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Aller­hei­li­gen: Ursprung und Bedeu­tung eines Feiertags

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Emden. Aller­hei­li­gen wird jähr­lich am 1. Novem­ber began­gen und ist in meh­re­ren deut­schen Bun­des­län­dern – Baden-Würt­tem­berg, Bay­ern, Nord­rhein-West­fa­len, Rhein­land-Pfalz und Saar­land – gesetz­li­cher Fei­er­tag. Welt­weit ist der Tag vor allem in katho­lisch gepräg­ten Län­dern fest ver­an­kert. Doch woher stammt die­ser Gedenk­tag – und wel­che Bedeu­tung hat er heute?

Ursprung: Ein Fest für alle Heiligen

Die Anfän­ge rei­chen bis ins 4. Jahr­hun­dert. Zunächst wur­den Mär­ty­rer und Hei­li­ge an unter­schied­li­chen Tagen ver­ehrt. Als die Zahl der Hei­li­gen wuchs, ent­stand die Idee eines gemein­sa­men Fes­tes für alle – bekann­te wie unbe­kann­te. Frü­he Bele­ge fin­den sich im Osten des Römi­schen Rei­ches, wo ein Gedenk­tag für alle Mär­ty­rer oft am Sonn­tag nach Pfings­ten gefei­ert wur­de.
609 n. Chr. weih­te Papst Boni­fa­ti­us IV. das Pan­the­on in Rom der Jung­frau Maria und allen Mär­ty­rern und leg­te den Gedenk­tag auf den 13. Mai. Im 8. Jahr­hun­dert ver­leg­te Papst Gre­gor III. das Fest auf den 1. Novem­ber und wei­te­te es auf alle Hei­li­gen aus. His­to­risch dürf­te auch die Chris­tia­ni­sie­rung bestehen­der Bräu­che rund um Ern­te­zeit und begin­nen­de dunk­le Jah­res­zeit eine Rol­le gespielt haben. Im 9. Jahr­hun­dert setz­te sich der 1. Novem­ber in der west­li­chen Kir­che – maß­geb­lich unter Kai­ser Lud­wig dem From­men – flä­chen­de­ckend durch.

Bedeu­tung: Com­mu­nio sanctorum

Der Name Aller­hei­li­gen ver­weist auf die „Gemein­schaft der Hei­li­gen“ (com­mu­nio sanc­torum). Gefei­ert wird das Vor­bild der Hei­li­gen im Glau­ben und ihre Ver­bun­den­heit mit den Gläu­bi­gen. Lit­ur­gisch prä­gen Fest­got­tes­diens­te, Lesun­gen und beson­de­re Kir­chen­mu­sik den Tag.

Aller­see­len: Der Gedenk­tag für die Verstorbenen

Eng ver­bun­den ist der 2. Novem­ber, Aller­see­len. An die­sem Tag geden­ken Katho­li­kin­nen und Katho­li­ken aller Ver­stor­be­nen, die – der Leh­re zufol­ge – der Läu­te­rung bedür­fen. Grab­be­su­che, Ker­zen­licht und Grab­schmuck ste­hen im Zei­chen von Gebet, Erin­ne­rung und Hoff­nung. Obwohl es unter­schied­li­che Fes­te sind, wer­den Aller­hei­li­gen und Aller­see­len im Volks­mund oft zusam­men gedacht.

War­um wir Aller­hei­li­gen heu­te noch feiern

  • Geden­ken an Ver­stor­be­ne: Vie­le besu­chen Grä­ber, zün­den Ker­zen an und hal­ten inne – als Zei­chen der Ver­bun­den­heit über den Tod hinaus.
  • Besin­nung und Inne­hal­ten: Der Fei­er­tag erin­nert an die End­lich­keit des Lebens, den Wert von Fami­lie und Gemeinschaft.
  • Kul­tu­rel­le Tra­di­ti­on: Auch säku­lar geprägt ist Aller­hei­li­gen Bestand­teil des Jah­res­laufs, beson­ders in Regio­nen mit gesetz­li­chem Feiertag.
  • Reli­giö­se Dimen­si­on: Gläu­bi­ge ehren die Hei­li­gen als Vor­bil­der und bekräf­ti­gen die Hoff­nung auf ein Leben nach dem Tod.

