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„Offen, interessiert, teamorientiert“: ThDr. Frank Mertin wird neuer Superintendent in Leer
Foto: ThDr. Frank Mertin, Quelle: Speicherwerk -
Leer/Emden. Mit einem feierlichen Gottesdienst wird ThDr. Frank Mertin am Sonntag, 19. April 2026, um 15:00 Uhroffiziell in sein Amt als Superintendent des Kirchenkreises Emden-Leer eingeführt. Die Zeremonie findet in der Lutherkirche in Leer statt und wird von Regionalbischöfin Sabine Schiermeyer geleitet.
Mit Mertin übernimmt ein erfahrener Theologe die Leitung des Kirchenkreises. Zuletzt war er als Pastor der Evangelischen Gemeinde deutscher Sprache in Luxemburg tätig. Der 1967 geborene Theologe studierte in Bethel, Heidelberg und Göttingen und war unter anderem in der Militärseelsorge sowie in der Gemeindearbeit in der Lüneburger Heide aktiv. Zudem promovierte er im Bereich Neues Testament. Mertin ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Töchtern.
Schon vor seinem Amtsantritt zeigt er sich motiviert und zugewandt: „Ich habe Lust auf den Kirchenkreis Emden-Leer“, sagt er. Sich selbst beschreibt er als offen, interessiert, kommunikativ und teamorientiert – Eigenschaften, die er bewusst in seine neue Rolle einbringen möchte.
Kirche im Wandel gestalten
Im Zentrum seiner Arbeit steht für Mertin die Frage, wie Kirche heute Menschen erreichen kann. „Was ist unser Auftrag als Kirche hier vor Ort – und wie können wir Menschen mit dem Evangelium ansprechen?“ Dabei sieht er die Notwendigkeit, auch neue Wege zu gehen und gewohnte Strukturen zu hinterfragen.
Für den Kirchenkreis entwirft er ein klares Bild: eine Gemeinschaft, die sich aktiv weiterentwickelt und gemeinsam gestaltet wird. Als Symbol nutzt er das Bild eines Segelschiffs auf dem Meer der Zeit, dessen Segel für „Glaube, Hoffnung und Liebe“ stehen. Entscheidend sei das Miteinander: Alle tragen dazu bei, dass die Kirche ihren Kurs hält.
Herausforderungen im Blick behalten
Gleichzeitig benennt Mertin offen die Herausforderungen, vor denen die Kirche steht. Sinkende Mitgliederzahlen, begrenzte finanzielle Mittel und Fachkräftemangel prägen die aktuelle Situation. „Jeder Austritt tut weh“, so Mertin. Umso wichtiger sei es, kirchliche Angebote zuverlässig und zukunftsfähig zu gestalten – von Gottesdiensten über Seelsorge bis hin zur diakonischen Arbeit.
Dabei setzt er auf Transparenz, klare Strukturen und Zusammenarbeit. Besonders wichtig ist ihm die Kooperation – innerhalb der Kirche ebenso wie mit Partnern aus Gesellschaft und Region. „Nicht nebeneinander oder gegeneinander, sondern miteinander“, beschreibt er seinen Ansatz.
Nähe zu Menschen und Region
Neben organisatorischen Fragen steht für Mertin vor allem die Begegnung mit den Menschen im Mittelpunkt. Er freut sich darauf, den Kirchenkreis kennenzulernen, Gespräche zu führen und gemeinsam über Glaubensthemen nachzudenken. Auch persönlich ist die Rückkehr in den Norden für ihn und seine Frau eine bewusste Entscheidung – geprägt von der Verbundenheit zur Region und ihrer Kultur.
Seine theologische Arbeit versteht er als Brücke zwischen Tradition und Gegenwart. Kirche müsse relevante Formate schaffen, die zum Dialog einladen und Menschen in ihrer Lebensrealität erreichen.
Mit der Einführung am 19. April beginnt für den Kirchenkreis Emden-Leer ein neues Kapitel – mit einem Superintendenten, der gestalten, zuhören und vernetzen möchte.
Hintergrund
Zum Kirchenkreis Emden-Leer gehören 24 Kirchengemeinden zwischen Borkum und Leer. Neben den städtischen Gemeinden umfasst er zahlreiche ländliche Regionen wie die Krummhörn, Moormerland sowie die Samtgemeinden Hesel und Jemgum. Insgesamt zählt der Kirchenkreis rund 41.000 Gemeindemitglieder.
