Neues aus Ostfriesland
Halbseitige Sperrung auf der B70: Geduldsprobe an der Ledabrücke – Probebetrieb an der Friesenbrücke verlängert
Leer/Weener/Westoverledingen. Wer in den kommenden Wochen im Raum Leer unterwegs ist, braucht mehr Zeit und gute Nerven. Ab Montag, den 27. April, wird die B70 südlich der Ledabrücke ab 9:00 Uhr halbseitig gesperrt. Der Verkehr wird voraussichtlich drei Wochen lang per Ampelschaltung geführt. Hintergrund sind vorbereitende Maßnahmen der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr für den Neubau der Ledabrücke: Der Rückbau des Radwegs und umfangreiche Erdarbeiten starten, schweres Gerät kommt zum Einsatz. Weil direkt am Fahrbahnrand gearbeitet und der Boden tief ausgekoffert wird, ragt der Schwenkbereich der Bagger in die Fahrbahn hinein – aus Sicherheitsgründen ist die Teilsperrung unumgänglich. Eine nächtliche Aufhebung ist ausgeschlossen, da entlang der Kante eine offene Vertiefung entsteht und eine Freigabe außerhalb der Arbeitszeiten ein erhebliches Risiko für den Verkehr darstellen würde. Pendlerinnen und Pendler sollten Verzögerungen einplanen oder den Bereich großräumig umfahren.
Auch an der Emsquerung bei Weener ist Geduld gefragt. Der Probebetrieb der Friesenbrücke wird nach Angaben der Deutschen Bahn bis mindestens Donnerstag, den 30. April 2026, verlängert. In dieser Phase sind vertiefende Untersuchungen nötig, die eine durchgehende Verfügbarkeit des Geh- und Radwegs nicht garantieren. Kurzfristige Sperrungen und Einschränkungen sind jederzeit möglich. Bürgerinnen, Bürger und Gäste der Region werden gebeten, mehr Zeit einzuplanen oder sich vorab über den aktuellen Status zu informieren.
Neben den verkehrlichen Einschnitten gibt es einen weiteren landesweiten Akzent, der die Region betrifft: Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hat die Klage der Deutschen Umwelthilfe gegen geplante Gasbohrungen im Küstenmeer abgewiesen. Der Planfeststellungsbeschluss bleibt damit bestehen, die möglichen Auswirkungen – wie Bodenabsenkungen im Zentimeterbereich oder spürbare, aber geringe seismische Aktivitäten – wurden vom Senat als geringfügig bewertet. Die Revision wurde nicht zugelassen; gegen die Nichtzulassung kann Beschwerde eingelegt werden. Für die Region heißt das vor allem: Die Debatte um Naturschutz und Energiegewinnung bleibt präsent, die rechtlichen Leitplanken sind vorerst gesetzt.
Für den Alltag in Leer und Umgebung steht in den kommenden Wochen aber klar die Verkehrslage im Fokus: Die halbseitige Sperrung der B70 an der Ledabrücke verlangt Umplanung und Umsicht, der verlängerte Probebetrieb an der Friesenbrücke erfordert Flexibilität von Radfahrenden und Fußgängerinnen sowie Fußgängern. Wer Termine bündelt, Stoßzeiten meidet und alternative Routen prüft, kommt entspannter ans Ziel – und hilft mit, Baustellenbereiche sicher zu passieren.
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Originalartikel: https://leer.leserecho.de/halbseitige-sperrung-auf-b70-sorgt-fuer-verzoegerungen/
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Redaktion: LeserECHO Emden
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Tag der Kirchenmusik begeistert Teilnehmende und stärkt den Nachwuchs
Foto: Für einen musikalischen Höhepunkt gleich zu Beginn sorgte ein Chor der Kirchenkreiskantorinnen und Kirchenkreiskantoren des Sprengels Ostfriesland-Ems.
Mit rund 50 Teilnehmenden ist der Tag der Kirchenmusik im Sprengel Ostfriesland-Ems auf große Resonanz gestoßen. Die Veranstaltung wurde nicht nur zu einem Treffpunkt für Musikbegeisterte aus der Region, sondern setzte zugleich ein wichtiges Signal für die Zukunft der Kirchenmusik: Mit elf angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern startete auch der neue D‑Kurs zur Förderung des kirchenmusikalischen Nachwuchses.
Musikalischer Auftakt mit Chor und geistlichem Impuls
Eröffnet wurde der Tag durch einen Chor der Kirchenkreiskantorinnen und Kirchenkreiskantoren, der für den musikalischen Rahmen sorgte. Anschließend richtete Regionalbischöfin Sabine Schiermeyer einen geistlichen Impuls an die Teilnehmenden.
