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Vom ersten Staunen zum eigenen Klang: Zwei junge Stipendiaten aus Ostfriesland entdecken die Faszination der Orgel
Foto: Marco Lemke, Student und Orgelstipendiat. © privat
Die Orgel gilt seit jeher als Königin der Instrumente – klanggewaltig, traditionsreich und von unvergleichlicher Dynamik. Doch wie finden junge Menschen heute ihren persönlichen Zugang zu den Manualen und Pfeifenreihen der Kirchenemporen? Anlässlich der Orgelentdeckertage der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers gewähren zwei musikalische Nachwuchstalente aus unserer Region Einblick in ihren Werdegang: Marco Lemke und Melina Schneider lernen bei Heike Kieckhöfel, Kreiskantorin im Kirchenkreis Rhauderfehn, und werden durch ein Nachwuchsstipendium des Sprengels Ostfriesland-Ems gefördert.
Zwei unterschiedliche Wege an den Spieltisch
Die musikalischen Anfänge der beiden Stipendiaten zeigen, wie facettenreich die ersten Berührungspunkte mit dem Instrument sein können. Bei Marco Lemke entzündete ein ganz bestimmtes Klangerlebnis im heimatlichen Gottesdienst die Begeisterung: Als der Organist das sogenannte Tutti zog und sämtliche Register die Kirche mit vollem Schall ausfüllten, war der heutige Student tief beeindruckt. Obwohl sein anfänglicher Unterricht durch einen Wegzug des Lehrers unterbrochen wurde und die dortige Orgel später sogar weichen musste, blieb Marco beharrlich am Ball. Über Jahre hinweg übte er eigenständig an der Orgel einer kleinen Dorfkirche, ehe er den Weg zu Heike Kieckhöfel fand und seine Ausbildung auf ein solides Fundament stellte.
Melina Schneider hingegen wählte die Brücke über das Klavier. Ihre damalige Lehrerin empfahl ihr, die Möglichkeiten der Orgelbank ganz unbefangen zu testen und das Zusammenspiel von Händen an den Manualen und Füßen an den Pedalen auszuprobieren. Aus Neugier wurde rasch Entschlossenheit, sich intensiv auf die komplexen Anforderungen einzulassen.
Fleiß, Koordination und Gänsehautmomente
Das Beherrschen der Kirchenorgel fordert den Musizierenden ein hohes Maß an Disziplin und Koordinationsvermögen ab. Marco beschreibt die Ausbildung als abwechslungsreich, fordernd und zugleich ungemein bereichernd. Für Melina ist das Einstudieren der Stücke ebenfalls mit großem Zeiteinsatz verbunden, der sich jedoch auszahlt, sobald die ersten Akkorde den Raum durchfluten – ein Klangvolumen, das sich mit keinem gewöhnlichen Tasteninstrument vergleichen lässt.
Beide verbinden mit ihrem musikalischen Werdegang ganz eigene Höhepunkte. Marco erlebte nach einer Pause einen spürbaren Lernsprung, als schwierige motorische Abläufe plötzlich mühelos ineinandergriffen und sich neue Literatur seither viel schneller erschließt. Melina erinnert sich besonders intensiv an ihren Premierenauftritt: Das erste Mal eigenständig einen Gottesdienst musikalisch zu begleiten und zu spüren, wie die versammelte Gemeinde zum eigenen Spiel einstimmt, war für sie ein prägender Augenblick.
Klangkultur mit Raum für neue Facetten
Zwar bleibt die Orgel untrennbar mit sakralen Räumen und Gottesdiensten verbunden, doch beide Stipendiaten sehen darin kein starres Museumsgut. Eine Kirchengemeinde könne zwar organisatorisch ohne Orgel auskommen, verliere dabei jedoch ein zentrales Stück jahrhundertealter Musiktradition. Marco regt zudem an, stilistische Grenzen mutig aufzubrechen: Neben barocken und klassischen Meisterwerken biete das Instrument ebenso spannenden Raum für moderne Rhythmen und zeitgenössische Kompositionen.