Gegen­wart und Praxis

In Gemein­den sind Fest­got­tes­diens­te, musi­ka­li­sche Fei­ern, Pro­zes­sio­nen und Fried­hofs­an­dach­ten üblich. Der stil­le Cha­rak­ter des Tages betont Wür­de und Respekt im Geden­ken. So ver­bin­det Aller­hei­li­gen his­to­ri­sche Tie­fe mit geleb­ter Gegen­wart – ein Tag der Erin­ne­rung, der Ermu­ti­gung und des gemein­schaft­li­chen Glaubens.


Redak­ti­on: Lese­r­ECHO Emden

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Geplan­te Sprit­preis-Ent­las­tung: Schnel­le Hil­fe an der Zapf­säu­le oder nur ein Trop­fen auf den hei­ßen Stein?

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Die Prei­se an den deut­schen Tank­stel­len haben im Sep­tem­ber 2026 erneut his­to­ri­sche Höchst­stän­de erreicht. Getrie­ben von inter­na­tio­na­len Ver­wer­fun­gen, den anhal­ten­den Span­nun­gen und krie­ge­ri­schen Ent­wick­lun­gen im Nahen Osten sowie Stö­run­gen an wich­ti­gen See­we­gen und Pipe­lines klet­ter­ten die Kraft­stoff­prei­se in schwin­del­erre­gen­de Höhen. Laut Erhe­bun­gen des ADAC mar­kier­te der bun­des­wei­te Tages­durch­schnitt für Die­sel Mit­te Sep­tem­ber mit 2,471 Euro pro Liter ein neu­es All­zeit­hoch, womit der Richt­wert von 2,45 Euro pro Liter die aktu­el­le Rea­li­tät an vie­len Zapf­säu­len in Emden und der Regi­on sehr prä­zi­se wider­spie­gelt. Zeit­gleich klet­ter­te der Liter Super E10 im Bun­des­schnitt auf 2,308 Euro.

Ein ein­heit­li­cher Mit­tel­wert über bei­de Sor­ten wäre rech­ne­risch zwar bild­bar (rund 2,38 Euro), jour­na­lis­tisch und fach­lich jedoch irre­füh­rend: Die­sel und Ben­zin unter­lie­gen grund­le­gend unter­schied­li­chen Besteue­rungs­re­geln, und die Sche­re zwi­schen bei­den Kraft­stof­fen klafft der­zeit mit über 16 Cent unge­wöhn­lich weit aus­ein­an­der. Wäh­rend Die­sel his­to­risch durch eine gerin­ge­re Ver­brauchs­steu­er begüns­tigt war, sorgt die welt­wei­te Ver­knap­pung bei Destil­la­ten dafür, dass Die­sel an der Zapf­säu­le inzwi­schen deut­lich teu­rer ist als Benzin.

Als Reak­ti­on auf den Kos­ten­schock haben sich Bund und Län­der auf ein neu­es Ent­las­tungs­pa­ket ver­stän­digt. Vor­ge­se­hen ist eine befris­te­te Sen­kung der Ener­gie­steu­er ab Okto­ber sowie ein geplan­ter Preis­de­ckel ab 2027. Doch wäh­rend die Poli­tik von einer Mil­li­ar­den­ent­las­tung spricht, zeigt ein nüch­ter­ner Blick auf die Zah­len: Der geplan­te Tan­kra­batt federt die extre­men Preis­spit­zen ledig­lich kurz­zei­tig ab, ändert jedoch kaum etwas an den struk­tu­rel­len Kos­ten­trei­bern – und lässt die Rol­le des Staa­tes als größ­ter Pro­fi­teur hoher Kraft­stoff­prei­se unangetastet.

Was hat die Bun­des­re­gie­rung beschlos­sen – und wann grei­fen die Maßnahmen?

Das von der Bun­des­re­gie­rung vor­ge­stell­te Kon­zept setzt sich aus zwei Kern­be­stand­tei­len zusam­men: einer Sofort­maß­nah­me für das vier­te Quar­tal 2026 und einem noch vagen Modell für das kom­men­de Jahr.

