Anzeige
„Demenz – ein langer Weg“: Informationsabend und Austausch im Kulturbunker Emden
Wenn das Gedächtnis nachlässt und gewohnte Orientierungspunkte im Alltag schwinden, verändert das nicht nur das Leben der betroffenen Person von Grund auf. Eine Demenzerkrankung stellt immer auch Angehörige, Freunde und das gesamte soziale Umfeld vor enorme emotionale und praktische Herausforderungen. Anlässlich der bundesweiten Woche der Demenz sowie des Welt-Alzheimertags laden die Selbsthilfekontaktstelle des Paritätischen Emden und die Alzheimergesellschaft Emden-Ostfriesland e. V., Selbsthilfe Demenz, zu einem informativen Themenabend ein.
Einblick in Symptome, Kommunikation und Unterstützung
Am Mittwoch, den 23. September 2026, beleuchtet Hildegard Krüger, erste Vorsitzende der Alzheimergesellschaft Emden-Ostfriesland e. V., das vielschichtige Krankheitsbild unter dem Titel „Demenz – ein langer Weg“. Beginn des Vortrags ist um 17:00 Uhr im Kulturbunker Emden an der Geibelstraße 30a.
Im Mittelpunkt des Abends steht die Frage, wie trotz fortschreitender Einschränkungen ein lebenswertes und von gegenseitigem Verständnis geprägtes Miteinander gelingen kann. Die Referentin informiert über frühe wie fortgeschrittene Anzeichen einer Demenz und widmet sich schwerpunktmäßig dem Wandel in der zwischenmenschlichen Verständigung: Wie gelingt Austausch, wenn gewohnte Begriffe fehlen oder Sätze unvollständig bleiben? Welche Verhaltensweisen vermitteln Geborgenheit, und wie lassen sich alltägliche Missverständnisse im gemeinsamen Zusammenleben auflösen? Darüber hinaus stellt der Vortrag praxisnahe Entlastungsmöglichkeiten vor, die pflegenden Angehörigen Halt und Orientierung geben.
Raum für persönliche Fragen und Gespräche
Im Anschluss an die Ausführungen haben die Besucher Gelegenheit, Fragen zu stellen, eigene Erfahrungen anzusprechen und ins Gespräch mit der Referentin sowie anderen Gästen zu kommen. Der Besuch der Veranstaltung ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig.
Wer darüber hinaus Fragen hat oder Auskünfte zur organisierten Selbsthilfe in Emden wünscht, erreicht die Mitarbeiter der Selbsthilfekontaktstelle (SHK) des Paritätischen zu den regulären Sprechzeiten. Diese sind dienstags bis donnerstags von 10:00 bis 12:00 Uhr sowie am Dienstagnachmittag von 15:00 bis 18:00 Uhr eingerichtet.
Termin auf einen Blick
- Thema: Fachvortrag „Demenz – ein langer Weg“ mit anschließendem Austausch
- Referentin: Hildegard Krüger (1. Vorsitzende Alzheimergesellschaft Emden-Ostfriesland e. V.)
- Veranstalter: Selbsthilfekontaktstelle des Paritätischen Emden & Alzheimergesellschaft Emden-Ostfriesland e. V.
- Datum: Mittwoch, 23. September 2026
- Beginn: 17:00 Uhr
- Veranstaltungsort: Kulturbunker Emden, Geibelstraße 30a, 26721 Emden
- Eintritt: Kostenfrei, keine Anmeldung erforderlich
— Redaktion: LeserECHO Emden
Anzeige
Der unverwechselbare Sound einer Rocklegende live in Emden: dIRE sTRATS gastieren im Festspielhaus am Wall
Es gibt Klänge, die sich unauslöschlich in das kollektive Gedächtnis der Rockgeschichte eingebrannt haben. Wenn die ersten warmen, perlenden Noten einer Fender Stratocaster im unverwechselbaren Fingerpicking-Stil den Saal erfüllen, weiß jeder Hörer sofort, wem diese Hommage gilt: den Dire Straits und ihrem Ausnahmegitarristen Mark Knopfler. Am Samstag, den 26. September 2026, bringt die renommierte Tribute-Formation dIRE sTRATS diese zeitlose Musik nach Ostfriesland. Ab 19.30 Uhr verwandelt sich das traditionsreiche Festspielhaus am Wall in Emden in einen Anziehungspunkt für Freunde anspruchsvoller Livekonzerte.
