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Dra­ma vor Bor­kum: Hava­rier­ter Auto­frach­ter „Tha­mes High­way“ zurück in Emden – Brand­ur­sa­che geklärt

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Foto: Kamer

Emden/Borkum. Es waren dra­ma­ti­sche Stun­den auf der Nord­see, die bei vie­len Erin­ne­run­gen an das Unglück der „Fre­mant­le High­way“ wach­rie­fen. Der 149 Meter lan­ge Auto­trans­por­ter „MS Tha­mes High­way“, der am Mon­tag­abend mit rund 1.300 Fahr­zeu­gen an Bord den Emder Hafen in Rich­tung Groß­bri­tan­ni­en ver­las­sen hat­te, muss­te nach einem Brand im Maschi­nen­raum manö­vrier­un­fä­hig vor Bor­kum ankern. Inzwi­schen liegt der Frach­ter wie­der sicher an einem Not­lie­ge­platz im Emder Bin­nen­ha­fen – und die Ermitt­ler haben die Ursa­che für das Feu­er geklärt.

Kurz nach dem Able­gen ent­deck­te die Besat­zung Flam­men im Maschi­nen­raum. Um eine Aus­brei­tung zu ver­hin­dern, traf die Crew eine schnel­le und ent­schei­den­de Maß­nah­me: Der Maschi­nen­raum wur­de luft­dicht ver­schlos­sen, um dem Feu­er den Sau­er­stoff zu ent­zie­hen. Damit soll­te ins­be­son­de­re ein Über­grei­fen auf die Ladung ver­hin­dert wer­den – dar­un­ter laut Anga­ben knapp 480 Elek­tro­au­tos.

Foto: Kamer

Unter schwie­ri­gen Bedin­gun­gen mit Wel­len­hö­hen von bis zu zwei Metern lief eine groß­an­ge­leg­te Ret­tungs- und Lösch­ar­beit an. Das Hava­rie­kom­man­do Cux­ha­ven koor­di­nier­te den Ein­satz von mehr als 60 Kräf­ten, vier Schif­fen und zwei Hub­schrau­bern. Spe­zi­ell aus­ge­bil­de­te Feu­er­wehr­teams aus Cux­ha­ven, Wil­helms­ha­ven und Emden wur­den per Heli­ko­pter auf das Schiff abge­seilt, um Glut­nes­ter zu bekämp­fen und den Brand end­gül­tig zu löschen. Erleich­te­rung gab es schnell in zwei Punk­ten: Alle 18 Besat­zungs­mit­glie­der blie­ben unver­letzt und nach ers­ten Erkennt­nis­sen tra­ten kei­ne Schad­stof­fe aus.

Brand­ur­sa­che: Riss in Kraftstoffleitung

Nach­dem zwei Schlep­per den Hava­ris­ten zurück nach Emden gebracht hat­ten, nah­men Sach­ver­stän­di­ge der Was­ser­schutz­po­li­zei die Ermitt­lun­gen auf. Das Ergeb­nis: Ein Riss in einer Kraft­stoff­lei­tung war Aus­lö­ser des Bran­des. Die­sel trat dem­nach wie ein fei­ner Sprüh­ne­bel aus und ent­zün­de­te sich an hei­ßen Maschi­nen­tei­len. Durch den hohen Druck soll sich der Riss wäh­rend des Brand­ge­sche­hens wei­ter ver­grö­ßert haben. Als mög­li­che Ursa­che wird Mate­ri­al­er­mü­dung ver­mu­tet. Der Maschi­nen­raum ist durch Feu­er und Ruß groß­flä­chig beschädigt.

Für die Her­stel­ler gibt es zumin­dest in Bezug auf die Ladung eine posi­ti­ve Nach­richt: Die Fahr­zeu­ge sol­len laut Poli­zei unver­sehrt geblie­ben sein. Den­noch hat die Berufs­ge­nos­sen­schaft Ver­kehr ein Aus­lauf­ver­bot ver­hängt. Fach­leu­te prü­fen nun, wel­che Repa­ra­tu­ren nötig sind. Die Arbei­ten dürf­ten nach Ein­schät­zung der Exper­ten min­des­tens eine Woche dauern.

Foto: Kamer

Poli­ti­sche For­de­run­gen nach stren­ge­ren Regeln

Der Vor­fall hat auch poli­ti­sche Debat­ten aus­ge­löst. Bor­kums Bür­ger­meis­ter Jür­gen Akker­mann zeig­te sich erschüt­tert über den erneu­ten Zwi­schen­fall in unmit­tel­ba­rer Nähe zur Insel und einer Gas­bohr­platt­form. Er for­dert deut­lich ver­schärf­te Sicher­heits­be­stim­mun­gen für gro­ße Frach­ter auf den Küs­ten­fahr­was­ser­stra­ßen – ins­be­son­de­re mit Blick auf den Schutz des Welt­na­tur­er­bes Wat­ten­meer.


