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Anschlag am Ber­li­ner CSD: Eine Frau stirbt, 16 Men­schen verletzt

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Am Ran­de des Chris­to­pher Street Day (CSD) in Ber­lin ist es am Sams­tag­abend zu einem schwe­ren Angriff gekom­men. Ein Fahr­zeug fuhr im Bereich des Gro­ßen Tier­gar­tens nahe dem Pots­da­mer Platz in eine Men­schen­men­ge. Eine Frau wur­de getö­tet, 16 wei­te­re Men­schen erlit­ten Ver­let­zun­gen. Der CSD wur­de dar­auf­hin abgebrochen.

Der Vor­fall ereig­ne­te sich kurz vor 22 Uhr. Ein wei­ßes Fahr­zeug erfass­te am Ahorn­steig par­al­lel zur Len­né­stra­ße meh­re­re Men­schen. Anschlie­ßend kol­li­dier­te das Auto mit einem Baum. Der Fah­rer ver­ließ das Fahr­zeug und flüch­te­te. Die Poli­zei fahn­det mit einem Groß­auf­ge­bot nach dem Tatverdächtigen.

Unter den Ver­letz­ten befin­den sich meh­re­re Men­schen mit schwe­ren und lebens­be­droh­li­chen Ver­let­zun­gen. Die Betrof­fe­nen wur­den in Kran­ken­häu­ser gebracht. Zahl­rei­che wei­te­re Per­so­nen, die den Angriff mit­er­lebt hat­ten, stan­den unter psy­cho­so­zia­ler Betreuung.

Ermitt­lun­gen wegen Ver­dachts eines Anschlags

Gene­ral­staats­an­walt­schaft und Lan­des­kri­mi­nal­amt Ber­lin ermit­teln wegen des Ver­dachts eines Anschlags. Die Behör­den haben einen 21-jäh­ri­gen Tat­ver­däch­ti­gen iden­ti­fi­ziert und eine Öffent­lich­keits­fahn­dung ein­ge­lei­tet. Der Mann ist poli­zei­be­kannt und wird der isla­mis­ti­schen Sze­ne in Ber­lin zugerechnet.

Ein kon­kre­tes Motiv und der genaue Ablauf der Tat sind wei­ter­hin Gegen­stand der Ermitt­lun­gen. Die Poli­zei prüft der­zeit auch Berich­te über mög­li­che Ver­let­zun­gen durch Stich­werk­zeu­ge. Unklar ist zudem, ob wei­te­re Per­so­nen an der Tat betei­ligt waren.

Die Poli­zei warnt aus­drück­lich davor, den Tat­ver­däch­ti­gen anzu­spre­chen. Hin­wei­se zum Auf­ent­halts­ort oder zur Tat kön­nen unter der Num­mer 110 gege­ben werden.

CSD-Ver­an­stal­tung wur­de abgebrochen

Der Ber­li­ner Chris­to­pher Street Day hat­te zuvor mit Hun­dert­tau­sen­den Men­schen unter dem Mot­to „Hal­tung ist hot“ statt­ge­fun­den. Die Demons­tra­ti­on und die Abschluss­kund­ge­bung am Bran­den­bur­ger Tor stan­den im Zei­chen von Viel­falt und den Rech­ten quee­rer Menschen.

Nach dem Angriff wur­de das Pro­gramm been­det. Besu­che­rin­nen und Besu­cher wur­den auf­ge­for­dert, das Gelän­de ruhig zu ver­las­sen. Die Poli­zei sperr­te den Tat­ort weit­räu­mig ab und sicher­te Spuren.

Reak­tio­nen aus Poli­tik und Gesellschaft

Bun­des­kanz­ler Fried­rich Merz bezeich­ne­te die Tat als „abscheu­lich“. Ber­lins Regie­ren­der Bür­ger­meis­ter Kai Weg­ner sprach von einem Angriff auf die freie und welt­of­fe­ne Gesell­schaft. Auch Ber­lins Innen­se­na­to­rin Iris Spran­ger zeig­te sich erschüt­tert und beton­te, dass die Sicher­heit der Ber­li­ne­rin­nen und Ber­li­ner sowie aller Gäs­te höchs­te Prio­ri­tät habe.

