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Geplante Spritpreis-Entlastung: Schnelle Hilfe an der Zapfsäule oder nur ein Tropfen auf den heißen Stein?
Die Preise an den deutschen Tankstellen haben im September 2026 erneut historische Höchststände erreicht. Getrieben von internationalen Verwerfungen, den anhaltenden Spannungen und kriegerischen Entwicklungen im Nahen Osten sowie Störungen an wichtigen Seewegen und Pipelines kletterten die Kraftstoffpreise in schwindelerregende Höhen. Laut Erhebungen des ADAC markierte der bundesweite Tagesdurchschnitt für Diesel Mitte September mit 2,471 Euro pro Liter ein neues Allzeithoch, womit der Richtwert von 2,45 Euro pro Liter die aktuelle Realität an vielen Zapfsäulen in Emden und der Region sehr präzise widerspiegelt. Zeitgleich kletterte der Liter Super E10 im Bundesschnitt auf 2,308 Euro.
Ein einheitlicher Mittelwert über beide Sorten wäre rechnerisch zwar bildbar (rund 2,38 Euro), journalistisch und fachlich jedoch irreführend: Diesel und Benzin unterliegen grundlegend unterschiedlichen Besteuerungsregeln, und die Schere zwischen beiden Kraftstoffen klafft derzeit mit über 16 Cent ungewöhnlich weit auseinander. Während Diesel historisch durch eine geringere Verbrauchssteuer begünstigt war, sorgt die weltweite Verknappung bei Destillaten dafür, dass Diesel an der Zapfsäule inzwischen deutlich teurer ist als Benzin.
Als Reaktion auf den Kostenschock haben sich Bund und Länder auf ein neues Entlastungspaket verständigt. Vorgesehen ist eine befristete Senkung der Energiesteuer ab Oktober sowie ein geplanter Preisdeckel ab 2027. Doch während die Politik von einer Milliardenentlastung spricht, zeigt ein nüchterner Blick auf die Zahlen: Der geplante Tankrabatt federt die extremen Preisspitzen lediglich kurzzeitig ab, ändert jedoch kaum etwas an den strukturellen Kostentreibern – und lässt die Rolle des Staates als größter Profiteur hoher Kraftstoffpreise unangetastet.
Was hat die Bundesregierung beschlossen – und wann greifen die Maßnahmen?
Das von der Bundesregierung vorgestellte Konzept setzt sich aus zwei Kernbestandteilen zusammen: einer Sofortmaßnahme für das vierte Quartal 2026 und einem noch vagen Modell für das kommende Jahr.
1. Der befristete Tankrabatt ab 1. Oktober 2026
Ab dem 1. Oktober 2026 soll die Energiesteuer auf Benzin und Diesel für genau drei Monate gesenkt werden. Die Regelung ist befristet bis zum 31. Dezember 2026. Der Steuersatz auf Kraftstoffe sinkt dabei um 14 Cent je Liter. Da auf Kraftstoffe am Ende auch 19 Prozent Mehrwertsteuer anfallen, verringert sich mit der niedrigeren Energiesteuer automatisch auch der Mehrwertsteuerbetrag. Inklusive dieses Mehrwertsteuereffekts ergibt sich rechnerisch eine Entlastung von rund 16,7 Cent pro Liter.
Das Gesamtvolumen des Entlastungspakets beziffert die Bundesregierung auf rund 2,5 Milliarden Euro. Bund und Länder teilen sich die Kosten: Die Bundesländer steuern 1,25 Milliarden Euro über einen Umsatzsteuerfestbetrag bei. Um den Starttermin zum 1. Oktober einzuhalten, müssen Bundestag und Bundesrat die erforderlichen parlamentarischen Fristen verkürzen.
2. Ein geplanter Spritpreisdeckel ab Januar 2027
Als zweite Stufe beabsichtigt die Bundesregierung, spätestens zum 1. Januar 2027 einen vorübergehenden staatlichen Spritpreisdeckel einzuführen. Dieser soll sich an Modellen orientieren, wie sie in Luxemburg oder Belgien bereits angewendet werden. Bei diesem Instrument setzt der Staat verbindliche Höchstpreise fest, um unkontrollierte Preissprünge und übermäßige Margen an den Tankstellen zu verhindern.