1. Der befris­te­te Tan­kra­batt ab 1. Okto­ber 2026

Ab dem 1. Okto­ber 2026 soll die Ener­gie­steu­er auf Ben­zin und Die­sel für genau drei Mona­te gesenkt wer­den. Die Rege­lung ist befris­tet bis zum 31. Dezem­ber 2026. Der Steu­er­satz auf Kraft­stof­fe sinkt dabei um 14 Cent je Liter. Da auf Kraft­stof­fe am Ende auch 19 Pro­zent Mehr­wert­steu­er anfal­len, ver­rin­gert sich mit der nied­ri­ge­ren Ener­gie­steu­er auto­ma­tisch auch der Mehr­wert­steu­er­be­trag. Inklu­si­ve die­ses Mehr­wert­steu­er­ef­fekts ergibt sich rech­ne­risch eine Ent­las­tung von rund 16,7 Cent pro Liter.

Das Gesamt­vo­lu­men des Ent­las­tungs­pa­kets bezif­fert die Bun­des­re­gie­rung auf rund 2,5 Mil­li­ar­den Euro. Bund und Län­der tei­len sich die Kos­ten: Die Bun­des­län­der steu­ern 1,25 Mil­li­ar­den Euro über einen Umsatz­steu­er­fest­be­trag bei. Um den Start­ter­min zum 1. Okto­ber ein­zu­hal­ten, müs­sen Bun­des­tag und Bun­des­rat die erfor­der­li­chen par­la­men­ta­ri­schen Fris­ten verkürzen.

2. Ein geplan­ter Sprit­preis­de­ckel ab Janu­ar 2027

Als zwei­te Stu­fe beab­sich­tigt die Bun­des­re­gie­rung, spä­tes­tens zum 1. Janu­ar 2027 einen vor­über­ge­hen­den staat­li­chen Sprit­preis­de­ckel ein­zu­füh­ren. Die­ser soll sich an Model­len ori­en­tie­ren, wie sie in Luxem­burg oder Bel­gi­en bereits ange­wen­det wer­den. Bei die­sem Instru­ment setzt der Staat ver­bind­li­che Höchst­prei­se fest, um unkon­trol­lier­te Preis­sprün­ge und über­mä­ßi­ge Mar­gen an den Tank­stel­len zu verhindern.

Kon­kre­te Zah­len oder Ober­gren­zen gibt es hier­für aller­dings noch nicht. Die genaue Aus­ge­stal­tung, die Höhe eines mög­li­chen Höchst­prei­ses, die Lauf­zeit und die Fra­ge, wer even­tu­el­le Dif­fe­renz­kos­ten zwi­schen Markt­preis und Deckel über­nimmt – die Mine­ral­öl­kon­zer­ne oder der Staats­haus­halt –, sind der­zeit Gegen­stand von Gesprä­chen mit der Mine­ral­öl­wirt­schaft. Beglei­tend dazu kün­dig­te der Bund an, die Vor­aus­set­zun­gen für einen ein­kom­mens­be­zo­ge­nen Direkt­aus­zahl­me­cha­nis­mus zu schaf­fen, um Men­schen mit gerin­gen und mitt­le­ren Ein­kom­men künf­tig geziel­ter unter­stüt­zen zu können.

Die Ana­to­mie der Sprit­prei­se: Glei­che Abga­ben für Ben­zin und Diesel?

Fal­len für Ben­zin und Die­sel staat­li­che Abga­ben in glei­cher Höhe an? Die Ant­wort lau­tet klar: Nein.

Der Gesetz­ge­ber unter­schei­det bei den fes­ten Steu­ern deut­lich zwi­schen den bei­den Kraft­stoff­ar­ten. Wäh­rend die Ener­gie­steu­er bei Ben­zin tra­di­tio­nell mit 65,45 Cent je Liter mas­siv zu Buche schlägt, wird Die­sel mit 47,04 Cent je Liter besteu­ert – ein Steu­er­vor­teil von rund 18,4 Cent je Liter, der einst zur Ent­las­tung des gewerb­li­chen Ver­kehrs ein­ge­führt wur­de. Bei der CO₂-Abga­be nach dem Brenn­stoff­emis­si­ons­han­dels­ge­setz (BEHG) ver­hält es sich hin­ge­gen umge­kehrt: Da bei der Ver­bren­nung von Die­sel mit ca. 2,64 Kilo­gramm CO₂ pro Liter mehr Koh­len­di­oxid frei­ge­setzt wird als bei Ben­zin (ca. 2,37 Kilo­gramm), liegt der CO₂-Auf­schlag bei Die­sel höher. Bei einem Zer­ti­fi­kats­preis von 65 Euro pro Ton­ne im Jahr 2026 ent­spricht das net­to rund 17,16 Cent je Liter Die­sel gegen­über etwa 15,41 Cent je Liter Ben­zin. Die Mehr­wert­steu­er von 19 Pro­zent schlägt schließ­lich auf den gesam­ten Betrag inklu­si­ve aller vor­ge­nann­ten Steu­ern durch.