Am Tat­ort im Tier­gar­ten leg­ten Men­schen Blu­men und per­sön­li­che Bot­schaf­ten nie­der. Für den Sonn­tag wur­den meh­re­re Gedenk- und Trau­er­ver­an­stal­tun­gen angekündigt.

Stel­lung­nah­me aus Emden: Ober­bür­ger­meis­ter Tim Kruithoff

Emdens Ober­bür­ger­meis­ter Tim Krui­thoff äußer­te sich auf Face­book zu dem Anschlag:

„Die Nach­rich­ten aus Ber­lin erschüt­tern mich. Mei­ne Gedan­ken sind bei den Opfern, ihren Ange­hö­ri­gen, den Ein­satz­kräf­ten und allen, die Zeu­gin­nen und Zeu­gen die­ser schreck­li­chen Tat wer­den mussten.

Wer Men­schen angreift, weil sie lie­ben, wen sie lie­ben, greift nicht nur Ein­zel­ne an. Er greift die Frei­heit, die Wür­de und die Grund­wer­te unse­res Zusam­men­le­bens an.

In den ver­gan­ge­nen Wochen habe ich mit Sor­ge beob­ach­tet, wie der Ton gegen­über quee­ren Men­schen wie­der rau­er gewor­den ist. Kri­tik an Poli­ti­ke­rin­nen und Poli­ti­kern gehört zu einer Demo­kra­tie. Auch Jens Spahn muss­te sich wegen sei­nes poli­ti­schen Han­delns berech­tig­ter Kri­tik stel­len. Sei­ne sexu­el­le Ori­en­tie­rung darf dabei aber nie­mals zur Ziel­schei­be wer­den. Eben­so wenig dür­fen men­schen­ver­ach­ten­de und homo­pho­be Kom­men­ta­re in sozia­len Netz­wer­ken zur Nor­ma­li­tät werden.

Soll­te sich bestä­ti­gen, dass hin­ter der Tat ein isla­mis­ti­sches Motiv steht, dann müs­sen die Täter und ihr Umfeld mit der gan­zen Här­te unse­res Rechts­staa­tes ver­folgt wer­den. Gleich­zei­tig gilt: Wir dür­fen Extre­mis­mus klar benen­nen, ohne Men­schen auf­grund ihrer Her­kunft oder Reli­gi­on unter Gene­ral­ver­dacht zu stellen.

Deutsch­land hat nicht in ers­ter Linie ein Migra­ti­ons­pro­blem. Deutsch­land hat an vie­len Stel­len erheb­li­che Her­aus­for­de­run­gen bei der Inte­gra­ti­on. Wer dau­er­haft in unse­rem Land leben möch­te, muss unse­re frei­heit­lich-demo­kra­ti­sche Grund­ord­nung akzep­tie­ren. Dazu gehö­ren die Gleich­be­rech­ti­gung von Frau­en und Män­nern, die Reli­gi­ons­frei­heit und selbst­ver­ständ­lich auch das Recht jedes Men­schen, unab­hän­gig von sei­ner sexu­el­len Ori­en­tie­rung frei und sicher zu leben.

Hass darf nie­mals die Ober­hand gewin­nen. Nicht Homo­pho­bie. Nicht Isla­mis­mus. Nicht Anti­se­mi­tis­mus. Nicht Ras­sis­mus. Nicht Men­schen­feind­lich­keit – in wel­cher Form auch immer.

Unse­re Ant­wort muss sein: Hal­tung zei­gen. Zusam­men­ste­hen. Und unse­re Frei­heit ent­schlos­sen verteidigen.“

Die Ermitt­lun­gen dau­ern an. Anga­ben zu Ver­letz­ten, Tat­ab­lauf und Fahn­dung kön­nen sich fort­lau­fend ändern.