Konkrete Zahlen oder Obergrenzen gibt es hierfür allerdings noch nicht. Die genaue Ausgestaltung, die Höhe eines möglichen Höchstpreises, die Laufzeit und die Frage, wer eventuelle Differenzkosten zwischen Marktpreis und Deckel übernimmt – die Mineralölkonzerne oder der Staatshaushalt –, sind derzeit Gegenstand von Gesprächen mit der Mineralölwirtschaft. Begleitend dazu kündigte der Bund an, die Voraussetzungen für einen einkommensbezogenen Direktauszahlmechanismus zu schaffen, um Menschen mit geringen und mittleren Einkommen künftig gezielter unterstützen zu können.
Die Anatomie der Spritpreise: Gleiche Abgaben für Benzin und Diesel?
Fallen für Benzin und Diesel staatliche Abgaben in gleicher Höhe an? Die Antwort lautet klar: Nein.
Der Gesetzgeber unterscheidet bei den festen Steuern deutlich zwischen den beiden Kraftstoffarten. Während die Energiesteuer bei Benzin traditionell mit 65,45 Cent je Liter massiv zu Buche schlägt, wird Diesel mit 47,04 Cent je Liter besteuert – ein Steuervorteil von rund 18,4 Cent je Liter, der einst zur Entlastung des gewerblichen Verkehrs eingeführt wurde. Bei der CO₂-Abgabe nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) verhält es sich hingegen umgekehrt: Da bei der Verbrennung von Diesel mit ca. 2,64 Kilogramm CO₂ pro Liter mehr Kohlendioxid freigesetzt wird als bei Benzin (ca. 2,37 Kilogramm), liegt der CO₂-Aufschlag bei Diesel höher. Bei einem Zertifikatspreis von 65 Euro pro Tonne im Jahr 2026 entspricht das netto rund 17,16 Cent je Liter Diesel gegenüber etwa 15,41 Cent je Liter Benzin. Die Mehrwertsteuer von 19 Prozent schlägt schließlich auf den gesamten Betrag inklusive aller vorgenannten Steuern durch.
Beispielrechnung 1: Diesel bei 2,45 Euro pro Liter
- Energiesteuer: 47,04 Cent (fester Satz)
- CO₂-Kosten (bei 65 €/t): ca. 17,16 Cent
- Mehrwertsteuer (19 %): 39,12 Cent (auf den gesamten Nettopreis)
- Staatliche Abgaben insgesamt: 103,32 Cent (ca. 1,03 Euro)
- Anteil des Staates am Zapfsäulenpreis: 42,2 Prozent
- Produktpreis, Logistik, Vertrieb und Margen: ca. 141,68 Cent (ca. 1,42 Euro)
Beispielrechnung 2: Super E10 bei 2,308 Euro pro Liter (aktueller ADAC-Bundesschnitt)
- Energiesteuer: 65,45 Cent (fester Satz)
- CO₂-Kosten (bei 65 €/t): ca. 15,41 Cent
- Mehrwertsteuer (19 %): 36,85 Cent (auf den gesamten Nettopreis)
- Staatliche Abgaben insgesamt: 117,71 Cent (ca. 1,18 Euro)
- Anteil des Staates am Zapfsäulenpreis: 51,0 Prozent
- Produktpreis, Logistik, Vertrieb und Margen: ca. 113,09 Cent (ca. 1,13 Euro)
Diese detaillierte Aufstellung deckt ein zentrales Paradoxon der aktuellen Debatte auf: Bei Superbenzin wandert nach wie vor mehr als die Hälfte jedes an der Tankstelle gezahlten Euros direkt in die Staatskasse. Und obwohl Diesel bei den fixen Steuern nominal günstiger gestellt ist, treibt der hohe Ausgangspreis von 2,45 Euro den absoluten Mehrwertsteuerbetrag so stark nach oben, dass auch beim Diesel mehr als ein Euro je Liter an den Fiskus fließt. Da die 19 Prozent Mehrwertsteuer als prozentualer Zuschlag auf den Endpreis erhoben werden – also auch auf die Energiesteuer und die CO₂-Kosten –, verdient der Staat an jeder krisenbedingten Preisexplosion an den Rohstoffmärkten über Mehreinnahmen bei der Umsatzsteuer automatisch mit.
Kritische Würdigung & Meinung der Redaktion: Echte Entlastung oder politische Kosmetik?
Vor diesem Hintergrund wirkt der geplante Tankrabatt in Höhe von 16,7 Cent pro Liter auf den zweiten Blick eher kosmetisch als strukturell durchgreifend.