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Redaktion: LeserECHO Emden
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Saisonende auf dem Wasser: Warum Boote jetzt ins Trockene gehören – und wie „Frieda“ an Land schwebte
Die Tage werden spürbar kürzer, die Nächte empfindlich kühl und der herbstliche Wind fegt über die ostfriesischen Kanäle und Meere: Die kalte Jahreszeit nähert sich mit großen Schritten. Für Freizeitkapitäne und Wassersportfreunde bedeutet das Ende Oktober traditionell Abschied nehmen von den Ausflügen auf Flüssen, Kanälen und Seen. Am heutigen Samstag, den 24. Oktober 2026, war es auch für unser Redaktions- und Freizeitboot „Frieda“ so weit: Die Saison ist offiziell beendet, der Rumpf steht wieder sicher und trocken an Land.
Spektakuläre Kranaktion beim WSV Barenburg e. V.
Das sogenannte Auswassern oder Auskranen markiert in jedem Spätherbst einen ganz besonderen Höhepunkt im Vereins- und Wassersportleben. Dass „Frieda“ heute sicher und wohlbehalten ihren Weg aus den Fluten fand, war der verlässlichen Infrastruktur und der tatkräftigen Unterstützung des WSV Barenburg e. V. zu verdanken.
Mit schwerem Gerät ging es am Vormittag zur Sache: Spektakulär schwebte das Boot am mächtigen Ausleger des Krans durch die Luft, hing für wenige Augenblicke frei über dem Hafenbecken und wurde anschließend von eingespielten Vereinsmitgliedern mit viel Augenmaß zentimetergenau auf den bereitstehenden Trailer abgesetzt. Solche Manöver erfordern blindes Vertrauen, handwerkliches Geschick und echte Kameradschaft – Werte, die den Wassersport an unseren heimischen Gewässern seit jeher ausmachen.
Warum Boote vor dem Winter unbedingt ins Trockene gehören
Gelegentlich fragen sich Spaziergänger am Steg, warum Schiffe überhaupt das Winterlager aufsuchen müssen, wo sie doch auch bei kaltem Wetter schwimmen. Erfahrene Skipper wissen jedoch, dass der Verbleib im Winterwasser mit erheblichen Risiken für Material, Sicherheit und den eigenen Geldbeutel verbunden ist.
An erster Stelle steht der Schutz vor massiven Frost- und Eisschäden. Gefrierendes Wasser dehnt sich mit enormer Kraft aus. Bildet sich im Hafenbecken eine geschlossene Eisdecke, kann sie einen Rumpf regelrecht zerquetschen, Borddurchlässe sprengen oder empfindliche Dichtungen zerstören. Hinzu kommt stehendes Wasser in Motorkühlsystemen, Ventilen und Bordtoiletten, das bei Minusgraden Bauteile zum Platzen bringt.
Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Vorbeugung von Osmose und Materialermüdung. Dauerhafte Feuchtigkeit setzt insbesondere Rümpfen aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) zu. Die monatelange Pause an Land gibt dem Bootskörper die notwendige Zeit, um vollständig durchzutrocknen, was den gefürchteten Osmoseschäden wirksam vorbeugt. Direkt nach dem Herausholen lässt sich zudem das Unterwasserschiff gründlich von Algen, Muscheln und Pocken befreien. Mit dem Hochdruckreiniger gelingt das mühelos, solange der Bewuchs noch feucht ist und noch nicht fest verkrustet ist.
Nicht zuletzt bieten die Wintermonate an Land Sicherheit vor schweren Herbst- und Winterstürmen. Sturmfluten und schwankende Pegelstände belasten Leinen, Fender und Klampen extrem. Im Winterlager steht das Boot sturmsicher und bietet die ideale Gelegenheit, um in aller Ruhe Wartungen durchzuführen: Den Motor mit Frostschutz zu spülen, Batterien frostsicher einzulagern und anstehende Pflegearbeiten für die nächste Saison vorzubereiten.
Der WSV Barenburg e. V. als starker Ankerpunkt für den Wassersport
Ohne das gelebte Engagement örtlicher Gemeinschaften wäre der Wassersport in dieser Vielfalt kaum denkbar. Der Wassersportverein Barenburg e. V. ist weit über die Emder Stadtgrenzen hinaus eine geschätzte Anlaufstelle für Bootsfahrer, Kanuten und wassersportbegeisterte Gäste. Neben der idyllisch gelegenen Steganlage und den gepflegten Liegeplätzen zeichnet sich der Verein vor allem durch echte ostfriesische Gastfreundschaft und ein aktives Miteinander aus.
