ich bereits in der Wirt­schafts­aus­schuss­sit­zung getan:

Stär­ken Sie gemein­sam die Ver­wal­tung und gucken Sie mit uns genau hin, und stim­men Sie so ab, dass mit einer Stim­me gespro­chen wer­den kann: Mit ver­ein­zel­ten Ent­hal­tun­gen und evtl. auch ein­zel­ne Gegen­stim­men kön­nen wir leben, aber mit einer gesam­ten Frak­ti­on oder gar zwei Frak­tio­nen, die dage­gen stim­men oder sich geschlos­sen ent­hält und damit ihr Miss­trau­en der Ver­wal­tung gegen­über deut­lich macht, wer­den wir kei­ne Geneh­mi­gun­gen für ande­re Ver­an­stal­tun­gen mehr ertei­len. Und auch wenn Sie sagen das sei Erpres­sung oder Kin­der­gar­ten, muss ich dem klar ent­ge­gen­tre­ten und mache hier ein­mal ganz klar deut­lich, dass ist für mich kla­rer Schutz für die Mit­ar­bei­te­rin­nen der Ver­wal­tung, aber auch mei­ner eige­nen Person!!

Oder über­las­sen Sie es der Ver­wal­tung, die Ent­schei­dun­gen zu tref­fen, wie es der Fall sein könn­te – und glau­ben Sie uns:

Wir machen uns Sor­gen um die Men­schen, um Sie alle und auch um uns!!


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Nur für Senio­ren: Stei­gen­de Haus­prei­se cle­ver nutzen

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Senio­ren, die schon seit Jahr­zehn­ten Wohn­ei­gen­tü­mer sind, kön­nen sich freu­en. Denn seit dem haben die Immo­bi­li­en­prei­se fast über­all in Deutsch­land kräf­tig zuge­legt, zuletzt wie­der seit 2010.
 
Doch wie lan­ge hält der Boom noch an? Und was nützt einem die­ser hüb­sche Wert­zu­wachs, wenn er genau wie das Ver­mö­gen sel­ber fest in der Immo­bi­lie gebun­den ist? „Es gibt eine cle­ve­re Lösung“, sagt Fried­rich Thie­le, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Deut­sche Leib­ren­ten AG. „Mit einer so genann­ten Immo­bi­li­en-Leib­ren­te ist es mög­lich, das Ver­mö­gen flüs­sig zu machen, ohne dass die Senio­ren Haus oder Woh­nung ver­las­sen müs­sen.“ So kön­nen sie vom ein­ge­tre­te­nen Wert­zu­wachs sel­ber noch zu Leb­zei­ten profitieren.
 
Bei einer Immo­bi­li­en-Leib­ren­te wer­den die eige­nen vier Wän­de „ver­ren­tet“, das heißt an ein spe­zia­li­sier­tes Unter­neh­men wie den Markt­füh­rer Deut­sche Leib­ren­ten AG ver­kauft. Im Gegen­zug zahlt einem die Fir­ma aus Frank­furt am Main eine lebens­lan­ge Zusatz-Ren­te, die Monat für Monat zuver­läs­sig mehr Geld ins Porte­mon­naie spült. Ein­ge­stellt wird die Zah­lung erst, wenn der Seni­or ver­stirbt bzw. bei Paa­ren der Län­ger­le­ben­de ver­stor­ben ist. Außer­dem garan­tiert der Käu­fer ein lebens­lan­ges Wohn­recht für alle Leib­ren­ten­be­rech­tig­ten. So kann man bis zum Lebens­en­de in der ver­trau­ten Umge­bung woh­nen bleiben.
 