Bei­spiel­rech­nung 1: Die­sel bei 2,45 Euro pro Liter
  • Ener­gie­steu­er: 47,04 Cent (fes­ter Satz)
  • CO₂-Kos­ten (bei 65 €/t): ca. 17,16 Cent
  • Mehr­wert­steu­er (19 %): 39,12 Cent (auf den gesam­ten Nettopreis)
  • Staat­li­che Abga­ben ins­ge­samt: 103,32 Cent (ca. 1,03 Euro)
  • Anteil des Staa­tes am Zapf­säu­len­preis: 42,2 Pro­zent
  • Pro­dukt­preis, Logis­tik, Ver­trieb und Mar­gen: ca. 141,68 Cent (ca. 1,42 Euro)
Bei­spiel­rech­nung 2: Super E10 bei 2,308 Euro pro Liter (aktu­el­ler ADAC-Bundesschnitt)
  • Ener­gie­steu­er: 65,45 Cent (fes­ter Satz)
  • CO₂-Kos­ten (bei 65 €/t): ca. 15,41 Cent
  • Mehr­wert­steu­er (19 %): 36,85 Cent (auf den gesam­ten Nettopreis)
  • Staat­li­che Abga­ben ins­ge­samt: 117,71 Cent (ca. 1,18 Euro)
  • Anteil des Staa­tes am Zapf­säu­len­preis: 51,0 Pro­zent
  • Pro­dukt­preis, Logis­tik, Ver­trieb und Mar­gen: ca. 113,09 Cent (ca. 1,13 Euro)

Die­se detail­lier­te Auf­stel­lung deckt ein zen­tra­les Para­do­xon der aktu­el­len Debat­te auf: Bei Super­ben­zin wan­dert nach wie vor mehr als die Hälf­te jedes an der Tank­stel­le gezahl­ten Euros direkt in die Staats­kas­se. Und obwohl Die­sel bei den fixen Steu­ern nomi­nal güns­ti­ger gestellt ist, treibt der hohe Aus­gangs­preis von 2,45 Euro den abso­lu­ten Mehr­wert­steu­er­be­trag so stark nach oben, dass auch beim Die­sel mehr als ein Euro je Liter an den Fis­kus fließt. Da die 19 Pro­zent Mehr­wert­steu­er als pro­zen­tua­ler Zuschlag auf den End­preis erho­ben wer­den – also auch auf die Ener­gie­steu­er und die CO₂-Kos­ten –, ver­dient der Staat an jeder kri­sen­be­ding­ten Preis­explo­si­on an den Roh­stoff­märk­ten über Mehr­ein­nah­men bei der Umsatz­steu­er auto­ma­tisch mit.

Kri­ti­sche Wür­di­gung & Mei­nung der Redak­ti­on: Ech­te Ent­las­tung oder poli­ti­sche Kosmetik?

Vor die­sem Hin­ter­grund wirkt der geplan­te Tan­kra­batt in Höhe von 16,7 Cent pro Liter auf den zwei­ten Blick eher kos­me­tisch als struk­tu­rell durchgreifend.