Ob beim gemeinsamen An- und Abwassern, bei Vereinstouren oder beim gemütlichen Klönschnack am Wasser: Beim WSV Barenburg packt man selbstverständlich mit an und unterstützt sich gegenseitig mit Rat und Tat. Genau dieser Zusammenhalt sorgte dafür, dass das heutige Kranmanöver reibungslos verlief und „Frieda“ wohlbehalten in den verdienten Winterschlaf gehen konnte. Damit beginnt nun die Zeit der Vorfreude – denn nach dem Winter heißt es im Frühjahr wieder: Leinen los!
Das Saisonende auf einen Blick
- Boot: Redaktions- und Freizeitboot „Frieda“
- Anlass: Kranaktion und offizielles Saisonende 2026
- Ort: Hafenanlage des WSV Barenburg e. V.
- Wichtigste Winterschritte: Rumpfreinigung mit Hochdruck, GFK durchtrocknen lassen, Motor mit Frostschutz spülen, Batterien frostfrei einlagern
- Ausblick: Wir bringen unsere Frieda wieder auf Hochglanz!
— Redaktion: LeserECHO Emden
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Stricken für den guten Zweck: „Brückenwolle“ in Emden unterstützt Aktion für Kinder in Not
Foto: Brückenwolle -
Kreativ mit den eigenen Händen arbeiten, zu Wolle und Stricknadeln greifen und damit zugleich Kindern in existenziellen Notlagen beistehen: Das neu eröffnete Emder Fachgeschäft „Brückenwolle“ in der Brückstraße setzt ein deutliches Zeichen für gelebte Solidarität. Ab Freitag, den 16. Oktober 2026, beteiligt sich der Handarbeitsladen an der bundesweiten Initiative „Ein Schal fürs Leben“, einer traditionsreichen Gemeinschaftsaktion der Frauenzeitschrift BRIGITTE und des renommierten Garnherstellers LANA GROSSA.

Zehn Euro Spende pro Wollpaket fließen an „Save the Children“
Im Mittelpunkt der Spendenaktion steht die unmittelbare, wirksame Unterstützung für die Schwächsten in unserer Gesellschaft. Für jedes bei „Brückenwolle“ verkaufte Aktionspaket werden automatisch 10 Euro direkt an die weltweit tätige Kinderrechtsorganisation „Save the Children“ weitergeleitet. Die Organisation setzt sich seit vielen Jahrzehnten unermüdlich für den Schutz, die medizinische Versorgung, Bildung und die grundlegenden Rechte von Kindern in weltweiten Kriegs‑, Krisen- und Katastrophengebieten ein.
Mit dem Erwerb eines Pakets sichern sich Handarbeitsbegeisterte nicht nur exklusives Qualitätsgarn von LANA GROSSA samt passender Strickanleitung für ein wärmendes Kleidungsstück, sondern leisten einen messbaren Beitrag zur Finanzierung überlebenswichtiger Hilfsprojekte. Für Inhaberin Marion Saß und ihr Team ist die Beteiligung an der Kampagne eine Herzensangelegenheit: Sie möchten die wachsende Emder Handarbeitsgemeinschaft dazu ermutigen, das eigene Hobby mit wirkungsvoller Nächstenliebe zu verbinden.
Reinschauen, das eigene Nadelspiel bereithalten und mithelfen
Die limitierten Aktionswollpakete sind ab Freitag, den 16. Oktober 2026, zu den regulären Ladenzeiten direkt im Ladengeschäft erhältlich. Ob man den Schal für sich selbst anfertigt, als persönliches Weihnachtsgeschenk für Familie oder Freunde plant oder gemeinsam in der gemütlichen Strickecke des Ladens an den Maschen arbeitet – jede Teilnahme zählt. Wer den langen Donnerstagabend nutzt, kann sich zudem bis 22:00 Uhr in geselliger Runde über Fortschritte, Muster und Kniffe austauschen.
Die Spendenaktion auf einen Blick
- Aktion: „Ein Schal fürs Leben“ (Gemeinschaftsinitiative von BRIGITTE und LANA GROSSA)
- Begünstigte Organisation: Save the Children e. V. (10 Euro Spendenanteil pro verkauftem Wollpaket)
- Aktionsstart im Laden: Ab Freitag, 16. Oktober 2026
- Verkaufsort: Brückenwolle, Marion Saß, Brückstraße 2, 26725 Emden
- Kontakt: Telefon 0151 / 10513227, E‑Mail info@brueckenwolle.de
- Öffnungszeiten: Mittwoch und Freitag von 14:00 bis 18:00 Uhr, Donnerstag von 14:00 bis 22:00 Uhr, Samstag von 10:00 bis 14:00 Uhr
— Redaktion: LeserECHO Emden




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