Redak­ti­on: Lese­r­ECHO Emden

Quel­le: NDR.de

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Tra­di­tio­nel­les Oster­feu­er in Larr­elt: SF Larr­elt lädt zum gemüt­li­chen Bei­sam­men­sein ein

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Emden-Larr­elt. Wenn die Tage län­ger wer­den und das Oster­fest vor der Tür steht, rückt in Larr­elt eine lieb­ge­won­ne­ne Tra­di­ti­on in den Fokus: das gro­ße Oster­feu­er der Sport­freun­de Larr­elt. Auch in die­sem Jahr lädt der Ver­ein alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, Nach­barn und Freun­de herz­lich ein, gemein­sam ein paar gesel­li­ge Stun­den auf dem Ver­eins­ge­län­de zu ver­brin­gen und den Früh­ling will­kom­men zu heißen.

Das Oster­feu­er ist weit mehr als nur ein Brauch – es ist ein Treff­punkt für Jung und Alt. Beson­ders für die klei­nen Gäs­te wird der Abend zu einem beson­de­ren Erleb­nis. Bevor das gro­ße Feu­er ent­zün­det wird, star­tet um 18:30 Uhr der Kin­der-Fackel­lauf. Die Fackel­aus­ga­be beginnt bereits um 18:00 Uhr. Jahr für Jahr sorgt die­ser Auf­takt mit den leuch­ten­den Fackeln für eine stim­mungs­vol­le Atmo­sphä­re und lässt den Abend beson­ders fei­er­lich begin­nen. Im Anschluss wird das eigent­li­che Oster­feu­er gegen 19:00 Uhr ent­zün­det und sorgt am Pis­ten­rand des Sport­ge­län­des für die typi­sche woh­li­ge Frühlingsstimmung.

Für das leib­li­che Wohl ist gesorgt

Nie­mand muss hung­rig oder durs­tig blei­ben: Die Sport­freun­de Larr­elt küm­mern sich um die Ver­pfle­gung der Gäs­te und bie­ten ver­schie­de­ne Spei­sen und Geträn­ke an. So steht einem gemüt­li­chen Klön­schnack rund ums Feu­er nichts im Wege. Wich­tig ist dem Ver­an­stal­ter aller­dings auch ein kla­rer Hin­weis: Der Ver­zehr von mit­ge­brach­ten Spi­ri­tuo­sen ist auf dem Gelän­de nicht gestat­tet. Der Ver­ein bit­tet um Ver­ständ­nis, da die Ein­nah­men aus dem Ver­kauf direkt der Ver­eins­ar­beitzugu­te­kom­men.

Hin­wei­se zur Strauchschnitt-Anlieferung

Damit das Feu­er ordent­lich bren­nen kann, hat­te der Ver­ein im Vor­feld Ter­mi­ne zur Anlie­fe­rung von Brenn­ma­te­ri­al ange­bo­ten. Ange­nom­men wur­de aus­schließ­lich Baum- und Strauch­schnitt. Wich­tig: Am Tag des Oster­feu­ers selbst wird kein Strauch­schnitt mehr ange­nom­men. Im Rah­men der Anlie­fe­rung freu­en sich die Sport­freun­de über eine klei­ne Spen­de, die in vol­lem Umfang den Jugend­ab­tei­lun­gen des Ver­eins zugutekommt.

Das Oster­feu­er fin­det auf dem Ver­eins­ge­län­de SFL in der Wolfs­bur­ger Stra­ße in Emden-Larr­elt statt. Wer Lust auf einen stim­mungs­vol­len Abend mit Nach­barn, Fami­lie und Freun­den hat, soll­te sich den Ter­min an Kar­sams­tagvor­mer­ken.


Redak­ti­on: Lese­r­ECHO Emden

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Whis­ky oder Whis­key? Ein Streif­zug durch die Welt des „flüs­si­gen Goldes“

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Emden. Ob rau­chig-tor­fig von einer stür­mi­schen schot­ti­schen Insel, mild-süß aus den Wei­ten der USA oder prä­zi­se aus­ba­lan­ciert aus Japan – Whis­ky ist weit mehr als nur eine Spi­ri­tuo­se. Es ist ein Hand­werk, eine Wis­sen­schaft und für vie­le eine ech­te Lei­den­schaft. Doch wor­auf kommt es beim Genuss eigent­lich an, und war­um schrei­ben die einen es mit „e“ und die ande­ren ohne? Wir haben die wich­tigs­ten Fak­ten für alle Ein­stei­ger und Ken­ner zusammengetragen.