Für einen aktiven Einstieg sorgte danach ein Bewegungskanon unter der Leitung von Landeskantorin Majka Wiechelt. Damit war der Grundstein für einen Tag gelegt, der Musik, Begegnung und gemeinsames Lernen miteinander verband.
Workshops mit Praxisbezug und neuen Impulsen
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen verschiedene Workshops, die sich gezielt an Menschen richteten, die ihre musikalischen Fähigkeiten erweitern oder neue Bereiche der Kirchenmusik kennenlernen wollten.
So vermittelte Kreiskantor Maxim Polijakowski praktische Grundlagen zur Liedbegleitung nach Akkorden am Klavier. Kirchenkreiskantor Thiemo Janssen aus Norden bot einen Orgelworkshop an, während KMD Johannes Geßner gemeinsam mit Popkantorin Julia Uhlenwinkel in die Grundlagen des Dirigierens einführte.
Wer sich für kreatives Musizieren an der Orgel interessierte, erhielt bei Kreiskantor Marc Waskowiak aus dem Kirchenkreis Emden-Leer erste Einblicke in die Orgelimprovisation. Darüber hinaus konnten Interessierte bei der Blechbläser-Probierstation von Landesposaunenwart Hayo Bunger verschiedene Instrumente kennenlernen und ausprobieren.
Einen weiteren Schwerpunkt bildete die chorische Stimmbildung mit Landeskantorin Majka Wiechelt vom Evangelischen Chorverband Niedersachsen-Bremen (ECNB), die den Teilnehmenden praktische Übungen und Tipps für die eigene Stimme vermittelte.
Begegnung, Austausch und gemeinsames Musizieren
Neben den fachlichen Angeboten stand vor allem das Miteinander im Mittelpunkt. Der Tag der Kirchenmusik bot Raum für Begegnungen zwischen erfahrenen Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern, Nachwuchskräften und musikinteressierten Besucherinnen und Besuchern.
Der Austausch über Erfahrungen, Herausforderungen und neue Ideen machte die Veranstaltung zu einem lebendigen Treffpunkt für die Kirchenmusik in Ostfriesland und im Emsland.
D‑Kurs startet mit elf Teilnehmenden
Ein besonderer Fokus lag auf dem Start des neuen D‑Kurses. Mit elf angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist der Grundstein für die nächste Generation kirchenmusikalischer Arbeit gelegt.
Der D‑Kurs dient der Ausbildung von ehrenamtlichen Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern und vermittelt grundlegende Kenntnisse in Bereichen wie Orgelspiel, Chorleitung und Gottesdienstgestaltung. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Sicherung kirchenmusikalischer Angebote in den Gemeinden.
Starkes Signal für die Zukunft der Kirchenmusik
Für die Organisatorinnen und Organisatoren fällt das Fazit entsprechend positiv aus. Der Tag der Kirchenmusik habe gezeigt, wie lebendig und vielfältig die kirchenmusikalische Arbeit im Sprengel Ostfriesland-Ems ist. Gleichzeitig sei mit dem erfolgreichen Start des D‑Kurses ein deutliches Zeichen für die Zukunft gesetzt worden.
Die Kombination aus Workshops, musikalischen Beiträgen und persönlichem Austausch machte die Veranstaltung zu einem gelungenen Erlebnis, das bei vielen Beteiligten Lust auf weitere Angebote dieser Art geweckt hat.
Quellen/Kontakt/Hinweise
Grundlage dieses Beitrags ist eine Mitteilung zum Tag der Kirchenmusik im Sprengel Ostfriesland-Ems.
— Redaktion: LeserECHO Emden
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Paritätischer Armutsbericht 2026: Armutsquote in Niedersachsen steigt – Weser-Ems besonders betroffen
Der Paritätische Gesamtverband schlägt in seinem Armutsbericht 2026 Alarm: In Niedersachsen ist die Armutsquote erneut gestiegen – auf 17,4 Prozent. Besonders hoch fällt sie in der Region Weser-Ems aus, zu der auch Emden gehört.
Mehr Armut in Niedersachsen: 1,4 Millionen Menschen betroffen
Die Armutsquote in Niedersachsen ist laut dem heute veröffentlichten Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbands gestiegen: von 16,9 Prozent im Vorjahr auf 17,4 Prozent. Damit liegt das Land weiterhin über dem Bundesdurchschnitt von 16,1 Prozent. In absoluten Zahlen sind das rund 1,4 Millionen Menschen – nahezu jede sechste Person in Niedersachsen gilt dem Bericht zufolge als arm.