Für alle, die insgeheim mit dem Orgelspiel liebäugeln, haben beide Nachwuchsmusiker eine klare Botschaft: Man solle unvoreingenommen an den Spieltisch herantreten und Probestunden nutzen, um die eigene Begeisterung zu erproben. Melinas Fazit fällt denkbar schlicht und entschlossen aus: „Einfach anfangen.“
Orgelentdeckertage in Ostfriesland erleben
Wer selbst hinter die Kulissen blicken und die Mechanik riesiger Pfeifenwerke kennenlernen möchte, findet bei den landesweiten Orgelentdeckertagen der Hannoverschen Landeskirche vom 26. September bis zum 9. Oktober 2026 zahlreiche Mitmachangebote. Auch im Sprengel Ostfriesland-Ems stehen Orgelführungen, praktische Workshops, Bastelaktionen für Kinder und ein interaktives Orgel-Exit-Game auf dem Programm. Alle teilnehmenden Kirchen, Uhrzeiten und Aktionen sind auf der Plattform Orgelentdecker zusammengefasst.
— Redaktion: LeserECHO Emden
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Blutspende und Stammzelltypisierung im DollartCenter: Mitmachen und Leben retten
Foto: DOC Emden
Am Freitag, den 9. Oktober 2026, macht der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes Station im DollartCenter (DOC) in Emden. Von 13:00 bis 18:00 Uhr können Besucherinnen und Besucher vor Ort Blut spenden und sich parallel beim Verein Leukin e. V. als potenzielle Stammzellspender registrieren lassen. Als Dankeschön erhalten alle Blutspendenden einen kostenfreien Imbiss und ein Getränk.
Lebenswichtige Hilfe für Patientinnen und Patienten
Spenderblut wird in den Kliniken Tag für Tag dringend benötigt – sei es bei unvorhergesehenen Notfalleinsätzen, planmäßigen Operationen oder im Rahmen langfristiger Therapien schwerer Erkrankungen. Da Blutpräparate nur begrenzt haltbar sind und künstlich nicht hergestellt werden können, sichern regelmäßige Spenden die kontinuierliche Versorgung der Krankenhäuser im gesamten Nordwesten. Der DRK-Blutspendedienst NSTOB baut seine mobile Spendenstation direkt in den wetterunabhängigen Passagen des Einkaufszentrums auf, sodass der Aderlass unkompliziert mit dem Alltagseinkauf verbunden werden kann. Wer gesund ist und die medizinischen Voraussetzungen erfüllt, kann mit vergleichsweise geringem Zeitaufwand einen entscheidenden Beitrag leisten.
Typisierung gegen Blutkrebs: In wenigen Minuten zum Lebensretter
Neben der klassischen Blutspende bietet der Aktionstag eine weitere wichtige Möglichkeit, sich für schwerkranke Menschen einzusetzen: Der Verein Leukin – Verein zur Hilfe leukämiekranker Kinder e. V. ist mit einem eigenen Informations- und Typisierungsstand im Center vertreten. Über einen einfachen Wangenabstrich können sich Interessierte unkompliziert und schmerzfrei als Stammzellspender in die weltweite Datenbank aufnehmen lassen.
Die Typisierung nimmt lediglich wenige Minuten in Anspruch, kann jedoch für Menschen mit Leukämie oder anderen bösartigen Erkrankungen des blutbildenden Systems den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten. Viele Betroffene finden eine Heilungschance einzig durch eine exakt passende genetische Stammzellspende.
Stärkung für Spenderinnen und Spender
Die gemeinsame Aktion des Deutschen Roten Kreuzes und des Vereins Leukin findet am Freitag, den 9. Oktober 2026, durchgehend von 13:00 bis 18:00 Uhr im DollartCenter (DOC) an der Thüringer Straße statt. Zur Stärkung nach dem Aderlass stellt das DRK für alle Spenderinnen und Spender einen kostenlosen Imbiss sowie erfrischende Getränke bereit. Auch wer Fragen zum Ablauf einer Stammzellspende hat oder sich vorerst unverbindlich beraten lassen möchte, ist am Stand von Leukin willkommen.