Rechnerisch sinkt der Dieselpreis von 2,45 Euro bei einer vollständigen Weitergabe der Steuerersparnis auf etwa:
An der Zapfsäule stünde dann immer noch ein Preis von knapp 2,28 Euro pro Liter für Diesel und rund 2,14 Euro pro Liter für Super E10. Das entspricht beim Diesel einer Verbilligung von gerade einmal 6,8 Prozent. Bei einem durchschnittlichen Pkw-Tank mit einem Fassungsvermögen von 50 Litern spart eine Tankfüllung rechnerisch rund 8,33 Euro. Wer monatlich zwei volle Tanks benötigt, behält also gut 16 bis 17 Euro mehr im Portemonnaie. In Zeiten hoher Inflation und explodierender Lebenshaltungskosten ist dies für viele Haushalte zweifellos eine willkommene Unterstützung, doch von bezahlbarer Mobilität ist ein Preis von 2,28 Euro je Liter weiterhin weit entfernt.
Zudem wirft das Modell erhebliche praktische und ordnungspolitische Fragen auf:
- Das Weitergabe-Risiko: Es gibt keine gesetzliche Verpflichtung für Konzerne, die Steuersenkung tatsächlich eins zu eins an den Zapfsäulen an die Kundschaft weiterzugeben. Analysen des Münchner Ifo-Instituts zum früheren Tankrabatt im Mai und Juni 2026 haben gezeigt, dass die Entlastung bei Benzin zwar weitgehend ankam, beim Diesel jedoch nur etwa 12 von rechnerisch 16,7 Cent die Autofahrer erreichten. Die Gefahr, dass Teile des Steuernachlasses in den Margen der Raffinerien oder Handelskonzerne versickern, ist auch diesmal real.
- Gießkannenprinzip statt zielgerichteter Hilfe: Der pauschale Nachlass gilt für alle – unabhängig davon, ob jemand als Pendler im ländlichen Raum auf das Auto angewiesen ist oder mit einem schweren Luxus-Dienstwagen unterwegs ist. Sozial- und Verbraucherverbände kritisieren das Modell deshalb seit Langem als teuer und sozial unausgewogen.
- Keine dauerhafte Perspektive: Die Maßnahme endet am 31. Dezember 2026. Zum 1. Januar 2027 droht an den Tankstellen ohne nahtlose Anschlussregelung ein schlagartiger Preissprung nach oben, da die Energiesteuer dann wieder auf das reguläre Niveau zurückkehrt.
Fazit: Die strukturelle Preisfrage bleibt ungelöst
Die angekündigte Senkung der Energiesteuer für das vierte Quartal 2026 bringt eine spürbare, wenn auch begrenzte Atempause an den Tankstellen. Sie greift schnell, verlangt jedoch von den Verbraucherinnen und Verbrauchern realistische Erwartungen: Ein Spritpreis von weit über zwei Euro bleibt auch mit dem Tankrabatt die Realität.
Gleichzeitig veranschaulicht der Blick auf die Preisbestandteile, wie eng der Staat selbst in die Preisspirale verflochten ist. Solange Energiesteuer, CO₂-Bepreisung und eine Mehrwertsteuer auf Steuern über 40 bis über 50 Prozent des Tankstellenpreises ausmachen, greift jede reine Symptombekämpfung zu kurz. Ob der für 2027 angekündigte Spritpreisdeckel tatsächlich ein funktionierendes Instrument wird oder an rechtlichen und versorgungstechnischen Hürden scheitert, müssen die kommenden Verhandlungen zeigen. Bis dahin bleibt der Tankrabatt vor allem eines: ein kostspieliges Pflaster auf einer tiefen Wunde.