Der Bericht steht unter dem Titel „Wachsende Armut, schrumpfende Sicherheit“ und beschreibt eine Entwicklung, die bundesweit als alarmierend eingeordnet wird. Für Niedersachsen zeigt sich laut Mitteilung zudem: Auch die beiden größten Städte liegen mit ihren Quoten über dem Bundesschnitt (Hannover 16,4 Prozent, Braunschweig 16,7 Prozent).
Weser-Ems mit „traurigem Spitzenwert“
Besonders besorgniserregend ist die Lage in der Region Weser-Ems. Mit 20,8 Prozent weist sie eine der höchsten Armutsquoten der untersuchten Regionen auf – ein „trauriger Spitzenwert“, der laut Mitteilung die Dimension der sozialen Spaltung vor Ort verdeutlicht. Für die Region Weser-Ems ist das nicht nur eine statistische Marke, sondern ein Signal, das auch Kommunen und soziale Träger im Alltag spüren.
Wer besonders betroffen ist – und was das im Alltag bedeutet
Der Armutsbericht benennt mehrere Gruppen, die besonders häufig betroffen sind: Dazu zählen ältere Menschen, Frauen und Alleinerziehende, alleinlebende Menschen, Kinder und Familien mit geringem Einkommen, Menschen mit Behinderungen, Geflüchtete sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen.
Die Folgen zeigen sich laut Paritätischem längst im Alltag. Viele Betroffene könnten unerwartete Ausgaben nicht mehr stemmen, müssten beim Heizen sparen oder verzichteten aus Kostengründen auf gesellschaftliche Teilhabe. Diese wachsende Unsicherheit treffe den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Paritätischer in der Region: Warnung vor Sozialkürzungen
Deutliche Worte kommen vom Paritätischen aus der Region. „Die steigenden Armutszahlen sind ein deutliches Warnsignal. Immer mehr Menschen in Niedersachsen geraten unter Druck, während gleichzeitig über Kürzungen sozialer Leistungen diskutiert wird. Dies schürt Angst und Unsicherheit und spielt Populisten und Extremisten in die Hände“, betont Stefan Kamer, Kreisverbandsgeschäftsführung der Paritätischen Kreisverbände Emden, Leer, Aurich-Wittmund.
Besonders kritisch bewertet er geplante oder diskutierte Einschnitte bei zentralen sozialen Leistungen, etwa beim Wohngeld, Unterhaltsvorschuss, in der Jugendhilfe, Eingliederungshilfe sowie bei Rente und Krankenversicherung. „Und wieder trifft es gerade die Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind“, so Kamer.
Sein Appell an die Politik fällt unmissverständlich aus: „Wer in der Krise den Sozialstaat weiter abbaut, der vertieft die Krise. Die Bundesregierung ist aufgefordert, diesen Kurs zu stoppen und endlich eine Politik zu machen, die Armut bekämpft statt verwaltet!“
Ein „Seismograf“ für soziale Entwicklungen
Der Paritätische Armutsbericht gilt bundesweit als wichtiger Seismograf für soziale Entwicklungen. Die aktuelle Ausgabe unterstreicht laut Mitteilung, dass Armut in Deutschland und speziell in Niedersachsen nicht nur eine statistische Größe ist, sondern reale Lebenslagen prägt – und dass Gegensteuern notwendig ist, um Chancen- und Teilhabegerechtigkeit zu sichern.
Quellen/Kontakt/Hinweise
Weiterführende Informationen: Der vollständige Armutsbericht 2026 „Wachsende Armut, schrumpfende Sicherheit“ als PDF beim Paritätischen Gesamtverband: Armutsbericht_2026_Wachsende_Armut_Schrumpfende_Sicherheit.pdf. Einordnung/Meldung zur Veröffentlichung: Der Paritätische – Meldung zum Armutsbericht 2026. Hintergründe zu Debatten um Sozialkürzungen: stoppt-sozialabbau.de.
Hinweis: Zahlen und Einschätzungen stammen aus der aktuellen Pressemitteilung des Paritätischen sowie dem heute veröffentlichten Armutsbericht. Änderungen und Aktualisierungen sind möglich.
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Hinweis zum Teaserbild: Dieses Bild wurde mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und dient ausschließlich der illustrativen Darstellung. Es zeigt keine reale Begebenheit; etwaige Ähnlichkeiten mit realen Personen, Orten oder Produkten sind zufällig.
— Redaktion: LeserECHO Emden