Termin auf einen Blick
- Veranstaltung: Blutspendeaktion und Stammzelltypisierung
- Organisation: DRK-Blutspendedienst NSTOB und Leukin e. V.
- Datum: Freitag, 9. Oktober 2026
- Uhrzeit: 13:00 bis 18:00 Uhr
- Veranstaltungsort: DollartCenter (DOC), Thüringer Straße 9, 26723 Emden
- Verpflegung: Kostenfreies Essen und Getränk für alle Blutspendenden
— Redaktion: LeserECHO Emden
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Genuss-Tag bei Klus in Emden: Obstbrände entdecken und den Abend mit Whisky genießen
Die Genusswelt Klus in Emden lädt morgen, Donnerstag, den 8. Oktober 2026, zu einem Tag rund um Obstbrände und Whisky ein. Am Nachmittag stellt die Brennerei Schraml ihre Obstbrände vor – bei kostenfreiem Eintritt. Am Abend folgt ein exklusives Whisky-Tasting, für das noch einige Karten erhältlich sind.
Obstbrände kennenlernen – Eintritt frei
Von 14:00 bis 17:00 Uhr stehen die Obstbrände der Brennerei Schraml im Mittelpunkt. Besucherinnen und Besucher können das Angebot der Destillerie kennenlernen und sich über ihre Spezialitäten informieren. Der kostenfreie Eintritt bietet eine ideale Gelegenheit, spontan bei der Genusswelt Klus vorbeizuschauen und einen vielseitigen Einblick in die Welt traditioneller Obstbrände zu bekommen.
Schraml: Brennhandwerk seit sechs Generationen
Die Brennerei Schraml ist im oberpfälzischen Erbendorf zu Hause und blickt auf eine traditionsreiche Geschichte seit dem Jahr 1818 zurück. Seit sechs Generationen verbindet die Familie handwerkliches Wissen mit der kontinuierlichen Entwicklung neuer Rezepturen und Produkte.
Zum Sortiment gehören neben feinen Edelbränden und aromatischen Likören auch Gin, Vodka sowie die bekannten Whiskys der Marke Stonewood. Heimat, Handwerk, Genuss und Zeit bilden nach eigener Darstellung die Grundpfeiler des bayerischen Familienbetriebs.
Whisky-Tasting am Abend: Gemeinsam probieren und fachsimpeln
Ab 19:00 Uhr geht der Genuss-Tag in seine zweite Runde: Beim exklusiven Whisky-Tasting können die Teilnehmenden verschiedene hochwertige Whiskys kennenlernen, ihre Geschmackseindrücke miteinander vergleichen und mit anderen Gästen ins Gespräch kommen.
Bis etwa 22:00 Uhr bleibt ausreichend Zeit zum bewussten Genießen und gemeinsamen Fachsimpeln. Dabei steht nicht nur das Destillat im Glas im Mittelpunkt, sondern vor allem auch der Austausch in geselliger Runde: Welche Aromen fallen auf? Welche Abfüllung trifft den persönlichen Geschmack am besten? Und wie unterschiedlich nehmen die Gäste denselben Tropfen wahr?
Die Teilnahme am Abendprogramm kostet 60 Euro pro Person. Für das Tasting sind noch einige Karten verfügbar. Wer dabei sein möchte, sollte sich kurzfristig einen der letzten freien Plätze bei der Genusswelt Klus sichern.
Die Veranstaltungen auf einen Blick
- Termin: Donnerstag, 8. Oktober 2026
- Ort: Genusswelt Klus in Emden
- Vorstellung der Obstbrände von Schraml: 14:00 bis 17:00 Uhr, Eintritt kostenfrei
- Exklusives Whisky-Tasting: 19:00 bis etwa 22:00 Uhr
- Teilnahmegebühr Whisky-Tasting: 60 Euro pro Person
- Verfügbarkeit: Noch einige Restkarten direkt bei der Genusswelt Klus erhältlich
— Redaktion: LeserECHO Emden