Quel­len / Kon­takt / Hin­wei­se:
Die­ser Bei­trag basiert auf aktu­el­len Infor­ma­tio­nen von Tages­schau, taz und Ber­li­ner Mor­gen­post sowie der Face­book-Stel­lung­nah­me von Ober­bür­ger­meis­ter Tim Krui­thoff (Stand: 26. Juli 2026).

—
Redak­ti­on: Lese­r­ECHO Emden

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Eine Stun­de geschenkt: In der Nacht auf Sonn­tag endet die Sommerzeit

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Es ist wie­der so weit: In der Nacht von Sams­tag, 24. Okto­ber, auf Sonn­tag, den 25. Okto­ber 2026, wur­den die Uhren umge­stellt. Die Mit­tel­eu­ro­päi­sche Som­mer­zeit (MESZ) ver­ab­schie­det sich in die Pau­se, und die nor­ma­le Mit­tel­eu­ro­päi­sche Zeit (MEZ) – umgangs­sprach­lich oft als „Win­ter­zeit“ bezeich­net – über­nimmt wie­der das Kom­man­do. Für alle bedeu­tet das an die­sem Wochen­en­de vor allem eine will­kom­me­ne zusätz­li­che Stun­de Schlaf.

Vor oder zurück? Die klas­si­sche Esels­brü­cke für die Zeitumstellung

Jedes hal­be Jahr stellt sich für vie­le Men­schen die­sel­be Fra­ge: Dre­hen wir den Zei­ger nun vor oder zurück?

Die Rege­lung für die Nacht zum 25. Okto­ber ist ein­deu­tig: Um 03:00 Uhr mor­gens wur­den die Uhren um eine Stun­de auf 02:00 Uhr zurück­ge­stellt. Wer sich das Prin­zip mer­ken möch­te, greift am bes­ten zu den bewähr­ten Merkhilfen:

Die Gar­ten­mö­bel-Regel besagt: Im Früh­jahr stellt man die Gar­ten­mö­bel vor die Tür (Zei­ger eine Stun­de vor), im Herbst holt man sie wie­der zurück ins Haus (Zei­ger eine Stun­de zurück). Nach der Ther­mo­me­ter-Regel stei­gen im Früh­ling die Tem­pe­ra­tu­ren ins Plus (+1 Stun­de), wäh­rend sie im Herbst ins Minus fal­len (-1 Stunde).

Wäh­rend Smart­phones, Funk­uh­ren, Smart­wat­ches und moder­ne Com­pu­ter die Umstel­lung dank auto­ma­ti­scher Zeit­ser­ver in der Regel unbe­merkt im Schlaf erle­di­gen, müs­sen ana­lo­ge Wand­uh­ren, Küchen­we­cker, Back­öfen oder die Zeit­an­zei­ge im Auto am Sonn­tag­mor­gen noch tra­di­tio­nell von Hand ange­passt werden.

Mor­gens frü­her hell, abends frü­her dämmrig

Mit dem Wech­sel zur Nor­mal­zeit ver­schiebt sich das Tages­licht spür­bar. Ab Sonn­tag wird es mor­gens rund eine Stun­de frü­her hell, was vie­len Früh­auf­ste­hern und Schul­kin­dern den Start in den Tag erleichtert.

Auf der ande­ren Sei­te setzt die Däm­me­rung am spä­ten Nach­mit­tag deut­lich frü­her ein. Für Fuß­gän­ger, Rad­fah­rer und Auto­fah­rer im Stra­ßen­ver­kehr heißt das: Reflek­to­ren, funk­tio­nie­ren­de Beleuch­tung am Fahr­rad und erhöh­te Auf­merk­sam­keit wer­den in den Abend­stun­den wie­der umso wichtiger.