— Redaktion: LeserECHO Emden
Verwendete Quellen
- Bundesregierung: Bund und Länder beschließen Steuersenkung für Diesel und Benzin, 18. September 2026(Beschluss der Energiesteuersenkung, Zeitplan, Kostenaufteilung Bund/Länder, Pläne für Preisdeckel 2027)
- Tagesschau: Was plant die Koalition gegen die Spritpreise?, 19. September 2026 (Details zum Koalitionsbeschluss, Weitergabe-Erfahrungen des Ifo-Instituts zum Tankrabatt, Reaktionen aus Politik und Verbänden)
- ADAC: Benzinpreis und Dieselpreis – Beide Kraftstoffe sind so teuer wie nie zuvor, 17. September 2026(Bundesweite Durchschnittspreise: Diesel 2,471 Euro/l, Super E10 2,308 Euro/l, Ursachen und Markteinordnung)
- Global Oil Shock: Spritpreise Prognose – Was Benzin und Diesel in Deutschland gerade teurer macht, September 2026 (Zusammensetzung des Kraftstoffpreises, CO₂-Preis 2026 nach BEHG mit 65 Euro/t, Margen- und Rohölpreiseinflüsse)
- Energiesteuergesetz (EnergieStG) § 2 (Gesetzliche Steuersätze: 47,04 Cent/l für Dieselkraftstoff, 65,45 Cent/l für schwefelfreies Benzin)
- Umweltbundesamt (UBA): Emissionsfaktoren und Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) (Spezifische CO₂-Emissionsfaktoren von ca. 2,64 kg CO₂/l für Diesel und ca. 2,37 kg CO₂/l für Benzin)
- Umsatzsteuergesetz (UStG) § 12 (Regelsteuersatz von 19 Prozent auf den Endverbraucherpreis inklusive vorgelagerter Verbrauchssteuern)
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Schritt für Schritt zu warmen Füßen: Neuer Workshop „Socken stricken lernen“ bei Brückenwolle Emden
Wenn die Tage spürbar kühler werden und der ostfriesische Herbstwind um die Ecken pfeift, gibt es kaum etwas Gemütlicheres als kuschelige, handgestrickte Socken. Für alle, die schon immer lernen wollten, wie aus einem Knäuel Wolle und einem Nadelspiel ein passgenaues Paar Socken entsteht, bietet das Fachgeschäft „Brückenwolle“ in der Emder Brückstraße jetzt die passende Gelegenheit: Unter dem Motto „Drei Termine – Ein Projekt“ startet ein praxisnaher Strickworkshop speziell für Einsteigerinnen und Einsteiger.
Gemeinsam stricken, lernen und klönen in der Emder Brückstraße
Ob elastisches Bündchen, die gefürchtete Ferse oder die formschöne Spitze: Das Sockenstricken gilt bei vielen Handarbeitsbegeisterten als kleine Königsdisziplin, vor der manch einer Respekt hat. Im Workshop bei Brückenwolle wird das Projekt ganz ohne Hektik und Schritt für Schritt in Angriff genommen.
Die Teilnehmenden erlernen alle wichtigen Grundlagen, erhalten individuelle Hilfestellungen bei jedem Arbeitsschritt und profitieren von erprobten Kniffen der erfahrenen Strickerinnen. Neben dem traditionellen Handwerk steht vor allem das gesellige Miteinander im Mittelpunkt: Ganz im Sinne der Philosophie des Geschäfts – „Wolle, Kreativ, Klönen“ – finden die Kursabende in gemütlicher Atmosphäre bei einer Tasse Tee und regem Austausch statt.

Rundum-Sorglos-Paket: Materialtasche direkt inklusive
Der Kurs erstreckt sich über drei aufeinander aufbauende Donnerstagabende und ist als Komplettpaket konzipiert. Für eine Teilnahmegebühr von 59 Euro erhalten alle Mitmachenden eine fertig gepackte Projekttasche, die sämtliche Utensilien für das erste eigene Paar Socken bereithält:
Ein Knäuel hochwertige Sockenwolle, ein passendes Nadelspiel, ein Maßband sowie praktische Maschenmarkierer gehören zur Grundausstattung. Eigene Werkzeuge oder Materialien müssen vorab nicht besorgt werden, sodass ihr direkt am ersten Abend gemeinsam loslegen könnt. Da die Plätze bewusst begrenzt sind, um allen Teilnehmenden eine persönliche Begleitung zu ermöglichen, empfiehlt sich eine zügige Anmeldung direkt im Geschäft, per Telefon oder per E‑Mail.