Zuerst klä­ren wir das wohl am häu­figs­ten dis­ku­tier­te Detail: die Schreib­wei­se. Ob Whis­ky oder Whis­key, ist kein Qua­li­täts­merk­mal, son­dern eine rei­ne Her­kunfts­be­zeich­nung. Als Faust­re­gel gilt: Län­der mit einem „e“ im Namen schrei­ben auch ihren Whis­key meist mit „e“ (IrE­landUnitEd Sta­tes). Schott­land, Japan, Kana­da und auch Deutsch­land ver­zich­ten hin­ge­gen tra­di­tio­nell auf den zusätz­li­chen Vokal.

Eine Welt­rei­se im Glas

Jede Nati­on ver­leiht ihrem Destil­lat einen ganz eige­nen Cha­rak­ter. Schott­land gilt als die unan­ge­foch­te­ne Whis­ky-Nati­on. Von den kräf­tig-wür­zi­gen High­lands bis hin zu den extrem rau­chi­gen und sal­zi­gen Trop­fen der Insel Islay bie­tet der Scotch für jeden Gau­men das Rich­ti­ge. Irland hin­ge­gen setzt oft auf eine drei­fa­che Destil­la­ti­on, wodurch Irish Whis­keysals beson­ders weich und mild gel­ten – ide­al für Einsteiger.

In den USA domi­niert der Bour­bon, der zu min­des­tens 51 % aus Mais bestehen muss. Die Rei­fung in fri­schen, aus­ge­kohl­ten Eichen­fäs­sern ver­leiht ihm typi­sche Vanil­le- und Kara­mell­no­ten. Japan wie­der­um hat sich stark von der schot­ti­schen Tra­di­ti­on beein­flus­sen las­sen und steht heu­te für extre­me Prä­zi­si­on und eine fei­ne Aus­ge­wo­gen­heit der Aromen.

Was macht einen guten Trop­fen aus?

Vier Fak­to­ren ent­schei­den über den Geschmack: die Roh­stof­fe wie Gers­te, Mais oder Rog­gen, die Qua­li­tät des Was­sers, die Art der Destil­la­ti­on und – am wich­tigs­ten – die Rei­fung. Bis zu 70 % des Aro­mas stam­men aus dem Fass. Ob ein Whis­ky zuvor in Ex-Bour­bon-Fäs­sern (Vanil­le, Kokos) oder in Ex-Sher­ry-Fäs­sern (Tro­cken­früch­te, Scho­ko­la­de) lagern durf­te, prägt sein Pro­fil ent­schei­dend. Ein span­nen­des Detail am Ran­de: Pro Jahr ver­duns­ten etwa 2 % des Inhalts durch das Holz – der soge­nann­te „Angel’s Share“ (Schluck für die Engel).

Wer Whis­ky wirk­lich ver­ste­hen will, soll­te auf den klas­si­schen Tumb­ler ver­zich­ten und zu einem tul­pen­för­mi­gen Nosing-Glas grei­fen, da es die Aro­men bün­delt. Exper­ten raten dazu, erst die Far­be zu prü­fen, dann vor­sich­tig zu rie­chen (Nosing) und schließ­lich einen klei­nen Schluck im Mund zu ver­tei­len. Ein paar Trop­fen Was­ser kön­nen hel­fen, ver­schlos­se­ne Aro­men zu öff­nen, wäh­rend Eis die Nuan­cen oft zu stark abkühlt.

Exper­ten-Tipp: Genuss­welt Klus in Emden

Theo­rie ist gut, Pra­xis ist bes­ser! Wer nun Lust bekom­men hat, tie­fer in die Mate­rie ein­zu­tau­chen, fin­det in Emden mit der Genuss­welt Klus die per­fek­te Anlauf­stel­le. Inha­ber Ste­phan Klus und Hei­ke Klus sind Exper­ten für edle Spi­ri­tuo­sen und bie­ten regel­mä­ßig Tastings an, bei denen man unter pro­fes­sio­nel­ler Anlei­tung ver­schie­de­ne Sti­le ver­glei­chen kann. Ob Sie einen rau­chi­gen Beglei­ter für einen gemüt­li­chen Abend suchen oder ein exklu­si­ves Geschenk benö­ti­gen – die Bera­tung vor Ort hilft dabei, den pas­sen­den Trop­fen zu fin­den. Denn am Ende gilt die gol­de­ne Regel: Der bes­te Whis­ky ist der, der Ihnen schmeckt!


Redak­ti­on: Lese­r­ECHO Emden

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