Klei­ner „Mini-Jet­lag“ für den Biorhythmus

Auch wenn das Zurück­stel­len der Uhr von vie­len als ange­neh­mer emp­fun­den wird als der Ver­lust einer Stun­de im Früh­jahr, bringt der Wech­sel bei eini­gen Men­schen die inne­re Uhr vor­über­ge­hend durch­ein­an­der. Müdig­keit am frü­hen Abend, frü­he­res Auf­wa­chen am Mor­gen oder leich­te Kon­zen­tra­ti­ons­schwie­rig­kei­ten sind in den ers­ten Tagen kei­ne Seltenheit.

Fach­leu­te raten daher, den Sonn­tag für einen aus­gie­bi­gen Spa­zier­gang an der fri­schen Luft zu nut­zen: Das natür­li­che Tages­licht hilft dem Kör­per dabei, die Hor­mon­pro­duk­ti­on anzu­pas­sen und den Bio­rhyth­mus zügig auf den neu­en Takt einzustellen.

Die Zeit­um­stel­lung auf einen Blick

  • Ereig­nis: Wech­sel von der Som­mer­zeit (MESZ) zur Nor­mal­zeit / Win­ter­zeit (MEZ)
  • Zeit­punkt: Nacht von Sams­tag, 24. Okto­ber, auf Sonn­tag, 25. Okto­ber 2026
  • Uhr­zeit-Anpas­sung: Um 03:00 Uhr wur­de die Uhr auf 02:00 Uhr zurück­ge­stellt (eine Stun­de geschenkt)
  • Auto­ma­ti­sche Gerä­te: Smart­phones, Com­pu­ter und Funk­uh­ren stel­len sich selbst­stän­dig um
  • Manu­el­le Anpas­sung nötig: Ana­lo­ge Uhren, Haus­halts­ge­rä­te wie Back­öfen und Mikro­wel­len, Pkw-Borduhren
  • Tipp für den Bio­rhyth­mus: Viel Tages­licht am Sonn­tag tan­ken, um die inne­re Uhr anzupassen

— Redak­ti­on: Lese­r­ECHO Emden

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PHP2Shell: Kri­ti­sche Sicher­heits­lü­cken in PHP – Updates für Web­sei­ten­be­trei­ber ste­hen bereit

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Zwei schwer­wie­gen­de Sicher­heits­lü­cken in der Pro­gram­mier­spra­che PHP set­zen der­zeit Web­sei­ten unter Druck. Unter dem Namen „PHP2Shell“ wer­den Schwach­stel­len zusam­men­ge­fasst, über die Angrei­fer unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen ohne Anmel­dung Schad­code auf einem Web­ser­ver aus­füh­ren oder ver­trau­li­che Daten aus­le­sen kön­nen. Sicher­heits­up­dates sind seit dem 21. Okto­ber 2026 ver­füg­bar. Fach­leu­te raten, die­se unver­züg­lich ein­zu­spie­len. Stand der Recher­che: 22. Okto­ber 2026.

Was hin­ter PHP2Shell steckt

PHP arbei­tet im Hin­ter­grund vie­ler Inter­net­an­ge­bo­te. Ver­brei­te­te Sys­te­me wie Word­Press, Joom­la und Drup­al nut­zen die­se Tech­nik. Die jetzt bekannt gewor­de­nen Schwach­stel­len betref­fen jedoch nicht ein ein­zel­nes Plug­in oder ein bestimm­tes Redak­ti­ons­sys­tem, son­dern die PHP-Lauf­zeit­um­ge­bung selbst.

Die bei­den Lücken tra­gen die Ken­nun­gen CVE-2026–109618 und CVE-2026–109619. Das PHP-Pro­jekt bewer­tet sie mit jeweils 9,2 von zehn Punk­ten auf der Schwe­re­grad­ska­la CVSS 4.0 als kritisch.