Europas meistgebuchte Tribute-Band feiert den Dire-Straits-Sound
Die Formation dIRE sTRATS gilt im gesamten europäischen Raum als feste Größe und zählt mit weit über 800 gespielten Auftritten zu den gefragtesten Ensembles ihres Genres. Dass hinter diesem Erfolg nicht nur Routine, sondern musikalisches Spitzenhandwerk steht, unterstrich die Band unter anderem beim bundesweiten Tribute-Contest in Koblenz: Aus einem hochkarätig besetzten Feld von rund 100 Mitbewerbern gingen die Musiker als Sieger hervor.
Musikalischer Dreh- und Angelpunkt des Abends ist Gitarrist und Frontmann Wolfgang Uhlich. Von Publikum wie Fachmedien gleichermaßen geschätzt, gilt er vielen als der versierteste Mark-Knopfler-Interpret unserer Tage. Durch seine detailgenaue Phrasierung, den charakteristischen Daumen- und Fingeranschlag ohne Plektrum und das Gespür für feine Zwischentöne erweckt er den Sound der britischen Rocklegenden mit bestechender Nähe zum Original zum Leben.
Eine Zeitreise durch unvergessene Rockklassiker
Für ihren Auftritt im Festspielhaus am Wall haben die Musiker eine abwechslungsreiche Setlist zusammengestellt, die alle zentralen Phasen des Schaffens von Mark Knopfler und seiner Gruppe abdeckt. Die Besucher dürfen sich auf Meilensteine wie das mitreißende „Sultans of Swing“, das treibende „Walk of Life“ und die tief bewegende Hymne „Brothers in Arms“ freuen.
Getreu dem eigenen Anspruch setzt die Gruppe ausnahmslos auf handgemachte Darbietungen. Backing-Tracks, Konserven oder programmierte Sequenzer sucht man auf der Bühne vergebens. Jeder Ton entsteht im Augenblick des Spiels, getragen von Virtuosität, sattem Gitarrenklang und spürbarer Bühnenfreude, die regelmäßig den Funken vom ersten Takt an ins Publikum überspringen lässt.
Termin auf einen Blick
- Veranstaltung: dIRE sTRATS – Tribute to the Legendary Dire Straits
- Datum: Samstag, 26. September 2026
- Beginn: 19.30 Uhr
- Veranstaltungsort: Festspielhaus am Wall, Theaterplatz 1, 26721 Emden
- Vorverkauf: Tickets sind an den bekannten regionalen Vorverkaufsstellen erhältlich
— Redaktion: LeserECHO Emden
Anzeige
Seltene Nervenerkrankungen: Deutsche GBS CIDP Selbsthilfe bietet Anlaufstelle in der Region
Wenn das eigene Nervensystem unvermittelt versagt, stehen Betroffene und ihre Familien vor großen Herausforderungen. Eine Diagnose wie das Guillain-Barré-Syndrom (GBS) oder die chronisch inflammatorische demyelinisierende Polyneuropathie (CIDP) wirft viele Fragen auf. Die Deutsche GBS CIDP Selbsthilfe e.V. mit Sitz in Berlin bietet als bundesweites Netzwerk Unterstützung, Beratung und Möglichkeiten zum persönlichen Austausch an. Auch in unserer ländlich geprägten Region gibt es mit Sabine Nett eine feste Ansprechpartnerin für Betroffene und Angehörige.