Der Workshop auf einen Blick
- Veranstaltung: Workshop „Socken stricken lernen – Drei Termine, Ein Projekt“
- Termine: Donnerstag, 5. November, Donnerstag, 19. November und Donnerstag, 3. Dezember 2026, jeweils von 18:00 bis 20:00 Uhr
- Ort: Brückenwolle, Inhaberin Marion Saß, Brückstraße 2, 26725 Emden
- Teilnahmegebühr: 59 Euro inklusive Projekttasche (Sockenwolle, Nadelspiel, Maßband, Maschenmarkierer)
- Kontakt & Anmeldung: Telefonisch unter 0151 / 10513227, per E‑Mail an info@brueckenwolle.de sowie online unter Brückenwolle
— Redaktion: LeserECHO Emden
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Eine Stunde geschenkt: In der Nacht auf Sonntag endet die Sommerzeit
Es ist wieder so weit: In der Nacht von Samstag, 24. Oktober, auf Sonntag, den 25. Oktober 2026, wurden die Uhren umgestellt. Die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) verabschiedet sich in die Pause, und die normale Mitteleuropäische Zeit (MEZ) – umgangssprachlich oft als „Winterzeit“ bezeichnet – übernimmt wieder das Kommando. Für alle bedeutet das an diesem Wochenende vor allem eine willkommene zusätzliche Stunde Schlaf.
Vor oder zurück? Die klassische Eselsbrücke für die Zeitumstellung
Jedes halbe Jahr stellt sich für viele Menschen dieselbe Frage: Drehen wir den Zeiger nun vor oder zurück?
Die Regelung für die Nacht zum 25. Oktober ist eindeutig: Um 03:00 Uhr morgens wurden die Uhren um eine Stunde auf 02:00 Uhr zurückgestellt. Wer sich das Prinzip merken möchte, greift am besten zu den bewährten Merkhilfen:
Die Gartenmöbel-Regel besagt: Im Frühjahr stellt man die Gartenmöbel vor die Tür (Zeiger eine Stunde vor), im Herbst holt man sie wieder zurück ins Haus (Zeiger eine Stunde zurück). Nach der Thermometer-Regel steigen im Frühling die Temperaturen ins Plus (+1 Stunde), während sie im Herbst ins Minus fallen (-1 Stunde).
Während Smartphones, Funkuhren, Smartwatches und moderne Computer die Umstellung dank automatischer Zeitserver in der Regel unbemerkt im Schlaf erledigen, müssen analoge Wanduhren, Küchenwecker, Backöfen oder die Zeitanzeige im Auto am Sonntagmorgen noch traditionell von Hand angepasst werden.
Morgens früher hell, abends früher dämmrig
Mit dem Wechsel zur Normalzeit verschiebt sich das Tageslicht spürbar. Ab Sonntag wird es morgens rund eine Stunde früher hell, was vielen Frühaufstehern und Schulkindern den Start in den Tag erleichtert.
Auf der anderen Seite setzt die Dämmerung am späten Nachmittag deutlich früher ein. Für Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer im Straßenverkehr heißt das: Reflektoren, funktionierende Beleuchtung am Fahrrad und erhöhte Aufmerksamkeit werden in den Abendstunden wieder umso wichtiger.
Kleiner „Mini-Jetlag“ für den Biorhythmus
Auch wenn das Zurückstellen der Uhr von vielen als angenehmer empfunden wird als der Verlust einer Stunde im Frühjahr, bringt der Wechsel bei einigen Menschen die innere Uhr vorübergehend durcheinander. Müdigkeit am frühen Abend, früheres Aufwachen am Morgen oder leichte Konzentrationsschwierigkeiten sind in den ersten Tagen keine Seltenheit.
Fachleute raten daher, den Sonntag für einen ausgiebigen Spaziergang an der frischen Luft zu nutzen: Das natürliche Tageslicht hilft dem Körper dabei, die Hormonproduktion anzupassen und den Biorhythmus zügig auf den neuen Takt einzustellen.
Die Zeitumstellung auf einen Blick
- Ereignis: Wechsel von der Sommerzeit (MESZ) zur Normalzeit / Winterzeit (MEZ)
- Zeitpunkt: Nacht von Samstag, 24. Oktober, auf Sonntag, 25. Oktober 2026
- Uhrzeit-Anpassung: Um 03:00 Uhr wurde die Uhr auf 02:00 Uhr zurückgestellt (eine Stunde geschenkt)
- Automatische Geräte: Smartphones, Computer und Funkuhren stellen sich selbstständig um
- Manuelle Anpassung nötig: Analoge Uhren, Haushaltsgeräte wie Backöfen und Mikrowellen, Pkw-Borduhren
- Tipp für den Biorhythmus: Viel Tageslicht am Sonntag tanken, um die innere Uhr anzupassen
— Redaktion: LeserECHO Emden




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