Ver­ein­facht gesagt ent­ste­hen die Pro­ble­me beim Umgang mit Spei­cher und bei schwer­wie­gen­den Feh­lern wäh­rend der Ver­ar­bei­tung von Web­an­fra­gen. Inter­ne Daten kön­nen dabei unvoll­stän­dig initia­li­siert blei­ben, oder es blei­ben Ver­wei­se auf bereits frei­ge­ge­be­nen Spei­cher erhal­ten. Angrei­fer kön­nen sol­che Zustän­de mit prä­pa­rier­ten Anfra­gen aus­nut­zen. Mög­li­che Fol­gen sind die Aus­füh­rung frem­den Pro­gramm­codes, der Zugriff auf sen­si­ble Infor­ma­tio­nen oder der Aus­fall von Diens­ten. Wel­che Angriffs­mög­lich­kei­ten tat­säch­lich bestehen, hängt unter ande­rem von der ein­ge­setz­ten PHP-Ver­si­on und der Ser­ver­um­ge­bung ab.

Wel­che Web­sei­ten betrof­fen sein können

Nach Anga­ben des PHP-Sicher­heits­teams müs­sen grund­sätz­lich alle PHP-Instal­la­tio­nen geprüft wer­den, die Web­an­fra­gen bedie­nen. Dazu gehö­ren unter ande­rem PHP-FPM, Apa­che mit mod_php, php-cgi, Fran­ken­PHP und LiteSpeed.

Das höchs­te Risi­ko sieht das PHP-Team bei Apa­che mit mod_php. Hier wur­de ein Angriff nach­ge­wie­sen, der bereits vor der Aus­füh­rung des eigent­li­chen Anwen­dungs­codes anset­zen kann. Auch sorg­fäl­tig pro­gram­mier­te Web­sei­ten sind damit nicht auto­ma­tisch geschützt.

Sicher­heits­for­scher von Wiz haben Angrif­fe auf Test­in­stal­la­tio­nen von Word­Press, Drup­al und Joom­la gezeigt. Die­se Bei­spie­le bele­gen mög­li­che Aus­wir­kun­gen. Sie bedeu­ten nicht, dass jede Instal­la­ti­on die­ser Sys­te­me bereits erfolg­reich ange­grif­fen wurde.

Berei­nig­te Ver­sio­nen und der Stand bei älte­ren Systemen

Am 21. Okto­ber 2026 hat das PHP-Pro­jekt berei­nig­te Ver­sio­nen ver­öf­fent­licht: PHP 8.2.35, PHP 8.3.36, PHP 8.4.27 und PHP 8.5.12.

Für älte­re Instal­la­tio­nen ist beson­de­re Auf­merk­sam­keit nötig. PHP 8.1 und älte­re Ver­si­ons­rei­hen erhal­ten vom PHP-Pro­jekt kei­ne regu­lä­ren Updates mehr. Ein­zel­ne Dis­tri­bu­to­ren oder Anbie­ter mit Lang­zeit­un­ter­stüt­zung kön­nen eige­ne Sicher­heits­kor­rek­tu­ren bereit­stel­len. Das PHP-Sicher­heits­team hat außer­dem Quell­code­kor­rek­tu­ren für die älte­ren Rei­hen 7.4, 8.0 und 8.1 veröffentlicht.

Ent­schei­dend ist des­halb nicht allein die ange­zeig­te Ver­si­ons­num­mer, son­dern ob der zustän­di­ge Anbie­ter die Feh­ler in sei­nem Paket bereits beho­ben hat.

Dass die Gefahr nicht nur theo­re­tisch besteht, zeigt ein Bericht von Cloud­fla­re. Das Unter­neh­men hat nach eige­nen Anga­ben Angriffs­ver­kehr gegen sei­ne Kun­den beob­ach­tet. Dabei hät­ten Angrei­fer ihre Anfra­gen ver­än­dert, um Schutz­re­geln zu umge­hen. Sol­che Beob­ach­tun­gen sind von einem bestä­tig­ten erfolg­rei­chen Ein­bruch in einen kon­kre­ten Ser­ver zu unterscheiden.