Rech­ne­risch sinkt der Die­sel­preis von 2,45 Euro bei einer voll­stän­di­gen Wei­ter­ga­be der Steu­er­erspar­nis auf etwa:2,45 Euro0,1666 Euro=2,2834 Euro

An der Zapf­säu­le stün­de dann immer noch ein Preis von knapp 2,28 Euro pro Liter für Die­sel und rund 2,14 Euro pro Liter für Super E10. Das ent­spricht beim Die­sel einer Ver­bil­li­gung von gera­de ein­mal 6,8 Pro­zent. Bei einem durch­schnitt­li­chen Pkw-Tank mit einem Fas­sungs­ver­mö­gen von 50 Litern spart eine Tank­fül­lung rech­ne­risch rund 8,33 Euro. Wer monat­lich zwei vol­le Tanks benö­tigt, behält also gut 16 bis 17 Euro mehr im Porte­mon­naie. In Zei­ten hoher Infla­ti­on und explo­die­ren­der Lebens­hal­tungs­kos­ten ist dies für vie­le Haus­hal­te zwei­fel­los eine will­kom­me­ne Unter­stüt­zung, doch von bezahl­ba­rer Mobi­li­tät ist ein Preis von 2,28 Euro je Liter wei­ter­hin weit entfernt.

Zudem wirft das Modell erheb­li­che prak­ti­sche und ord­nungs­po­li­ti­sche Fra­gen auf:

  • Das Wei­ter­ga­be-Risi­ko: Es gibt kei­ne gesetz­li­che Ver­pflich­tung für Kon­zer­ne, die Steu­er­sen­kung tat­säch­lich eins zu eins an den Zapf­säu­len an die Kund­schaft wei­ter­zu­ge­ben. Ana­ly­sen des Münch­ner Ifo-Insti­tuts zum frü­he­ren Tan­kra­batt im Mai und Juni 2026 haben gezeigt, dass die Ent­las­tung bei Ben­zin zwar weit­ge­hend ankam, beim Die­sel jedoch nur etwa 12 von rech­ne­risch 16,7 Cent die Auto­fah­rer erreich­ten. Die Gefahr, dass Tei­le des Steu­er­nach­las­ses in den Mar­gen der Raf­fi­ne­rien oder Han­dels­kon­zer­ne ver­si­ckern, ist auch dies­mal real.
  • Gieß­kan­nen­prin­zip statt ziel­ge­rich­te­ter Hil­fe: Der pau­scha­le Nach­lass gilt für alle – unab­hän­gig davon, ob jemand als Pend­ler im länd­li­chen Raum auf das Auto ange­wie­sen ist oder mit einem schwe­ren Luxus-Dienst­wa­gen unter­wegs ist. Sozi­al- und Ver­brau­cher­ver­bän­de kri­ti­sie­ren das Modell des­halb seit Lan­gem als teu­er und sozi­al unausgewogen.
  • Kei­ne dau­er­haf­te Per­spek­ti­ve: Die Maß­nah­me endet am 31. Dezem­ber 2026. Zum 1. Janu­ar 2027 droht an den Tank­stel­len ohne naht­lo­se Anschluss­re­ge­lung ein schlag­ar­ti­ger Preis­sprung nach oben, da die Ener­gie­steu­er dann wie­der auf das regu­lä­re Niveau zurückkehrt.

Fazit: Die struk­tu­rel­le Preis­fra­ge bleibt ungelöst

Die ange­kün­dig­te Sen­kung der Ener­gie­steu­er für das vier­te Quar­tal 2026 bringt eine spür­ba­re, wenn auch begrenz­te Atem­pau­se an den Tank­stel­len. Sie greift schnell, ver­langt jedoch von den Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­chern rea­lis­ti­sche Erwar­tun­gen: Ein Sprit­preis von weit über zwei Euro bleibt auch mit dem Tan­kra­batt die Realität.

Gleich­zei­tig ver­an­schau­licht der Blick auf die Preis­be­stand­tei­le, wie eng der Staat selbst in die Preis­spi­ra­le ver­floch­ten ist. Solan­ge Ener­gie­steu­er, CO₂-Beprei­sung und eine Mehr­wert­steu­er auf Steu­ern über 40 bis über 50 Pro­zent des Tank­stel­len­prei­ses aus­ma­chen, greift jede rei­ne Sym­ptom­be­kämp­fung zu kurz. Ob der für 2027 ange­kün­dig­te Sprit­preis­de­ckel tat­säch­lich ein funk­tio­nie­ren­des Instru­ment wird oder an recht­li­chen und ver­sor­gungs­tech­ni­schen Hür­den schei­tert, müs­sen die kom­men­den Ver­hand­lun­gen zei­gen. Bis dahin bleibt der Tan­kra­batt vor allem eines: ein kost­spie­li­ges Pflas­ter auf einer tie­fen Wunde.