Zugrun­de gelegt wird beim Ankauf der Immo­bi­lie ihr aktu­el­ler Ver­kehrs­wert. Ver­kauft man an die Deut­sche Leib­ren­ten AG, wird der Ver­kehrs­wert von einem unab­hän­gi­gen Gut­ach­ter wie zum Bei­spiel dem TÜV Süd ermit­telt. „Vom Anstieg der Immo­bi­li­en­prei­se­pro­fi­tie­ren auch unse­re Kun­den, und zwar in Form eines bes­se­ren monat­li­chen Leib­ren­ten-Ange­bots oder einer höhe­ren Ein­mal­zah­lung“, sagt Thie­le. „Immo­bi­li­en­ver­mö­gen macht sich so dop­pelt bezahlt: Lebens­lan­ge Wohn­si­cher­heit in den eige­nen vier Wän­den und die Rea­li­sie­rung von Wert­stei­ge­run­gen in einer güns­ti­gen Markt­pha­se.“ Ein wei­te­rer Vor­teil des Leib­ren­ten-Modells: In der Regel ver­pflich­tet sich der neue Eigen­tü­mer, die ange­kauf­te Immo­bi­li­en instand zu hal­ten und dies­be­züg­li­che Kos­ten zu über­neh­men. Weil der Ver­käu­fer von die­ser Last befreit wird, ver­schafft ihm das zusätz­li­chen finan­zi­el­len Spiel­raum. Und soll­te er spä­ter mal in ein Pfle­ge­heim umzie­hen müs­sen, kann er die Immo­bi­lie ver­mie­ten oder von einem Anbie­ter wie der Deut­sche Leib­ren­ten AG auch ver­mie­ten las­sen. So erzielt er Ein­nah­men zusätz­lich zur Leib­ren­te. Selbst dabei pro­fi­tiert er übri­gens von den gestie­ge­nen Immo­bi­li­en­prei­sen, denn: Auch die Mie­ten sind in den letz­ten Jah­ren kräf­tig nach oben geklettert.
 

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Olaf Lies: „Bau­ge­neh­mi­gun­gen sol­len digi­tal, bequem und von über­all gestellt wer­den können”

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Ände­rung der Nie­der­säch­si­schen Bau­ord­nung — Bau­mi­nis­ter Olaf Lies: „Bau­ge­neh­mi­gun­gen sol­len digi­tal, bequem und von über­all gestellt wer­den können”

Mit einer Ände­rung der Nie­der­säch­si­schen Bau­ord­nung sol­len künf­tig über­all in Nie­der­sach­sen Bau­an­trä­ge von zuhau­se aus elek­tro­nisch gestellt und die Ver­fah­ren elek­tro­nisch abge­wi­ckelt wer­den kön­nen. Die Lan­des­re­gie­rung hat am (heu­ti­gen) Diens­tag dem Ent­wurf eines Geset­zes zur Ände­rung der Nie­der­säch­si­schen Bau­ord­nung und des Nie­der­säch­si­schen Denk­mal­schutz­ge­set­zes zuge­stimmt und beschlos­sen, den Ent­wurf zur Ver­bands­be­tei­li­gung frei­zu­ge­ben und den Land­tag hier­über zu unterrichten.

„Ziel ist es, dass dem­nächst jeder sei­ne Bau­ge­neh­mi­gung bequem, kom­plett digi­tal und von über­all bean­tra­gen kann. Die­se Ände­run­gen in der Nie­der­säch­si­schen Bau­ord­nung sind ein ech­ter Mei­len­stein bei der Digi­ta­li­sie­rung von Ver­wal­tungs­ver­fah­ren”, sag­te Bau­mi­nis­ter Olaf Lies. Und auch das Arbei­ten in den Behör­den wer­de sich ändern und schnel­ler wer­den. „Künf­tig wird das par­al­le­le Abar­bei­ten von Anträ­gen inner­halb der Ämter die Regel wer­den. Das bedeu­tet, dass die Anträ­ge nicht mehr nach­ein­an­der in Rei­he abge­ar­bei­tet wer­den müss­ten. Die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter könn­ten dann zu jedem Zeit­punkt die ein­zel­nen, spe­zi­ell ihren Fach­be­reich betref­fen­den Tei­le einer Bau­ge­neh­mi­gung par­al­lel bear­bei­ten”, erläu­ter­te der Minis­ter. Die­ses lie­ge aller­dings in der Orga­ni­sa­ti­ons­ho­heit der Kom­mu­nen. Mit ent­spre­chen­der Soft­ware könn­ten bei­spiels­wei­se auch die Ver­fah­rens­stän­de von den Bau­her­rin­nen und Bau­her­ren ein­ge­se­hen und die Bau­ge­neh­mi­gun­gen abge­ru­fen wer­den. „Durch die Digi­ta­li­sie­rung der Ver­fah­ren läge hier eine enor­me Chan­ce für spür­bar beschleu­nig­te Bearbeitung.”