Was Betrei­ber jetzt tun sollten

Die wich­tigs­te Emp­feh­lung des PHP-Sicher­heits­teams ist ein­deu­tig: Nur ein Update behebt die Schwach­stel­len voll­stän­dig. Ein Update des Redak­ti­ons­sys­tems oder sei­ner Erwei­te­run­gen allein reicht nicht. Aktua­li­siert wer­den muss die dar­un­ter­lie­gen­de PHP-Umge­bung. Bei betreu­ten Hos­ting­pa­ke­ten ist dafür übli­cher­wei­se der Hos­tin­g­an­bie­ter zuständig.

Mal­ware­bytes emp­fiehlt Web­sei­ten­be­trei­bern aus­drück­lich, beim Hos­ting- oder IT-Dienst­leis­ter nach­zu­fra­gen, ob die Sicher­heits­kor­rek­tu­ren bereits instal­liert und nicht ledig­lich ein­ge­plant sind. Auch älte­re Web­sei­ten und wei­te­re Anwen­dun­gen soll­ten dabei berück­sich­tigt werden.

Für Ver­ei­ne, Unter­neh­men und ande­re Sei­ten­be­trei­ber in Emden und der Regi­on erge­ben sich dar­aus fünf kon­kre­te Schrit­te. Zuerst soll­te geprüft wer­den, wel­che Web­sei­ten, Anwen­dun­gen und Gerä­te mit Web­ober­flä­che PHP ver­wen­den. Danach müs­sen die pas­sen­den Sicher­heits­kor­rek­tu­ren des PHP-Pro­jekts oder des jewei­li­gen Anbie­ters unver­züg­lich ein­ge­spielt wer­den. Nach dem Update sind die betrof­fe­nen Web­ser­ver- und PHP-Pro­zes­se neu zu star­ten, damit die kor­ri­gier­te Soft­ware tat­säch­lich arbei­tet. Bei nicht mehr unter­stütz­ten Sys­te­men ist zu klä­ren, ob ein Anbie­ter noch ver­läss­li­che Sicher­heits­up­dates lie­fert, oder ob eine Umstel­lung ansteht. Zusätz­lich lohnt ein Blick in die Pro­to­kol­le: unge­wöhn­li­che Anfra­gen, gehäuf­te Spei­cher­feh­ler, wie­der­hol­te Ser­ver­feh­ler oder uner­klär­li­che Neu­starts von PHP-Pro­zes­sen sind mög­li­che Warn­si­gna­le, für sich genom­men aber kein Beweis für einen Angriff.

Fire­wall-Regeln erset­zen das Update nicht

Cloud­fla­re hat Schutz­re­geln für sei­ne Web Appli­ca­ti­on Fire­wall bereit­ge­stellt. Das Unter­neh­men betont selbst, dass die­se nur eine zusätz­li­che Schutz­schicht sind und das PHP-Update nicht erset­zen. Auch die vom PHP-Pro­jekt beschrie­be­nen vor­über­ge­hen­den Kon­fi­gu­ra­ti­ons­maß­nah­men ver­rin­gern ledig­lich ein­zel­ne Angriffs­mög­lich­kei­ten. Sie machen eine ver­wund­ba­re Instal­la­ti­on nicht voll­stän­dig sicher. Sol­che Ein­grif­fe soll­ten Admi­nis­tra­to­ren anhand der offi­zi­el­len Hin­wei­se vornehmen.

Die US-Sicher­heits­be­hör­de NSA emp­fiehlt, betrof­fe­ne Sys­te­me vor­über­ge­hend off­line zu neh­men, wenn eine sofor­ti­ge Aktua­li­sie­rung nicht mög­lich ist, bis ein aus­rei­chen­der Schutz her­ge­stellt wer­den kann. Außer­dem rät sie zu einer Bestands­auf­nah­me und ver­stärk­ter Protokollierung.