— Redak­ti­on: Lese­r­ECHO Emden

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25. Gedenk­tag der Anschlä­ge vom 11. Sep­tem­ber: Geden­ken an drei zen­tra­len Orten in den USA

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Am 11. Sep­tem­ber 2026 jährt sich der Tag der Ter­ror­an­schlä­ge in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten zum 25. Mal. An den drei zen­tra­len Gedenk­or­ten in New York, am Pen­ta­gon und am Absturz­ort von Flug 93 in Penn­syl­va­nia fin­den offi­zi­el­le Zere­mo­nien statt, bei denen die fast 3.000 Opfer der Anschlä­ge im Mit­tel­punkt stehen.

Die Ereig­nis­se des 11. Sep­tem­ber 2001

Am 11. Sep­tem­ber 2001 ent­führ­ten Ter­ro­ris­ten vier Pas­sa­gier­flug­zeu­ge. Zwei Maschi­nen wur­den in die Tür­me des World Trade Cen­ters in New York gelenkt, eine traf das Pen­ta­gon in Arling­ton im Bun­des­staat Vir­gi­nia. Das vier­te Flug­zeug stürz­te nahe Shanks­ville in Penn­syl­va­nia ab, nach­dem Pas­sa­gie­re und Besat­zung ver­sucht hat­ten, die Kon­trol­le zurückzugewinnen.

Die Gedenk­ver­an­stal­tun­gen 25 Jah­re spä­ter erin­nern nicht nur an die Opfer, son­dern auch an die lang­fris­ti­gen Fol­gen der Anschlä­ge, die Arbeit der Ein­satz­kräf­te und die gesund­heit­li­chen Belas­tun­gen vie­ler Über­le­ben­der und Helfer.

Geden­ken am World Trade Cen­ter in New York

Im Zen­trum von New York fand die zen­tra­le Gedenk­ver­an­stal­tung am 9/11 Memo­ri­al am Ground Zero statt. Ange­hö­ri­ge der Opfer lasen die Namen der Men­schen vor, die bei den Anschlä­gen ums Leben kamen. In das Geden­ken ein­be­zo­gen wur­den auch die Opfer des Bom­ben­an­schlags auf das World Trade Cen­ter aus dem Jahr 1993.

Meh­re­re Schwei­ge­mi­nu­ten mar­kier­ten die wich­tigs­ten Zeit­punk­te des dama­li­gen Gesche­hens. Dazu gehör­ten die Ein­schlä­ge der Flug­zeu­ge, der Ein­sturz der Tür­me, der Angriff auf das Pen­ta­gon und der Absturz von Flug 93. Eine zusätz­li­che Schwei­ge­mi­nu­te erin­ner­te an Men­schen, die in den Jah­ren danach an den Fol­gen ihres Ein­sat­zes starben.

Die Ver­an­stal­tung auf dem Memo­ri­al Pla­za war vor allem den Ange­hö­ri­gen vor­be­hal­ten und wur­de online über­tra­gen. Das 9/11 Memo­ri­al Muse­um blieb am Vor­mit­tag für die Öffent­lich­keit geschlossen.

„Tri­bu­te in Light“ als sicht­ba­res Zeichen

Zu den bekann­tes­ten Ele­men­ten des Geden­kens in New York gehört die Licht­in­stal­la­ti­on „Tri­bu­te in Light“. Zwei star­ke Licht­strah­len wer­den senk­recht in den Nacht­him­mel gerich­tet und erin­nern an die bei­den zer­stör­ten Tür­me des World Trade Centers.

Die Instal­la­ti­on soll­te am Abend des 11. Sep­tem­ber bis zum Mor­gen des fol­gen­den Tages leuch­ten, sofern die Wet­ter­be­din­gun­gen dies zulas­sen. Für den Jah­res­tag wur­den zudem Stra­ßen­sper­run­gen und zusätz­li­che Sicher­heits­maß­nah­men im Bereich von Lower Man­hat­tan angekündigt.