Da es sich um seltene Krankheitsbilder handelt, weicht die Organisation von klassischen Selbsthilfegruppen ab: Die regionalen Treffen finden zwei- bis viermal im Jahr statt. Zu den jeweiligen Terminen werden gesonderte Einladungen verschickt und die Details rechtzeitig bekannt gegeben.
Um welche Krankheitsbilder geht es?
Der Verein setzt sich für Menschen ein, die an seltenen, entzündlichen Erkrankungen des peripheren Nervensystems leiden. Bei diesen Erkrankungen greift das Immunsystem fälschlicherweise körpereigene Nervenbahnen an. Die isolierende Schutzschicht der Nervenfasern wird beschädigt, wodurch elektrische Reize vom Gehirn nicht mehr ordnungsgemäß an die Muskeln weitergeleitet werden.
Im Zentrum der Vereinsarbeit stehen dabei drei Hauptbereiche. Das Guillain-Barré-Syndrom (GBS) tritt meist akut und unvorhersehbar auf, häufig im Anschluss an eine vorangegangene Infektion. Innerhalb weniger Tage oder Wochen kann es zu rasch aufsteigenden Lähmungen kommen. Nach intensiver medizinischer Behandlung und Rehabilitation bilden sich die Symptome in vielen Fällen über Monate hinweg wieder zurück.
Bei der chronisch inflammatorischen demyelinisierenden Polyneuropathie (CIDP) handelt es sich hingegen um die chronische Verlaufsform. Muskelschwäche, Lähmungserscheinungen und Taubheitsgefühle entwickeln sich hier schleichend über einen längeren Zeitraum oder verlaufen in Schüben. Erkrankte sind in der Regel auf eine dauerhafte Therapie und medizinische Begleitung angewiesen.
Darüber hinaus widmet sich der Verein Varianten und Folgezuständen. Hierzu zählen seltene Syndrome wie das Miller-Fisher-Syndrom, MMN (Multifokale motorische Neuropathie) oder MADSAM sowie bleibende körperliche Einschränkungen und anhaltende Erschöpfungszustände, die sogenannte Fatigue, nach einer akuten Erkrankung.
Unterstützung im Alltag und gegenseitiger Austausch
Neben der fachärztlichen Betreuung ist der Austausch mit Menschen, die sich in derselben Lebenssituation befinden, für viele Ratsuchende ein wichtiger Baustein. Die Deutsche GBS CIDP Selbsthilfe e.V. schließt hier eine Lücke zwischen medizinischer Versorgung und dem praktischen Alltag.
Dazu gehört zunächst die Vermittlung von Kontakten zu anderen Betroffenen für persönliche Gespräche und einen wertvollen Erfahrungsaustausch. Ergänzt wird dies durch regionale Treffen im kleineren Kreis, die zwei- bis viermal jährlich stattfinden, um Erfahrungen zu teilen und den Zusammenhalt untereinander zu stärken. Zudem stellt der Verein verständliche Informationsmaterialien und Broschüren zu Diagnostik, Behandlungsansätzen, sozialrechtlichen Fragen und Reha-Maßnahmen bereit. Nicht zuletzt bietet die Selbsthilfe eine Begleitung auf dem Behandlungsweg und schafft damit Orientierung und Unterstützung für Neu-Diagnostizierte, Patienten in laufender Behandlung sowie deren Familienangehörige.
Kontakt und Information
Betroffene, Angehörige und Interessierte aus der Region können sich für Fragen zu den Erkrankungen oder zur Teilnahme an den nächsten Gruppentreffen direkt an die regionale Ansprechpartnerin wenden.
Ansprechpartnerin: Sabine Nett
Telefon: 0177–5286703
E‑Mail: s.nett@gbs-selbsthilfe.org
Bundesweiter Verein: Deutsche GBS CIDP Selbsthilfe e.V.
— Redaktion: LeserECHO Emden