Was das für Besu­cher von Web­sei­ten bedeutet

Für gewöhn­li­che Inter­net­nut­zer sind die nöti­gen PHP-Updates auf den betrof­fe­nen Ser­vern vor­zu­neh­men, nicht auf dem eige­nen Smart­phone oder Com­pu­ter. Eine vor­über­ge­hen­de War­tungs­sei­te ist außer­dem kein auto­ma­ti­scher Hin­weis auf einen erfolg­rei­chen Angriff. Sie kann eine Vor­sichts­maß­nah­me sein, wäh­rend Betrei­ber ihre Sys­te­me aktualisieren.

Mal­ware­bytes rät den­noch zur Auf­merk­sam­keit. Uner­war­te­te Wei­ter­lei­tun­gen, unge­wöhn­li­che Down­loads oder wie­der­hol­te Anmel­de­auf­for­de­run­gen soll­ten auch auf bekann­ten Web­sei­ten kri­tisch geprüft werden.

Für Web­sei­ten­be­trei­ber besteht unmit­tel­ba­rer Hand­lungs­be­darf. Wer die eige­ne Inter­net­sei­te nicht selbst tech­nisch betreut, soll­te jetzt beim zustän­di­gen Dienst­leis­ter nach­fra­gen und sich die erfolg­te Absi­che­rung der PHP-Umge­bung bestä­ti­gen lassen.

Das Wich­tigs­te auf einen Blick

  • Schwach­stel­len: CVE-2026–109618 und CVE-2026–109619, jeweils mit 9,2 von 10 Punk­ten (CVSS 4.0) als kri­tisch bewertet
  • Berei­nig­te Ver­sio­nen seit 21. Okto­ber 2026: PHP 8.2.35, 8.3.36, 8.4.27 und 8.5.12
  • Beson­ders betrof­fen: Web­ser­ver-Betriebs­ar­ten wie PHP-FPM, Apa­che mit mod_php, php-cgi, Fran­ken­PHP und Lite­Speed; höchs­tes Risi­ko bei Apa­che mit mod_php
  • Wich­tigs­ter Schritt: PHP-Umge­bung aktua­li­sie­ren und die Pro­zes­se neu star­ten, nicht nur Word­Press oder Plugins
  • Älte­re Sys­te­me: PHP 8.1 und älter ohne regu­lä­re Updates des PHP-Pro­jekts; Quell­code­kor­rek­tu­ren lie­gen für 7.4, 8.0 und 8.1 vor

Ver­wen­de­te Quellen

  1. PHP-Pro­jekt: Offi­zi­el­le Sicher­heits­war­nung und Upda­te­hin­wei­se vom 21. Okto­ber 2026 – Schwach­stel­len, betrof­fe­ne Betriebs­ar­ten, berei­nig­te Ver­sio­nen und Gren­zen vor­über­ge­hen­der Schutzmaßnahmen.
  2. Wiz Rese­arch: PHP2Shell: AI unco­vers cri­ti­cal RCE vul­nerabi­li­ties – tech­ni­sche Hin­ter­grün­de, Angriffs­nach­wei­se in Test­um­ge­bun­gen und Hin­wei­se zur Unter­su­chung auf­fäl­li­ger Aktivitäten.
  3. Cloud­fla­re: Cloud­fla­re deploys pro­tec­tions against php2shell vul­nerabi­li­ty – beob­ach­te­ter Angriffs­ver­kehr und ergän­zen­de Firewall-Schutzmaßnahmen.
  4. Natio­nal Secu­ri­ty Agen­cy: Cri­ti­cal Patches Recom­men­ded for PHP Vul­nerabi­li­ties – Emp­feh­lun­gen zu Bestands­auf­nah­me, Updates, Pro­to­kol­lie­rung und vor­über­ge­hen­der Abschaltung.
  5. Mal­ware­bytes Labs: PHP2Shell: Why web­sites are going off­line for emer­gen­cy secu­ri­ty updates – Hand­lungs­emp­feh­lun­gen für Web­sei­ten­be­trei­ber und Besucher.

— Redak­ti­on: Lese­r­ECHO Emden

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