Die Nie­der­säch­si­sche Bau­ord­nung sei dann das ers­te Fach­ge­setz in Nie­der­sach­sen, das detail­lier­te Rege­lun­gen für ein elek­tro­ni­sches Antrags­ver­fah­ren vor­se­he. Im Vor­der­grund stün­de, für alle Betei­lig­ten ein rechts­si­che­res und effek­ti­ves Ver­fah­ren zu gewähr­leis­ten. „Bau­ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren kön­nen durch die Digi­ta­li­sie­rung effek­ti­ver, schnel­ler und kos­ten­güns­ti­ger durch­ge­führt wer­den”, ver­wies Lies auf die Vor­tei­le. „Am Ende soll jeder sei­ne Bau­ge­neh­mi­gung am sprich­wört­li­chen Küchen­tisch stel­len können.”

„Die nie­der­säch­si­schen Land­krei­se begrü­ßen die über­fäl­li­ge Digi­ta­li­sie­rung des nie­der­säch­si­schen Bau­rechts. Das ist auch ein wich­ti­ger Schritt zur Beschleu­ni­gung der Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren. Wir erhof­fen uns dadurch zudem einen Schub für die Digi­ta­li­sie­rung der öffent­li­chen Ver­wal­tung ins­ge­samt”, kom­men­tier­te NLT-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Hubert Mey­er die Vor­la­ge des Ent­wurfs durch den Bauminister.

In Nie­der­sach­sen gibt es ins­ge­samt rund 100 Bau­ge­neh­mi­gungs­be­hör­den. Laut Lies sind eini­ge Behör­den bereits sehr weit: „Der Land­kreis Osna­brück, der Hei­de­kreis und der Land­kreis Lüchow-Dan­nen­berg sind hier sicher­lich unter den Vor­rei­tern, ande­re ste­hen in den Start­lö­chern oder haben sich schon auf den Weg gemacht.” Mit den geplan­ten Ände­run­gen wür­de das elek­tro­ni­sche Bau­ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren nicht mehr die Aus­nah­me sein. „Ein wich­ti­ger Punkt: Mit der Novel­le machen wir die digi­ta­le Antrags­stel­lung in Nie­der­sach­sen künf­tig zum Regel­ver­fah­ren. Das wird einen Schub auch bei den Bau­ge­neh­mi­gungs­be­hör­den aus­lö­sen, die viel­leicht noch nicht so weit sind.”

Ange­strebt wird, dass die Ände­run­gen gemein­sam mit der Nie­der­säch­si­schen Bau­vor­la­gen­ver­ord­nung am 1. Janu­ar 2022 in Kraft tre­ten. Über­gangs­re­ge­lun­gen sol­len es Bür­ge­rin­nen und Bür­gern sowie den Kom­mu­nen ermög­li­chen, sich auf das neue Ver­fah­ren ein­zu­stel­len. Mit den geplan­ten Ände­run­gen wür­den auch Vor­ga­ben der Euro­päi­schen Uni­on und des Online­zu­gangs­ge­set­zes umgesetzt.

Zahl­rei­che Ver­bän­de haben nun sechs Wochen lang die Mög­lich­keit, ihre Auf­fas­sung über den Ent­wurf dem Bau­mi­nis­te­ri­um mitzuteilen.


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War­tung: Ems­fäh­re Ditz­um-Pet­kum pau­siert ab 3. März

  Die Ems­fäh­re zwi­schen Ditz­um und Pek­tum wird ab 3. März ihren Fähr­be­trieb wegen der übli­chen jähr­li­chen War­tungs­ar­bei­ten vor­über­ge­hend ein­stel­len....

News

Land kauft 34 neue Züge für den Regio­nal­ver­kehr in Niedersachsen

Althus­mann: Größ­te Inves­ti­ti­on in Nie­der­sach­sens Schie­nen­ver­kehr — 760 Mil­lio­nen Euro für moder­ne Mobi­li­tät und Klimaschutz Nie­der­sach­sen soll ins­ge­samt 34 neue...

News

Siche­re und fai­re Abschluss­prü­fun­gen in der Corona-Pandemie

Mit zwei wei­te­ren Bau­stein aus der „10-Punk­te-Agen­da” sind die Schu­len am heu­ti­gen Don­ners­tag über die Abläu­fe der Abschluss­prü­fun­gen 2021 im...

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Top-Azu­bis kom­men aus Ostfriesland

Lisa­Harms: Ihr Gesel­len­stück fer­tig­te sie für eine fik­ti­ve Umwelt­or­ga­ni­sa­ti­on an. Foto: Scha­de­wald Fotografie Im Leis­tungs­wett­be­werb des Hand­werks rei­hen sich drei...