Zere­mo­nie am Pentagon

Auch am Pen­ta­gon in Arling­ton wur­de eine Gedenk­ver­an­stal­tung abge­hal­ten. Bei dem Angriff auf das US-Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um kamen 184 Men­schen ums Leben. Die Zere­mo­nie fand am Natio­nal 9/11 Pen­ta­gon Memo­ri­al statt.

Ange­hö­ri­ge der Streit­kräf­te lasen die Namen der Opfer vor, es folg­te eine Kranz­nie­der­le­gung. An der Ver­an­stal­tung nahm auch US-Prä­si­dent Donald Trump teil. Das Pen­ta­gon Memo­ri­al erin­nert mit ein­zel­nen Gedenk­ein­hei­ten an jede Per­son, die bei dem Anschlag ums Leben kam.

Geden­ken am Flight 93 Natio­nal Memorial

Am Flight 93 Natio­nal Memo­ri­al nahe Shanks­ville in Penn­syl­va­nia stand die Besat­zung und die Grup­pe der Pas­sa­gie­re im Mit­tel­punkt, die sich gegen die Ent­füh­rer zur Wehr gesetzt hat­te. Alle 40 Pas­sa­gie­re und Besat­zungs­mit­glie­der kamen bei dem Absturz ums Leben.

Der Natio­nal Park Ser­vice plan­te ein mor­gend­li­ches Geden­ken an der Wall of Names und auf dem Memo­ri­al Pla­za. Zum Pro­gramm gehör­ten die Ver­le­sung der Namen, musi­ka­li­sche Bei­trä­ge, das Läu­ten von Gedenk­glo­cken und Kranz­nie­der­le­gun­gen. Am Nach­mit­tag folg­te eine wei­te­re Ver­an­stal­tung mit Rede­bei­trä­gen, unter ande­rem vom Gou­ver­neur von Penn­syl­va­nia, Josh Shapiro.

Wei­te­re Gedenk­ver­an­stal­tun­gen in den USA

Neben den drei zen­tra­len Orten fan­den in zahl­rei­chen US-Städ­ten eige­ne Ver­an­stal­tun­gen statt. Dazu gehör­ten Gedenk­got­tes­diens­te, Kranz­nie­der­le­gun­gen, Glo­cken­ze­re­mo­nien und öffent­li­che Schwei­ge­mi­nu­ten. Feu­er­weh­ren, Poli­zei und Ret­tungs­diens­te betei­lig­ten sich vie­ler­orts mit eige­nen Beiträgen.

In eini­gen Städ­ten wur­den soge­nann­te Sta­ir Clim­bs durch­ge­führt, bei denen Teil­neh­men­de Trep­pen hin­auf­stie­gen, um an die Ret­tungs­kräf­te zu erin­nern, die 2001 in die Tür­me lie­fen. Ergänzt wur­den die Pro­gram­me durch Aus­stel­lun­gen, Kon­zer­te und Hilfs­ak­tio­nen unter dem Mot­to „Honor Through Action“.

Redak­ti­on: Lese­r­ECHO Emden

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Foto: Kul­tur­events Emden - Kul­tur­events Emden bringt am Diens­tag, 22. Sep­tem­ber 2026, das Musi­cal „Der gro­ße Gats­by“ ins Fest­spiel­haus am Wall....

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Poli­zei­be­richt: Vor­fahrts­un­fall auf der B 70 in Wes­t­ov­er­le­din­gen sowie Dieb­stäh­le und Van­da­lis­mus in der Region

Ein Ver­kehrs­un­fall mit einer ver­letz­ten Per­son auf der Bun­des­stra­ße 70 sowie meh­re­re Eigen­tums­de­lik­te beschäf­ti­gen die Beam­tin­nen und Beam­ten im Zustän­dig­keits­be­reich...

Blaulicht

Poli­zei­be­richt: Unfäl­le in Emden, Leer und Hesel, Wohn­haus­ein­bruch sowie War­nung vor „Task Scam“

Ver­kehrs­un­fäl­le mit ver­letz­ten Per­so­nen in Emden, Leer und Hesel sowie ein Ein­bruch in Wes­t­ov­er­le­din­gen beschäf­ti­gen die Beam­tin­nen und Beam­ten im...